Was das Jungsforum zu Azov Films schrieb

Im Fall Edathy hatten Leser des Jungsforums gegenüber den Lesern der Mainstreampresse einen bemerkenswerten Informationsvorteil, der es wert ist, einmal protokolliert zu werden.

Als der Leser der Mainstream-Medien am 11.02.2014 im Spiegel „erfuhr“, es ginge um Kinderpornographie, während die Information, dass es sich nur um FKK-Filme handelt, sich erst später verbreitete, erfuhr der Jufo-Leser letzteres bereits am selben 11.02.2014. Dies geschah ganz ohne pädophile Links in der Staatsanwaltschaft, sondern einfach weil im Jungsforum ja sowieso schon lange bekannt war, dass sich hinter dem „Kinderpornoring“, den die „Operation Spade“ enttarnt hatte, nur Kunden von Azov Films verbargen, die dort nur legale FKK-Filme gekauft hatten, einfach weil es dort gar nichts härteres zu kaufen gab. Es brauchte also niemand zu recherchieren, welche Filme er konkret bestellt hat – es konnte gar nichts anderes sein.

Dann geisterte die Hypothese durch die Gegend, Edathy wäre vorgewarnt worden. Das mag ja für Verschwörungstheoretiker interessant sein, glaubhaft ist es nicht. Die Medienkampagne im November 2013 zur „Operation Spade“ war ja nun nicht zu übersehen gewesen, für Kunden von Azov Films schon gar nicht. Da er erst kurz danach einen Anwalt eingeschaltet hat, dürfte es in der Tat diese Medienkampagne gewesen sein, durch die er von der Verfolgung der Azov-Kunden erfuhr. So sagte er es ja inzwischen auch selbst.

Wie schnell pädophile Kunden von Azov Films gewarnt waren

Auch für Edathy hätte sich jedoch das Lesen des Jungsforums gelohnt. Dann hätte er nämlich nicht erst im November 2013 davon erfahren, was Kunden von Azov Films droht. Die Polizeiaktion gegen Azov Films fand am 1. Mai 2011 statt. Schon am 6. Mai 2011 wurde weiß einer was mit Azov Films ist? gefragt. Und schon am 20. Juli 2011 wurde die Frage haben Azov-Kunden in Deutschland Hausdurchsuchungen zu erwarten? behandelt. Dabei wurde u.a. empfohlen

Wer also dort mal was bestellt hat, sollte spätestens jetzt dafür sorgen, dass jegliches verfängliches Material aus seiner Wohnung und Datenträgern verschwindet. Einfaches Löschen reicht dazu freilich nicht aus, man sollte sogenannte „Eraser“ oder „Wipe“ Programme benutzen … Zusätzlich lohnt es sich, mittels Truecrypt Festplatte und Betriebssystem komplett zu verschlüsseln, da so auch die diversen temporären und versteckten Dateien, die Windows so anlegt, mit weggeschlossen werden.
Anleitung: Komplettverschlüsselung mit Truecrypt

Die ersten Informationen darüber, dass auch Kunden von Azov tatsächlich von der Polizei verfolgt werden, gibt es am 1. Oktober 2012 unter Tipps für Azov Films Kunden.

In den USA sind in den letzten Tagen mindestens vier Kunden von Azov Films verhaftet worden. Ihnen wird vorgeworfen, von AF KiPo bezogen zu haben, wobei es um nichts Spezielles sondern um die normalen Azov Filme geht. Ihre Namen sowie weitere Kunden-Namen (alleine aus den USA mehrere hundert) mitsamt ihrer Bestellungen wurden bei der Durchsuchung der AF-Büros (USA & Kanada) im Mai letzten Jahres von der Polizei ermittelt. Das trifft sicherlich auch für Kunden außerhalb der USA zu. … Zu zwei Fällen habe ich über BoyChat folgende Dokumente gefunden, aus denen genau hervorgeht, was den Männern vorgeworfen wird:
http://msnbcmedia.msn.com/i/msnbc/sections/news/keller-affidavit.pdf
http://www.justice.gov/usao/ri/news/2012/sept2012/silvacomplaintT.pdf

Dass so etwas nicht nur in der verklemmten Bananenrepublik USA, sondern auch in Europa möglich ist, erfahren Jufo-Leser schon am 9. Dezember 2012 unter Spanische Azov-Films-Kunden verhaftet.

Weiter diskutiert werden Verhaftungen von Kunden am 31. Mai 2013 unter Azov-Verhaftungswelle vor allem in USA,

Die ganz große Medienaktion im Nov. 2013 blieb im Jufo natürlich auch nicht unbemerkt. Klingt doch nach azov Films, oder? Ja! schrieb der Produzent,

Natürlich ist das Azovfilms! Die haben die Kinder in den Filmen aus den 80′ern gleich „mitgerettet“, keine Ahnung wie sie selbst so auf diese Zahlen kommen. Die Anzahl der Jungs ist falsch, Umsatzzahlen sind falsch, der Inhalt beinhaltet kaum einen wahren Satz. In Rumänien waren es 11 Jungs, in der Ukraine vielleicht ein paar mehr. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren, die Lüge dominiert die Berichterstattung. Warum jetzt? Weil Brian Anfang Dezember sein hearing vor Gericht hat ;) .

Am 21. Januar dann noch eine aktuelle Warnung, dass es auch in Deutschland Haussuchungen bei Azov-Kunden gibt.

Zur rechtlichen Situation

Der Leser der Massenmedien hält Azov Films wohl noch heute für einen hochkonspirativen Kinderpornovertrieb. Der Jufo-Leser ist da besser informiert. Azov Films verkaufte seine FKK-Filme ganz offen. Im Webarchiv findet sich noch die entsprechende rechtliche Information für die Kunden:

We have attorneys and consultants routinely monitoring our website content and films to ensure we comply with all applicable laws. Each film sold on this website is reviewed prior to listing. No film we sell violates Canadian or American law. YOU ARE RESPONSIBLE for checking import laws in your country. We are not lawyers and will not answer questions regarding your local laws. … This site contains NO visual depiction of „lascivious exhibition(s) of the genitals or pubic area,“ clothed or unclothed.

Womit zwar klargestellt ist, dass die Firma Azov Films selbst zwar nur auf kanadisches und US-Recht geachtet hat. Aber auch, dass diese Kriterien nicht weniger streng waren als das, was auch nach der letzten Strafverschärfung deutsches Recht ist, also dass es keinerlei sexuelles Posieren gab.

Ein Kunde hatte also guten Grund, anzunehmen, dass alles was dort verkauft wird, auch in Deutschland legal ist. Der gesunde Menschenverstand sagt auch jedem, dass dies nicht bloß Tarnvorgaben waren, und solche Firmen, weil sie ständig mit Polizeikontrollen rechnen müssen, eher übervorsichtig agieren dürften.

Jufo-Leser hatten darüber hinaus noch Berichte über Details, die diesen Eindruck bestätigten. Am 11. April 2010, also etwa ein Jahr vor der Polizeiaktion, schrieb einer der Produzenten dazu folgendes:

Azovfilms verschickt seit Jahren seine DVDs unter Angabe des Absenders und hatte auch bereits mehrere polizeiliche Ermittlungen. Alles wurde eingestellt, azov wurde nicht einmal rechtskraeftig wegen irgendwas verurteilt. Waere azovfilms eine illegale Seite welche Kinderpornografie vertreibt waere es die erste KiPo-Seite welche seit 5 Jahren unter Angabe der vollen Adresse seine Produkte vertreibt und uebrigens sogar jede verkaufte DVD beim kanadischen Finanzamt versteuert.

Peter P zum Beispiel vertreibt Filme bei azov seit ueber 2 Jahren. Es gibt keinen mir bekannten Fall wo es zu irgendeiner Verurteilung aufgrund seiner Filme kam, weder in DE noch in England. Es gab 2008 einen Fall in DE wo ein Laptop beschlagnahmt wurde und der aber wieder mit samt dem Film frei von Konsequenz zurueckgegeben wurde.

Im Nachhinein schrieb er folgendes:

Es gab ja, wie geschildert, keine Veranlassung irgend etwas heimlich zu tun. Das Geschäft bestand bis zu den ersten Verhaftungen 2010 bereits sieben Jahre, mehrere Hausdurchsuchungen führten zu keiner Anklage bis dahin. Das Verhalten der Behörden entsprach vollauf den Einschätzungen der Anwälte. Somit war es auch in der Sache keine Problematik, wenn die Kunden ihre Kreditkarten zur Verfügung stellten. Die Spielregeln haben sich während des Spiels geändert. Wenn morgen bei allen JuFo-Usern die Kripo vor der Türe steht, weil ihnen plötzlich übernacht einfällt, dass das Gedankengut pädophiler Natur bereits einen Verdacht begründet, dann wirst du dich übermorgen auch nicht als Buhmann hinstellen lassen, weil du die Voraussetzungen zur Verfügung gestellt und/oder moderiert hast.

Sowohl die Aktion der kanadischen Polizei gegen Azov Films selbst als auch die Aktionen überall auf der Welt gegen Kunden von Azov Films haben somit den Charakter staatlicher Verbrechen: Durchsuchungen von Menschen, die lediglich, zumindest nach ihrer Überzeugung, legal gehandelt haben, und dies sowohl was die Produktion der Filme, als auch deren Verkauf, als auch den Kauf betrifft. In Rechtsstaaten wäre so etwas nicht möglich.

Auch in Deutschland widerspricht es jeglicher Rechtsstaatlichkeit, wegen des Kaufs legaler Filme Hausdurchsuchungen durchzuführen. Im Urteil des BVerfG 2 BvR 3044/09 heißt es:

Erforderlich zur Rechtfertigung eines Eingriffs in das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 Abs. 1 GG) ist der Verdacht, dass eine Straftat begangen wurde. Das Gewicht des Eingriffs verlangt dabei Verdachtsgründe, die über vage Anhaltspunkte und bloße Vermutungen hinausreichen. Ein Verstoß gegen diese Anforderungen liegt vor, wenn sich sachlich plausible Gründe für eine Durchsuchung nicht mehr finden lassen (vgl. BVerfGE 59, 95, 97; 117, 244, 262 f.). Eine Durchsuchung darf nicht der Ermittlung von Tatsachen dienen, die zur Begründung eines Verdachts erforderlich sind;

Ein legaler Kauf von FKK-Videos ist jedoch nicht mehr als ein vager Anhaltspunkt – es ist nicht mehr als die Vermutung, dass ein solcher Käufer pädophil sei, kombiniert mit der These, dass Pädophile oft auch illegale Pornographie besitzen.

Der Produzent der rumänischen Filme wurde zu drei Jahren verurteilt. Mainstream-Leser glauben, wegen Herstellung von Kinderpornographie. Sie irren sich, der Jufo-Leser weiß mehr. In http://www.jungsforum.net/messages/250056.htm schreibt er zum Urteil nämlich

Denn ich als Produzent mehrerer dieser Filmreihen war nicht von der Justiz mit dem Vorwurf konfrontiert, kinderpornograisches Material erstellt zu haben. Im Ermittlungsverfahren durchaus, das ist klar, aber nicht im Urteil. Die Presse schrieb natürlich nichts über das Urteil, nur über das Strafmaß.

sowie hier

die Anklage lautete am Ende „Herstellung von Bildaufnahmen in sexuellen Positionen“. Ein Strafparagraf welcher so nur noch in einigen Laendern Osteuropas existiert und Pornografie generell bekaempfen soll. Das Urteil fuer Peter P lautete Ende 2010 drei Jahre ohne Bewaehrung, die Mindeststrafe in diesem Strafparagrafen.

Wie geht es den Kindern?

Eine Frage, die von Berufsmissbrauchsopfern in Foren gern in diesem Zusammenhang gestellt wurde. Folgt man ihnen, sind auch die Kinder, die an FKK-Filmen teilnehmen, arme Opfer sexuellen Missbrauchs die davon schwer traumatisiert wurden. Die Leser des Jungsforums haben in diesem Fall das Glück, dass der Produzent der in Rumänien hergestellten Filme darüber ein paar Details schreibt. Hier ist vor allem Die wahre Geschichte von Peter P Productions zu empfehlen. Mir gefällt besonders die Geschichte wie es zu den ersten Nacktaufnahmen kam:

Diese Jungs machten also ein Wrestlingmatch in einem Plastikpool welcher mit etwas Wasser gefuellt war. Im Eifer des Gefechts und ohne Einmischung Dritter wurde die Rauferei auf eine spassige Weise so „wild“ dass Vlad’s Unterhose einriss und so an ihm herunterschlapperte dass seine Genitalien deutlich sichtbar wurden. Eine Tatsache die fuer Gelaechter und aufpeitschende Stimmung in der Gruppe sorgte. Peter signalisierte Vlad er solle doch ins Badezimmer und somit aus dem Filmwinkel der Aufnahme gehen. Doch er machte das Gegenteil, genoss die Aufmerksamkeit, fragte laut was die Aufregung ueberhaupt solle und zog unaufgefordert die ohnehin unbrauchbar gewordene Unterhose ganz aus, stand nackt da und fragte ohne jedes Anzeichen von Erroetung wer sich das ausser ihm sonst noch traue. Seine Antwort bekam er prompt, Alex war der Zweite und zehn Sekunden spaeter stand der Rest der Gruppe nackt da, lachte und groellte, die Filmkamera lief noch aber Peter hat die erste gefilmte Nacktszene unbrauchbar verwackelt.

Dass die Jungs auch von der Verbreitung im Netz wussten, geht hieraus hervor:

Natürlich wussten die Jungs bescheid warum und wofür wir das filmten. Jeden Freitag, nachdem wir bei mir angekommen sind aus ihrem Dorf, stürmten sie zum Computer, weil unter ihnen ein regelrechter Konkurrenzkampf bestand wer die besseren Kommentierungen bekam.

Was die Medien dazu schreiben

Einige Berichte, wie dieser Medienbericht im Toronto Star, malen natürlich ein ganz anderes, böses Bild. Hier kommen Jufo-Leser in den Genuss einer direkten Richtigstellung durch einen der Dargestellten:

Erstens hab ich gar keine Schwester (und hab sowas auch nie gesagt), zweitens war ich nach meiner Haftentlassung in dem Dorf und hab mit den allermeisten auch geredet, unaufgeregt und ganz normal, und meine Eier hab ich beide noch. Drittens hab ich heute erst noch Alex und seiner Mutter telefoniert um abzusprechen wo wir Weihnachten verbringen werden. Er klang nicht sonderlich traumatisiert und sie auch nicht. Ich habe bis auf eine Ausnahme Kontakt zu allen Jungs und bis auf Alex und Vlad war während der interviews keiner der Jungs zugegen. Da wurden fleissig Wörter in den Mund gelegt bzw Wörter im Mund verdreht.

Ein pikantes Detail dann hier:

Dass der Journalist Bestechungsgelder verteilte weiss ich definitiv, denn er traf sich mit meinem Anwalt und dieser sah, dass er eine ins Englische übersetzte Abschrift meiner Original-Anklageschrift dabei hatte. Von dort hatte er auch die Adressen der Jungs. An diese Anklageschrift kommen nur der Staatsanwalt oder Ich. Er KANN sie nur durch Bestechung eines Justizbeamten erhalten haben. Er zitiert auch nicht daraus in seinem Bericht, wohlwissend, dass er sie gar nicht haben dürfte.

Worüber die Medien natürlich nicht berichten, ist, wie die Polizei ermittelt:

Was den Jungen passierte erfuhr Peter erst einige Tage spaeter. Die Anhaltung des Fahrzeugs von Peter P war gegen 09.00 Uhr morgens, die Jungen wurden bis weit nach Mitternacht ohne Beisein der Eltern verhoert, von den Kriminalbeamten geschuettelt, gegeneinander ausgespielt und erpresst.

Der Leser muss wissen dass das Polizei- und Gerichtswesen in Osteuropa nicht dem Standart in Westeuropa entspricht. Aussagen muessen handschriftlich abgegeben werden, lt Gesetz natuerlich ohne aeussere Einflussnahme. Die Praxis sieht erwartungsgemaess anders aus. Polizisten diktieren unter Androhung einer Einweisung in ein Kinderheim und veraengstigte Kinder schreiben dann sechsseitige Aussagen die sie angeblich frei und ohne Einflussnahme eigenstaendig zu Papier gebracht haben sollen. Die Jungen wurden mit Aussagen der Polizisten konfrontiert, z. B. „der Lucian hat uns schon erzaehlt wie er (Peter P) euch allen den Schwanz gelutscht hat nach den Filmereien, du kannst es ruhig zugeben, und wenn nicht dann bekommst du eine Tracht Pruegel“.

Alle Jungen haben diese Vorgehhensweise bestaetigt, nicht nur vor Peter P nach dessen Haftentlassung, auch gegenueber dem Richter waehrend der Hauptverhandlung. Keiner der Jungen hat dem Druck und den boeswilligen Handlungen der Polizeibeamten nachgegeben, alle haben unabhaengig und getrennt von einander ausgesagt dass sie von Peter P zu keinem Zeitpunkt schlecht behandelt wurden.

Über Gründe, keinen Sex mit Kindern zu haben

In der heutigen Zeit gibt es eine Menge Gründe, keinen Sex mit Kindern zu haben.

Ein Grund könnte sein, dass man die These glaubt, dass Sex mit Erwachsenen selbst für die Kinder schädlich, oder zumindest gefährlich, sei. Klar – in diesem Fall kann man lediglich darüber streiten, ob das wirklich so ist, oder ob diese These genau solch ein Schwachsinn ist wie die vom Rückenmarkschwund oder so durch Onanieren. Wenn ich denke, dass etwas denen schadet, die ich liebe, tue ich das einfach nicht, Punkt.

Ein anderer Grund könnte sein, dass man die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, für zu groß und die Strafen für zu schlimm hält, dass man es aus reinem Selbstschutz heraus nicht tun will – es wäre einfach zu riskant für mich. Hier gibt es auch nichts weiter zu sagen – man könnte lediglich darüber streiten, wie riskant es wirklich ist. Als Grund, etwas nicht zu tun, ist die Abschreckung durch Strafe völlig ausreichend. Dies kann Menschen sogar von wirklich guten Taten, sogar von möglicherweise lebensrettenden Taten, abhalten. Es hält heute schon viele Menschen davon ab, mit fremden Kindern auch nur zu sprechen, ihnen gar zu helfen – denn dadurch könnte man in den Verdacht kommen, pädophil zu sein. Ob die Kinder wirklich Hilfe brauchen, ist in diesem Fall egal. Wenn sie halt krepieren, krepieren sie eben – wenn der eigene soziale Tod durch Pädophilieverdacht droht, wird das Schicksal eines fremden Kindes schnell zweitrangig.

Es gibt aber noch einen dritten Grund, keinen Sex mit Kindern zu haben. Der besteht in den Folgen für das Kind, wenn die Sache auffliegt. Auch dies ist ein legitimer Grund – etwas zu tun, was, wenn es auffliegt, den Geliebten und Partner schädigt, ist riskant, und wenn dieses Risiko zu groß ist, unterlässt man es natürlich, aus Verantwortung für den Geliebten.

Die Frage, um die es mir eigentlich geht, ist jedoch eine andere: Wie verhält sich jemand, der aus einem dieser Gründe beschließt, keinen Sex mit Kindern zu haben, gegenüber der Gesellschaft? Obwohl sich alle drei, im Prinzip, erst einmal gesetzeskonform verhalten, ist ihr Verhältnis zur Gesellschaft in allen drei Fällen völlig verschieden.

Wer annimmt, dass Sex mit Erwachsenen für Kinder auch dann schädlich ist, wenn die Kinder ihn selbst wollen, wird das Verbot von Sex mit Kindern billigen. Er hat kein Problem mit der Gesellschaft, im Gegenteil – er ist selbst bereit, mit denen zu kämpfen, die durch ihr Verhalten Kinder schädigen oder zumindest gefährden. Er ist Teil der Gesellschaft.

Anders der, der nur aus Angst vor Strafe abstinent bleibt. Er ist der Gesellschaft gegenüber feindlich gesinnt – sie hindert ihn daran, etwas zu tun, was er gerne täte. Würde nichts hinzukommen, würde sich die Gesellschaft auf das Verbot sexueller Handlungen beschränken, wäre jedoch keine besonders starke Emotion dahinter. Die Gesellschaft hätte ja immerhin einen, wenn auch sachlich falschen, Grund dafür – ihre These, dass dieser Sex schädlich oder gefährlich wäre. Er könnte darauf hoffen, dass sich irgendwann die Wissenschaft durchsetzt und diesen Quatsch auf den Abfallhaufen befördert, wo sie zusammen mit der Theorie von der flachen Erde und der vom Rückenmarkschwund durch Onanie hingehört. Es wäre kein Grund für Hass.

Ist es hingegen der dritte Grund – die Gefahr für die Kinder durch das, was die Gesellschaft ihnen bei der Aufdeckung antut, dann ist die natürliche Reaktion gegenüber der Gesellschaft Hass. Hass für das, was diese Gesellschaft denen antut, die man liebt.

Und die Entschuldigung, dass die Gesellschaft die Kinder angeblich vor Schaden bewahren will, spielt in diesem Fall keine Rolle mehr. Denn sie ist nicht mehr glaubhaft, nicht mal mehr als Irrtum. Oder wieso sollte jemand, der ganz bewusst erpresst wird, all seine Rechte als Angeklagter aufzugeben und alles zuzugeben, damit das Kind nicht zur Aussage gezwungen und auf diese Art geschädigt wird, reagieren? Er selbst verzichtet auf seine Rechte als Angeklagter, und damit seine Freiheit, damit dem Geliebten das Verhör vor Gericht erspart wird. Die Gesellschaft denkt nicht einmal daran, auf die Bestrafung zu verzichten, wenn das Kind nicht aussagen will – das Kind wird genötigt, vor Gericht auszusagen. Ob es dadurch geschädigt wird – weil es sich schuldig fühlt, dass sein Freund durch seinen Verrat im Knast landet, weil es lügt, weil es ihm zu peinlich ist, zuzugeben, dass es selbst den Sex wollte, weil seine intimsten sexuellen Wünsche hier vor völlig fremden Leuten ausgebreitet werden – es ist der Gesellschaft einfach egal.

Kann man solch einer Gesellschaft irgendwelche Achtung entgegenbringen? Auch nur die Achtung, die man einem Wahrheitssucher selbst dann entgegenbringt wenn er irrt – weil er wenigstens danach sucht? Nein. Diese Gesellschaft ist einfach nur ein verachtenswerter Haufen von Sadisten, Kinderschutz ist nur Vorwand, was in den Kindern vorgeht, ist dieser Gesellschaft egal. Oder etwa nicht? Was sollte ein Pädophiler, der auf einen wesentlichen Teil seines Glücks verzichtet, wegen dieser Untaten, die die Gesellschaft seinen Geliebten sonst antut, sonst denken?

Die drei Gruppen unterscheiden sich auch in ihrem Verhältnis zu Pädophilen die, im Gegensatz zu ihnen, Sex mit Kindern haben. Die erste Gruppe, die die Verurteilung der Gesellschaft teilt, macht bei der Verfolgung einfach mit. Wer nur aus Angst keinen Sex mit Kindern hat, wird mit solchen Pädophilen aber ohne Problem sogar eng befreundet sein – und sich vielleicht mit ihnen darüber austauschen, ob es nicht, in anderen Ländern beispielsweise, doch eine Möglichkeit geben könnte, mit nur geringem Risiko Sex zu haben. Die dritte Gruppe könnte moralische Vorbehalte gegenüber aktiven Pädophilen haben – schließlich setzen sie so Kinder einem Risiko aus. Die Verurteilung der Gesellschaft wäre aber deutlich stärker – schließlich geht der Pädophile nur ein Risiko ein, dass seine Freunde solchen Schikanen ausgesetzt werden, während die Gesellschaft sie solchen Schikanen direkt und gezielt aussetzt. Und der Pädophile, der das macht, wird ja, wenn es auffliegt, bestraft. Und das sehr viel härter, als er es dafür verdient hat, die Kids einem solchen Risiko ausgesetzt zu haben.

Die Pädophilen, die auf Sex mit Kindern verzichten, dürften daher eine sehr heterogene Gruppe sein. Es wäre dumm, sie zu einer einheitlichen Gruppe zusammenzufassen und da ein gemeinsames Label wie „Edelpädo“ draufzukleben. Dieses Label hat nur die erste Untergruppe verdient – die, die die Meinung der Gesellschaft übernehmen und sich an der Verfolgung der Pädophilen, die Sex mit Kindern haben, beteiligen.

Pädothemen sind ja nicht das Einzige, wo kräftig zensiert wird

Ganz aktuell wird der Held der westlichen Welt Chodorkowski auf allen Kanälen gefeiert. Die Feierartikel in der Zeit erreichten wohl den zweistelligen Bereich.

Da stört es natürlich, wenn nicht jeder mitfeiern will.

Was nun genau nicht nur zur Zensur

58. […]
Der Kommentarteil, auf den Sie Bezug nehmen, wurde entfernt. Bitte bemühen Sie sich, Kritik wenigstens ansatzweise zu begründen. Andernfalls handelt es sich lediglich um Unterstellungen und krude Theorien.

sondern zeitgleich zum sofortigen Rausschmiss führte, hab ich mir leider nicht abgespeichert. Im Wesentlichen hatte ich aber nur über ein paar nette Sachen über den „Kremlkritiker“ Chodorkowski selbst geschrieben. Sowas wie:

34. Sicher nicht zu Unrecht
„Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Mann zu unrecht 10 Jahre im Straflager verbracht hat und einer willkürlichen Laune eines häufig schlecht gelaunten russischen Präsidenten zum Opfer fiel.“

Nein, die besteht nicht.

Hab gerade gelernt wie er die ersten Millionen verdient hat. Ein Komsomolfunktionär gründet (neue Zeiten) eine Firma, die sich neben Spekulation mit Jeans und Schnaps (geschenkt) mit einer speziell-sozialistischen Form der Geldwäsche beschäftigt: Betriebe geben an seine Firma Gelder, die laut Gesetz nur für spezielle Zwecke ausgegeben werden dürfen, (seine Firma passt halt zum Zweck) und zahlt dafür rund 50%, die auch für andere Zwecke ausgegeben werden dürfen, zurück. Der Rest landet in seiner Tasche.

Die Bank „verwaltete“ wohl auch Hilfsgelder für Tschernobyl. Als Ch. sich später mal über irgendeinen großen Diebstahl einer anderen Bank aufregte (wollte wohl selbst einen Anteil) soll es gereicht haben, dass der andere ihn an die Tschernobyl-Gelder erinnerte, um das Problem zu klären.

Irgendwann beschäftigt sich die Bank mit der Privatisierung des Staatsvermögens. Sie verwaltet die Auktionen, d.h. sie überprüft, ob all die, die daran teilnehmen wollen, das auch dürfen und alle Dokumente richtig ausfüllen. Komischerweise bleiben da nicht viele Bewerber übrig. Firmen, die von der Bank selbst gegründet wurden.

1998 kriegte Ch. dann ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk – ein Gegner wurde ermordet. Von seinen Leuten.

38. Blutige Geburtstagsgeschenke
„Da hängt immer auch Blut dran“

Ich übersetze mal aus http://dbelyaev.ru/khodor…

„Bald begannen auch Verzögerung bei den Lohnzahlungen von Jukos. Und, batz, teilt man ihnen bevorstehende Lohnkürzungen mit. In der Stadt begannen Tausende zu demonstrieren. … Bürgermeister Petuchow nannte Jukos eine verbrecherische Organisation … Insgesamt nahmen 25000 Leute, ein Viertel der gesamten Bevölkerung der Stadt, an den Demonstrationen teil.
Nach drei Tagen, auf dem Weg zur Arbeit, wurde der Bürgermeister ermordet.“

http://ru.wikipedia.org/w… schreibt dazu: Der Mord fand an Chodorkowskis Geburtstag statt, was von vielen Beobachtern als „Geburtstagsgeschenk“ klassifiziert wurde.

Dann wollte ich noch einen kleinen Kommentar zum netten Artikel zu einer von Chodorkowski gegründeten Geldwäschebank auf Antigua schreiben, aber da war ich schon rausgeschmissen.

Was war das bloß? Ach ja, da war so ein Kommentar, dass Chodorkowski die deutsche Presse gleichgeschaltet hätte. Da hatte ich mir erlaubt, zu widersprechen. Schließlich war die ja auch vorher schon gleichgeschaltet. Als Beispiel hatte ich da – nein, nicht was ihr denkt, das Pädothema – nein, nur die Darstellung der Al Qaida-Ableger als „Freiheitskämpfer“ im Syrienkrieg genannt.

Tja, so schnell fliegt man raus heutzutage. Ganz schön empfindlich geworden, die Jungs. Getroffene Hunde zensieren, sag ich mal.

Zur Kommentarzensur in Online-Zeitungen

Wie eine Diskussion abgewürgt wurde

In unserer Medienwelt haben Pädophile es extrem schwer, überhaupt mal zu Wort zu kommen. In den Medien selbst haben sie dazu gar keine Chance. Die einzige Art, in der Pädophile zu Wort kommen, zumindest wenn sie nicht konforme Positionen vertreten, sind etwa zweiminütige Ausschnitte, in denen sie besonders schlecht aussahen, aus stundenlangen Interviews – eine für politische Hetze beliebte Technik, gegen die sich nur geschulte Profis einigermaßen wehren können.

Was bleibt, um in den Medien zu Wort zu kommen, sind daher Kommentare in den Online-Angeboten der Medien. Was der normale Kommentator als harmlose Kleinigkeit abbucht – nämlich die Zensur durch die Moderation – ist für uns Pädophile daher von größerer Bedeutung. Schon deswegen halten pädophile Kommentatoren sich bei den üblichen Vergehen – wie Beschimpfungen anderer Kommentatoren – weitgehend zurück und kommentieren höflich und sachlich, und freuen sich schon darüber, dass rein sachliche Informationen durch die Kommentarzensur durchkommt.

Dies ist allerdings mit Sachlichkeit und Höflichkeit allein nicht zu erreichen. Denn zumindest ein Teil unserer Gegner – ich nenne diese Gruppe hier „Feminazis“ – will nämlich genau das verhindern: Sachliche Information über Pädophilie wird als eine Bedrohung angesehen, die ihre eigene Hetze gegen Pädophile gefährden könnte.

Die aktuelle Diskussion, die hier mit einer Zensur sachlicher Informationen zu Pädophilie endete, ist in dieser Hinsicht lehrreich. Nicht nur, weil sie die Methoden, mit denen die Feminazis arbeiten, bloßstellt. Sie kann auch richtungsweisend sein für die Möglichkeit der Verbreitung von sachlicher Information über Pädophilie in Online-Kommentaren der Medien generell. Denn hier hatte sich kurz vorher schon etwas getan: Einige Redaktionen, neben der Zeit beispielsweise auch die taz und die FAZ, hatten aus Anlass der Pädophiliedebatte bei den Grünen in ihren Kommentarforen sachlich argumentierende Pädophile zu Wort kommen lassen. Hier ist nun die Zeit davon wieder abgegangen. Dies könnte Signalwirkung nicht nur für die zukünftige Zensurpolitik der Zeit haben.

Die Diskussion lief erstmal ganz unproblematisch. Mein Pseudonym „Denis L“ erhielt sogar zwei Redaktionsempfehlungen. Die Feminazis waren, wie üblich in solchen Diskussionen, argumentativ natürlich auf der Verliererstraße (wo sonst). Und machten natürlich das, was in solchen Fällen üblich ist – also persönliche Angriffe gegen mich. Und sie forderten Zensur. Die Redaktion zeigte sich jedoch ungerührt, ich natürlich erst recht, bin sowas ja gewohnt. Die Diskussion setzte sich fort.

Bis dann die Feminazis dazu übergingen, die Redaktion offen anzugreifen, und zwar auf folgende Art:


Da muß ich gestehen, da kommen dann schon so Phantasien und Fragen hoch, ob in der Redaktion selbst Befürworter der Legalisierung der Pädophilie sitzen. Ich möchte es nicht unterstellen, aber das kommt dabei raus, wenn man den Sinn des Unterfangens nicht versteht.

Da wäre mal eine Stellungnahme Seitens der Redaktion nicht schlecht gewesen.

Und dann gleich noch eins drauf:


… hier wird nicht nur wieder mal den Tätern viel Raum gegeben, sondern auch noch eine Menge Material geliefert, um potentielle Täter zu verleiten. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Im Prinzip macht sich ZO gerade sehr, sehr schuldig, sollte nur ein einziger Pädophiler durch diese kruden Thesen von seinem Vorhaben, es nicht zu tun abkommen und mit einem Kind eine sexuelle Beziehung eingehen.

Nennt man sowas nicht Beihilfe?

Das war dann genug für die Redaktion. Sie knickte ein:


Teildiskussion zur Pädophilie
Sehr geehrte Damen und Herren,

es widerspricht ausdrücklich unserer Agenda, Kommentare zuzulassen, die sexuelle Übergriffe auf sexuell unmündige und schutzbefohlene Personen legitimieren. Bitte weisen Sie uns auf solche Äußerungen umgehend per Bedenklichmeldung oder per Nachricht an community@zeit.de hin.

Die hier eindeutig aus dem Ruder gelaufene Teildiskussion um die Pädophilie wird die Moderation umgehend unterbinden. Von weiteren Beiträgen zu dieser Teildiskussion bitten wir darum unbedingt abzusehen.

Konsequenterweise – wenn man schon kuscht, dann richtig – hat die Redaktion dann auch noch die schon vergebenen Redaktionsempfehlungen für „Denis L“ wieder zurückgenommen, und den Account „Denis L“ gebannt.

Die Totalitarismusskala: Grade der Degeneration in einer Diskussionskultur

Um eine neutrale Bewertung dieser „Argumentationslinie“ der Feminazis zu ermöglichen, schlage ich eine Skala für die Degeneration einer Diskussionskultur vor, die man „Totalitarismusskala“ nennen könnte, weil der maximale Degenerationsgrad erst in einer totalitären Gesellschaft erreicht wird. Als Degenerationsskala muss sie mit 0 beginnen – mit der nicht degenerierten Diskussionskultur.

Grad 0: Zivilisierte Diskussion wie man sie aus der Wissenschaft kennt

Ziel aller Teilnehmer an der Diskussion ist die Wahrheitsfindung. Unterschiedliche Positionen werden dabei als unvermeidbarer Teil des Prozesses der Wahrheitsfindung angesehen. Trotzdem legt auch jeder einzelne Teilnehmer Wert darauf, alle für die konkrete Frage wesentlichen Positionen und Argumente – einschließlich derer, die er ablehnt – selbst fair, und so gut wie möglich, darzustellen. Bereits das Fehlen einer angemessenen Darstellung der wichtigen Argumente der Gegenposition wird als Verstoß gegen die Regeln eines fairen Disputes betrachtet.

Grad 1: Inhaltliche kontroverse Diskussion

Hier gibt es keine Ansprüche mehr an den einzelnen Diskussionsteilnehmer an eine eigene Darstellung fremder Positionen. Dies wird den Verteidigern der jeweiligen Positionen selbst überlassen. Es existieren lediglich noch Standards, die eine Verzerrung der Positionen von Opponenten verbieten. Während beim Grad 0 der Vertreter anderer Positionen als Freund mit demselben Ziel – der Wahrheitsfindung – gesehen wird, wird er hier schon als Gegner gesehen. Trotzdem bleibt die Diskussion auf die Inhalte beschränkt, persönliche Angriffe gegen die Opponenten (ad hominem Attacken) gelten noch als Verstoß gegen die Regeln eines zivilisierten Disputes.

Grad 2: Demokratische Diskussion

Hier gibt es keine Ansprüche mehr darauf, sich auf inhaltliche Argumentation zu beschränken oder Positionen des Gegners fair darzustellen. Ad hominem Attacken sind üblich. In Gesprächen fällt man sich gegenseitig ins Wort. Trotzdem wird der Opponent selbst noch nicht bedroht.

Eine einigermaßen erträgliche Diskussion ist jedoch nur noch unter Zuhilfenahme von Moderatoren möglich. Die Moderatoren versuchen, Auswüchse der Diskussion zu stoppen. Sie selbst werden als neutrale Schiedsrichter akzeptiert und selbst nicht attackiert.

Grad 3: Diskussion mit Bedrohungen von Opponenten

Hier werden die Opponenten nicht nur beschimpft, es gibt auch keine Hemmungen mehr vor expliziten Drohungen.

Wegen der Gefahr von persönlichen Angriffen treten die Opponenten in der Regel nur noch anonym auf. Ist dies unmöglich, ist die Diskussion nicht mehr möglich. Auch die Moderatoren sind nicht mehr immun vor persönlichen Angriffen, werden selbst jedoch noch nicht bedroht.

Grad 4: Verhinderung von Diskussion mit Opponenten durch Bedrohung der Moderatoren

Hier werden nicht nur die Opponenten bedroht, sondern auch die Moderatoren, falls sie die Opponenten überhaupt zu Wort kommen lassen.

Diskussion ist nur noch möglich, wenn nicht nur die Opponenten, sondern auch die Moderatoren selbst anonym sind. Lediglich Teilnehmer, die in solchen Foren konsequent die Parteilinie vertreten, sind noch vor persönlichen Angriffen sicher.

Diskussionen mit öffentlich bekannten Teilnehmern beschränken sich auf Diskussionen zwischen Gleichgesinnten über die Bekämpfung der Opponenten, die Opponenten selbst sind aus den Diskussionen völlig ausgeschlossen.

Grad 5: Totale Verhinderung von Diskussion mit Opponenten

Hier werden sogar Teilnehmer an anonymen Foren angegriffen, die überhaupt noch mit den Opponenten sprechen. Daher müssen auch die Teilnehmer auf Seiten der Parteilinie sich durch Anonymisierung vor Verfolgung schützen.

Diskussionen mit öffentlich bekannten Teilnehmern sind nur noch über verschiedene Varianten der Parteilinie möglich.

Grad 6: Totale Verhinderung von Diskussion über die Parteilinie

Eine Diskussion über die Parteilinie findet öffentlich nicht mehr statt. Offene Abweichler von der Parteilinie werden genauso verfolgt wie Opponenten. Beide sind persönlich bedroht und gelten als Gegner. Die einzigen öffentlich erkennbaren Unterschiede sind unvermeidliche Unterschiede in der Interpretation der aktuellen Parteilinie.


In dieser Degenerationsskala ist die obige Attacke eine Degeneration der Stufe 4. Mit einer Menge gutem Willen könnte man noch von Stufe 3 sprechen. Aber die Behauptung, man selbst würde Pädophile unterstützen, sowie die Unterstellung von Beihilfe sind beim heutigen Meinungsklima schon harte persönliche Angriffe, selbst wenn die Unterstellung der Beihilfe eher polemischen Charakter hatte und kaum zu einer realen Bedrohung in Form von polizeilichen Ermittlungen führen könnten.

Bei maximal 6 Stufen ist dies schon ein recht hoher Grad. Sicher kann man bei solchen Skalen einwenden, dass in ihnen eine Menge Willkür steckt, da man sicherlich noch weitere Zwischenstufen einfügen könnte. Doch würde eine solche Modifikation viel ändern? Fakt ist, das Ziel der Attacken war, jede inhaltliche Diskussion unter Beteiligung von Pädophilen zu verhindern. Und dies mit allen verfügbaren Mitteln, bis hin zu persönlichen Angriffen auf die Redaktion. Der totalitäre Charakter einer solchen Aktionsweise ist offensichtlich genug.


Was folgt nun aus dieser Attacke? Klar ist eins: Die Attacke selbst war hier erfolgreich, also wird man sie wiederholen. Und dies nicht nur bei zukünftigen Kommentardiskussionen in der Zeit, sondern auch in allen anderen Zeitungen, wenn immer die Moderation nicht schon von vornherein auf Linie ist und jeden Pädophilieverdächtigen von sich aus herausschmeißt.

Was ich hier tun kann, ist zweierlei: Einerseits kann ich die Redaktionen hier mit Argumenten versorgen, die dafür sprechen, Pädophile in den Kommentaren zu Wort kommen zu lassen. Andererseits kann ich sie darüber informieren, was wir Pädophilen tun können, und wohl auch werden, wenn sie sich anders entscheiden.

Warum man mit Pädophilen diskutieren sollte

Pädophile können nichts dafür, dass sie pädophil sind. Als Jugendliche stellen sie fest, dass sie nicht mehr nach Sexspielen mit Gleichaltrigen streben, sondern sich in Jüngere verlieben, ohne dass sie selbst dies irgendwie beeinflussen könnten. Erst einmal sind sie damit völlig isoliert. Früher waren sie dies auch lange. Aber heute, im Zeitalter des Internet, ist dies nicht mehr so. Es gibt genügend Foren für Pädophile im Netz, wo man sich anonym anmelden kann und erst einmal genauso anonym Kontakt zu anderen Pädophilen findet. Der isolierte Pädophile ist heute Vergangenheit. Dies merken auch die Pädophilenforen selbst, in denen sich immer häufiger schon Jugendliche anmelden. Die Entstehung von Gruppen von Pädophilen im Netz, aus denen sich dann zumindest in größeren Städten auch persönliche Freundeskreise entwickeln, ist praktisch nicht mehr zu verhindern. Auch gesellschaftlich akzeptierte Angebote für Pädophile wie das Charité-Projekt „Kein Täter werden“ ändern nichts daran, dass Pädophile auch Kontakt zu anderen Pädophilen suchen und finden werden. Im Gegenteil, auch Gruppentherapien im Rahmen solcher Projekte tragen dazu bei. (Dies ist auch gut so, denn der isolierte Pädophile dürfte eine größere Gefahr darstellen als der in eine Szene integrierte.)

Mit dem Kontakt zu anderen Pädophilen finden die Pädophilen aber auch Zugang zu all den Argumenten für oder wider Sex mit Kindern, die in der Pädophilenszene bekannt und verbreitet sind. Diese Argumente berücksichtigen natürlich all die Argumente gegen pädophile Beziehungen, die in den Mainstreammedien präsent sind – dies schon deshalb, weil sie sowieso allen Pädophilen bekannt sind, aber auch, weil sie die Basis sind, von der Neulinge in der Szene, die bisher nichts als Mainstreammedien zum Thema gelesen haben, ausgehen. Diese Argumente werden also innerhalb der Pädophilenszene beantwortet, mit Gegenargumenten der verschiedensten Art.

Diese Argumente der Pädophilen kommen in den Mainstreammedien jedoch, unabhängig von ihrer inhaltlichen Qualität, gar nicht vor. Wo diese Argumente selbst aber totgeschwiegen werden, kommen auch die Gegenargumente dazu nicht vor. Schließlich müsste man ja, um ein Gegenargument vorzubringen, das Argument selbst zumindest nennen – aber das Nennen des Arguments wird ja bereits zensiert.

Eigentlich bleiben in solch einer Situation nur zwei konsistente Positionen: 1.) Die Argumente der Pädophilen selbst sind richtig. Dann ist die Zensur aber Unrecht der schlimmsten Sorte, nämlich Zensur, in der Lügen verbreitet werden, aber Widerlegungen dieser Lügen zensiert werden. 2.) Die Gegenargumente gegen die Argumente Pädophiler sind richtig. In diesem Fall ist die Zensur auch schädlich, da sie die Verbreitung dieser Gegenargumente mitverhindert. Und dies, ohne die Verbreitung der in diesem Fall falschen Argumente Pädophiler zu behindern, denn diese Argumente werden bereits in der zensurresistenten Pädophilenszene verbreitet, und den Kontakt zu dieser Szene findet heute jeder Pädophile der danach sucht.

Die Wahrheit wird natürlich dazwischen liegen, in dem Sinn, dass einige der Argumente Pädophiler falsch sind und andere richtig. Da in beiden Extremen die Zensur falsch ist, ist die Zensur natürlich auch bei allem was dazwischenliegt falsch.

Auswirkungen auf die nichtpädophile Gesellschaft

Es gibt Argumente Pädophiler, die für die Gesellschaft als solche wichtig sind.

Da ist einmal dass sich Pädophile in den Medien als falsch, viel zu negativ, dargestellt sehen, und dies in einem Grad, den sie selbst als Hetze klassifizieren. Dies ist durchaus wichtig für die Mehrheit, denn wozu ein falsches Feindbild führen kann, wissen wir aus der Geschichte, von den Hexenverbrennungen über nationalistische Hetze, die zu Weltkriegen geführt hat, bis hin zu Rassismus und Antisemitismus.

Ein Element der Verteufelung pädophiler Beziehungen, welches der Gesellschaft als Ganzes schadet, ist, dass viele Erwachsene sich nicht einem Verdacht, pädophil zu sein, aussetzen wollen, und daher auf freundschaftliche Beziehungen zu Kindern zunehmend verzichten. Dabei könnten solche Freundschaften, gerade auch zu nichtpädophilen Erwachsenen, eigentlich eine zentrale Rolle bei der Verhinderung wirklichen Missbrauchs spielen.

Ein weiteres für die Gesellschaft als Ganzes wichtiges Argument ist, dass durch die heutige Strafverfolgung von Pädophilen der Rechtsstaat als solcher bedroht wird. Dies passiert durch Verstoß gegen verfassungsmäßige Grundprinzipien der Strafverfolgung wie dem Schuldstrafrecht als solchem, dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit von Strafandrohungen und insbesondere auch dem Übermaßverbot. Auch der Schutz der Privatsphäre ist gefährdet, beispielsweise durch Hausdurchsuchungen bereits wegen des Verdachts des Besitzes von Bildern, aber auch durch die Nötigung von kindlichen Zeugen, Details über ihr Intimleben zu berichten.

Dies alles sind Punkte, die jeden, der sie vorbringt, heute unter Pädophilieverdacht bringen können. Sie werden also kaum vorgebracht, wenn man Pädophile (oder solche unter Pädophilieverdacht) gar nicht erst zu Wort kommen lässt. Und dies bedeutet nicht nur, dass heutige Verzerrungen nicht rückgängig gemacht werden, sondern dass sie sich tendenziell noch verstärken werden, da einem Vorschlag zur Verschärfung kein angemessener Widerstand entgegengesetzt wird.

Auswirkungen der Zensur auf die Pädophilen

Die Auswirkungen auf die Pädophilen sind anderer Art.

Konfrontiert mit ihren eigenen Gefühlen für Kinder, ergänzt durch die Argumente anderer Pädophiler, kann sich kein Pädophiler mit dem Bild des Pädophilen, wie die Mainstream-Medien es zeichnen, identifizieren. Dies, ergänzt durch das Fehlen jeder Möglichkeit, das, was nach ihrer Überzeugung Fehldarstellungen sind, auch nur in Kommentaren zu kritisieren, führt zu einer recht eindeutigen Verurteilung der Mainstream-Medien als Hetzmedien. Auch in den demokratischen Parteien haben Pädophile keine Chance für Unterstützung – die Grünen werden noch heute schon dafür angegriffen, dass sie vor dreißig Jahren Pädophile in ihren Reihen gerade mal geduldet haben.

Pädophile sehen in so einer Situation keine Chance auf eine gerechte Behandlung in der heutigen demokratischen Gesellschaft. Sie sind daher offen für antidemokratische Bewegungen der verschiedensten Art. Der Autor dieses Blogs, ein erklärter Anarchist, ist ein Beispiel dafür. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei Pädophilen fast immer um Männer handelt, noch dazu um Männer, die meist unverheiratet sind, und daher nur geringe Familienbindung haben, und deren Bindung zur eigenen Familie auch unterdurchschnittlich ist (nur wenige Pädophile sind sich sicher, dass ihre Familie auch dann noch zu ihnen steht, wenn ihre Pädophilie bekannt wird, und viele Familien brechen in diesem Fall Kontakt zu Pädophilen ab) dürften die Pädophilen als Zielgruppe für extremistische Einflüsse besonders geeignet sein.

Obwohl ich selbst natürlich auch dann Anarchist bleiben würde, wenn Pädophile in Kommentarforen frei diskutieren dürften, würde dies die konkreten Formen meines Kampfes gegen diese Gesellschaft doch etwas verändern. Es macht schon einen Unterschied, ob man Hetze einfach so unkommentiert stehen lassen muss, oder ob man ihr wenigstens in Kommentaren widersprechen darf. Dies ist durchaus auch ein emotional wichtiger Unterschied – Lügen unkommentiert stehenlassen zu müssen erzeugt schon Wut. Das kann der Unterschied zwischen Gegnerschaft und blankem Hass sein, ein Unterschied, der, zwar nicht bei mir, aber vielleicht bei dem einen oder anderen Pädophilen zum Unterschied zwischen gewaltfreiem Widerstand und Gewalt werden kann.

Die Gegnerschaft zu den Mainstreammedien ist allerdings nur ein Aspekt. Es gibt noch einen anderen Aspekt. Das ist die Auswirkung auf die internen Diskussionen innerhalb der Pädophilenszene. Dort existiert durchaus eine lebhafte interne Diskussion. Neulinge kommen beladen mit den Vorurteilen, die die Hetze in ihnen aufgebaut hat, in der Szene an. Sie werden dort mit einem Gegenbild konfrontiert. Aus dem sich selbst für seine Neigung hassenden Jugendlichen kann dann ein seine Neigung akzeptierender Pädophiler werden, der normalerweise zumindest Freundschaften zu Kindern sucht. Ob er dann für diese Freundschaften auch erotische und sexuelle Elemente zulässt, und wenn ja welche, hängt vor allem davon ab, für wie gefährlich er diese, für sich selbst wie für die, die er liebt, hält. Nur, wird er diese Gefahren richtig einschätzen?

Sicher, rein subjektiv werden die Pädophilen versuchen, hierbei die Wahrheit zu finden. Eine falsche Entscheidung kann ja katastrophale Auswirkungen für alle Beteiligten haben. Trotzdem, auch wenn ich die Rolle dieses Elements in der öffentlichen Diskussion für klar übertrieben halte – es ist natürlich nicht völlig auszuschließen, dass man sich dabei etwas zurechtlügt, um die eigenen Bedürfnisse leichter befriedigen zu können.

Welche Rolle diese Gefahr spielt, ist nur schwer abzuschätzen. Leicht abzuschätzen ist jedoch, dass eine rein pädo-interne Diskussion dieser Fragen zu 100% mit diesem Problem belastet ist. Eine Diskussion in Kommentarforen wäre hingegen in dieser Hinsicht nicht belastet, da an ihr auch Nichtpädophile und Opfer sexueller Gewalt teilnehmen. Von diesen Teilnehmern könnten Argumente kommen, die heute möglicherweise nirgends zu finden sind: In den Mainstreammedien nicht, weil es um Probleme geht, die nach offizieller Ideologie gar nicht existieren, weil es um Gegenargumente gegen Argumente geht, die in den Mainstreammedien zensiert werden und daher dort gar nicht beantwortet werden können. In den internen pädophilen Foren nicht, weil Nichtpädophile sich nur in seltenen Ausnahmen an Foren von Pädophilen beteiligen, und diese seltenen Ausnahmen sind dann meist solche, die eigene positive Erinnerungen an eine pädophile Beziehung in ihrer Kindheit haben.

Ich habe dies hier so ausführlich dargelegt, weil es zeigt, dass eine der beiden Attacken auf die Redaktion völlig fehlgeht:

… hier wird nicht nur wieder mal den Tätern viel Raum gegeben, sondern auch noch eine Menge Material geliefert, um potentielle Täter zu verleiten. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Im Prinzip macht sich ZO gerade sehr, sehr schuldig, sollte nur ein einziger Pädophiler durch diese kruden Thesen von seinem Vorhaben, es nicht zu tun abkommen und mit einem Kind eine sexuelle Beziehung eingehen.


Der Punkt, den die Feminazis hier verfälscht haben, ist, dass die Argumente, die Pädophile verleiten könnten, ihnen ja schon lange bekannt sind. Sie kennen sie ja schon aus ihren eigenen Foren. Was sie möglicherweise nicht kennen, und vielleicht nur hier, in einer Diskussion mit Nichtpädophilen, kennenlernen könnten, wären die Gegenargumente dazu. Denn diese Gegenargumente finden sich ja in den Pädoforen vielleicht nicht.

Ein Ausblick in die Zukunft der Mainstreampresse

Soweit die allgemeinen Gründe, warum man für eine öffentliche Diskussion mit Pädophilen sein sollte. Ich gebe mich allerdings keinen großen Illusionen hin, was den Wert solch allgemeiner Interessen betrifft. Wenn es auch nur den geringsten persönlichen Grund gibt, wird heute jeder Journalist (falls Sie ein Journalist sind, sorry für diese pauschale Unterstellung – ich habe in Ihrer Presse aber auch nur Unterstellungen über Pädophile gelesen, und wäre froh, wenn Sie eine Ausnahme von dieser Regel wären) darauf pfeifen. Und den persönlichen Grund gibt es natürlich – die Unterstellung, man sei ein Unterstützer von Pädophilen wiegt schwer heutzutage.

Worauf könnten wir also hoffen? Vergessen wir Mut und Überzeugung eines einzelnen Redakteurs, bei dem noch irgendwelche liberalen Überzeugungen von Redefreiheit überlebt haben könnten. Er würde sehr schnell von der Zeitung selbst zurückgepfiffen werden. Wenn es nicht Interessen der Zeitungen selbst gäbe. Interessen, die durchaus im Konkurrenzkampf mit anderen Zeitungen wichtig werden könnten.

Denn die Online-Kommentare in den Zeitungen stellen ein wichtiges Bindeglied dar zwischen der klassischen Zeitung und der Zukunft im Internet. Die klassischen Artikel, die auch heute noch auch auf Papier ausgedruckt werden, und die daher auch in ihren Online-Versionen papierkompatibel sind, ändern ja nicht viel an der Zeitung. Die Kommentare, in denen die Artikel inzwischen oft genug nicht nur kritisiert, sondern ergänzt werden, durch weitere Argumente und Hintergrundinformationen, oft genug (wo dies zugelassen ist) durch Verlinkung von relevanten Quellen, sind hingegen etwas qualitativ Neues.

Und in diesem Zusammenhang wage ich eine Prognose: Die Qualität der Kommentarforen wird in Zukunft wichtig sein für den Ruf der Zeitung insgesamt. Und für die Qualität der Kommentarforen ist die Qualität der Moderation zentral. Dass dabei, beim heutigen Niedergang der Kultur zivilisierter Diskussion, moderiert werden muss, steht außer Frage. Beschimpfungen vertreiben schnell gute Kommentatoren und bringen auch dem Leser nichts, sie zu löschen ist daher sinnvoll und wichtig. Eine ganz andere Frage ist, wie sachlich formulierte inhaltliche Kritik behandelt wird. Wenn hier zu viel zensiert wird, fällt dies auf, und wird nicht geheimzuhalten sein. Und es beschädigt den Ruf der Zeitung. Eine Qualitätszeitung braucht in ihren Kommentaren keine inhaltliche Kritik zu fürchten, im Gegenteil, diese Kritik hilft den Journalisten, es beim nächsten Mal besser zu machen, korrigiert Fehler, weist auf interessante Quellen zur behandelten Frage hin und erwähnt wichtige Argumente, die unterschlagen wurden.

Um gute Kommentatoren zu haben, muss die Zeitung selbst attraktiv für solche Kommentatoren sein. Dazu gehört eine transparente und in ihrem Verhalten voraussagbare Moderation. Dazu gehört aber vor allem auch, dass sachliche, inhaltliche Beiträge nicht zensiert werden.

Dies zuzulassen, und dabei selbst persönliche Angriffe auf Moderatoren wie hier in Kauf zu nehmen, ist eine Entscheidung, die nicht der einzelne Moderator fällen muss, sondern die Redaktion als Ganzes. Es sollte denen, die diese Entscheidung fällen, klar sein, dass dies eine Entscheidung ist, die Mut erfordert. Aber gerade deshalb ist es auch eine Entscheidung, die, wenn man sich dazu durchgerungen hat, der Zeitung einen erheblichen Vorteil im Konkurrenzkampf mit all den Zeitungen gibt, die sich das nicht trauen und Kommentare mit politisch unerwünschten Positionen zensieren.

Die Frage steht in dieser Form natürlich nur bei Zeitungen, die einen Qualitätsanspruch haben. Unterschichtzeitungen wie BILD oder BZ brauchen sich in dieser Hinsicht keinen Kopf zu machen, sie schreiben ihre Hetzartikel über Kinderschänder und sind mit „Schwanz ab“-Kommentaren voll zufrieden, es würde sie höchstens Leser kosten, wenn sie Pädophile unzensiert zu Wort kommen lassen.

Leser mit höheren Qualitätsansprüchen reagieren in dieser Hinsicht jedoch anders. Sie wollen informiert werden, sie wollen meist nicht nur Artikel vorgesetzt bekommen, die ihre Vorurteile nur bestärken, sondern auch Informationen bekommen, die ihren bisherigen Vorstellungen möglicherweise widersprechen, und ihnen so Stoff zum Nachdenken geben. Solche Leser werden Zeitungen vorziehen, die einen Ruf haben, inhaltliche, sachliche Kommentare nicht zu zensieren, selbst wenn sie aus ungeliebten Ecken kommen.

Dies sind also meine Empfehlungen an Zeitungen mit Qualitätsanspruch:

1.) Entscheiden Sie sich für eine sofortige Veröffentlichung von Kommentaren ohne Vorzensur. Machen Sie die Zensur transparent, indem Sie klare Regeln aufstellen, was zensiert wird, sich auch daran halten, und die zensierten Kommentare durch eine Begründung für die Zensur ersetzen. Die Zeit kann hier als Beispiel dienen.

2.) Entscheiden Sie sich dafür, sachliche, inhaltliche, argumentative Kommentare auch dann nicht zu zensieren, wenn sie politische oder sonstige Richtungen unterstützen, die Ihre Zeitung selbst nicht unterstützen will. Seien Sie sich dabei darüber im Klaren, dass dies auch zu persönlichen Angriffen auf die Moderatoren führen kann, und seien Sie auf solche Angriffe vorbereitet. Sie können Ihre Moderatoren durchaus vor solchen Anschuldigungen schützen, insbesondere indem Sie klare Regeln für die Moderation vorgeben, die es verbieten, sachliche, themenbezogene Kommentare zu zensieren, selbst wenn sie Richtungen unterstützen, die die Zeitung selbst nicht unterstützt.

Wie wir reagieren könnten, wenn wir wieder ausgesperrt werden

Uns Pädophilen ist natürlich klar, dass wir mit solchen Appellen nicht viel erreichen werden. Aber wir sind nicht mehr so hilflos wie im vorigen Jahrtausend, wir können uns auch wehren. Denn es gibt inzwischen ein Internet, und das ist stark genug, sich gegen Desinformation aus den Mainstreammedien zu wehren.

Wie kann man sich gegen inhaltliche Kommentarzensur wehren? Ganz einfach, mit einem Kommentarzensur-Blog. Der könnte folgendermaßen funktionieren: Er würde Kommentare, die von der jeweiligen Zeitung zensiert werden, obwohl sie gar nicht gegen die Redaktionsrichtlinien für Kommentare verstoßen, sondern sachliche, inhaltlich wertvolle Beiträge darstellen, veröffentlichen. Einreichen könnte man Kandidaten dafür per email an die Betreiber des Blogs. Die suchen sich dann die schlimmsten Verstöße der Zeitung gegen die eigenen Richtlinien aus und veröffentlichen diese. Je mehr die Zeitung in der Kommentarzensur über ihre eigenen offiziellen Richtlinien hinausgeht, desto peinlicher wären die Einträge in diesen Blog für den Ruf dieser Zeitung.

Eine echte Chance, sich dagegen zu wehren, hat die Zeitung kaum. Das Einzige, was sie machen kann, ist, entsprechend fair nach ihren eigenen Kommentarregeln zu moderieren. Da diese Reaktion ja auch das Ziel eines solchen Blogs ist, liefe das aber nicht unter „sich dagegen wehren“.

Auf der sicheren Seite ist sie dann, wenn diese Regeln schärfer formuliert sind als die aktuelle Moderation sie dann durchsetzt. Ob dies der Fall ist, werden die Pädophilen dann in aller Ruhe ausprobieren können. Mit sehr höflichen, sehr sachlichen Kommentaren, die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten zitieren, mit Links oder Verweisen zu den Quellen. Jede Zensur eines solchen Zitats aus einer wissenschaftlichen Arbeit ist dann im Kommentarzensur-Blog willkommen. Was genau der Inhalt ist, ist dabei irrelevant – schon der Fakt, dass Zitate aus wissenschaftlichen Arbeiten zensiert werden, wäre für eine Zeitung, selbst mit nicht allzu hohen Qualitätsansprüchen, blamabel genug.

Schon dies wäre für uns Pädophile ein wichtiger Teilerfolg – denn ein sehr wichtiger Bestandteil der Hetze gegen Pädophile ist es ja, dass Ergebnisse der Wissenschaft keineswegs neutral in den Medien dargestellt werden, sondern, wenn überhaupt, dann extrem verzerrt, während wichtige Ergebnisse in den Medien gar nicht auftauchen. Die Möglichkeit, in Kommentaren die wissenschaftlichen Fakten richtigzustellen, ist uns daher wichtig genug, um uns dafür einzusetzen.

Sicher könnte die Redaktion versuchen, explizit, mit Hilfe restriktiver Regeln speziell auch gegen etwas, was man als „Legitimierung von Kindesmissbrauch“ diffamieren könnte, gegen Kommentare Pädophiler vorzugehen. Nur, wird dies helfen? Denn natürlich wird auch in diesem Fall die Grenze ausgetestet, und somit auch öffentlich gemacht, was genau die Redaktion alles zensiert unter dem Vorwand, keine „Legitimierung von Kindesmissbrauch“ zuzulassen.