Pädohysterie

Sollte man mit Kischüs diskutieren?

Es gab mal ne Zeit, da habe ich in verschiedenen Foren eine ganze Menge mit Pädogegnern diskutiert. Augenblicklich tue ich das nicht mehr.

Nicht dass es keinen Spaß gemacht hätte. Argumentativ hat die Gegenseite ja nichts zu melden. Ich habe die Leute immer wieder aufgefordert, wenigstens einmal eine medizinische Studie zu präsentieren, die nachzuweisen behauptet, dass einvernehmlicher Sex mit Jungs im statistischen Durchschnitt einen negativen Einfluss hat. Totale Funkstille. Das schönste Argument war ein Kompliment: So gut wie ich argumentieren würde, hätten die Jungs doch gar keine Chance, wenn ich sie zu überzeugen versuchte, dass sie mal Sex ausprobieren sollten. Nur taugt selbst das Argument nichts, weil ich nur gut argumentieren kann, wenn ich gute Argumente habe, und was sollte es für ein Argument gegen „keine Lust“ geben? Ich kenne jedenfalls keins. Geschmeichelt hat mir das Argument natürlich trotzdem ;-) .

Ich könnte beklagen, dass mir inzwischen ein gutes Argument verloren gegangen ist. Als ich zu diskutieren anfing, verstand es sich von selbst, dass Sex-spiele von Kindern untereinander völlig problemlos sind. Da konnte man dann fragen, was eigentlich so anders ist, wenn beim Strippoker auch mal ein Erwachsener mitspielt. Wieso dann plötzlich der problemlose Zeitvertreib zum katastrophalen Trauma wird.

Und was ist heute daraus geworden? Wo ist die Zeit geblieben, als ein zwölfjähriger Schweizer, der in den USA wegen eines Doktorspielchens mit Handschellen abgeführt wurde, die Solidarität von ganz Europa bekam bis er endlich freigelassen wurde? Heute sind die Nachrichten voll von „Missbrauch von Kindern durch Kinder“, wie die neue Bezeichnung für Sex-spiele unter Kindern lautet. Der Strippoker wird schon dann zum lebenslangen Trauma erklärt, wenn dabei nur Kinder unter sich sind.

Aber trotz des verlorengegangenen Arguments macht mir diese Entwicklung die Argumentation eigentlich leichter. Je perverser die Blüten der Pädohysterie, desto unmöglicher wird es schließlich, sie argumentativ zu verteidigen.

Was ist also der Grund, dass ich mich kaum noch zu solchen Diskussionen hergebe?

Es gab einmal eine Zeit, da hatte ich maßlose Illusionen über die Demokratie. Einem Ossi sei es verziehen, denke ich. Ich nahm an, es würde ausreichen, die Leute mit den Argumenten bekannt zu machen. Und das Internet war die Möglichkeit dazu. Die besseren Argumente würden sich durchsetzen. Und wo die besseren Argumente sind, würde die freie Diskussion im Internet zeigen.

Pustekuchen, Illusion. Es wurde mir mehr und mehr klarer, dass die Masse, der Mob, gar nicht an irgendwelchen Argumenten interessiert ist. Dass es zwar überhaupt keine Argumente gibt, mit denen man die heutige Pädohysterie auch nur ansatzweise verteidigen könnte, aber dass dies völlig unerheblich ist.

Das zeigte schon das Niveau der damaligen Diskussionen. Die ernstzunehmenden Gegner haben auch damals gar nicht den gerade aktuellen Stand der Pädoverfolgung verteidigt. Interessante Diskussionen gingen eher um rein theoretische Fragen, wie, ob wenigstens Sex mit Babies überhaupt noch verboten bleiben sollte. Sowas wie mehrjährige Mindeststrafen für Blowjobs bei Dreizehnjährigen zu verteidigen ist schon damals keinem intelligenten Menschen mehr eingefallen.

Ich war damals stolz darauf, fähig zu sein, meine intellektuell fähigsten Gegner bis auf solche weit entfernten Verteidigungspositionen zurückdrängen zu können. Was ich falsch einschätzte, war, dass die Nazis, die zu solchen Diskussionen bestenfalls ein bis zwei Postings pro Nase beitrugen, damit keineswegs geschlagen waren. Richtig, sie hatten keinerlei Argumente. Sie konnten bestenfalls „Schwanz ab“ fehlerfrei ohne tz schreiben. Nur verließen sie die Diskussion halt nicht als argumentativ geschlagene Verlierer, ganz einfach weil sie an Argumenten überhaupt nie interessiert waren.

Aber je weiter die Hysterie fort schritt, desto offensichtlicher wurde es: Die Verteidiger der Hysterie hatten nicht nur keine Argumente, sie suchten auch gar keine. Ich war nur ein blauäugiger Wissenschaftler, in seinem Elfenbeinturm umgeben von anderen Wissenschaftlern mit derselben abartigen Neigung, für alles Argumente haben zu wollen, und der naiverweise annahm, auch andere, normale Menschen wären an irgendwelchen Argumenten interessiert. Aber wozu braucht man schon Argumente, wenn es doch nur darum geht, Perversen den Schwanz abzuhacken?

Was also tun?

Sich den Kischüs aufzudrängen bringt nichts. Die Kischüs haben eins ganz richtig erkannt: Unzensierte Diskussionen zwischen Pädos und Kischüs sind nichts weiter als einseitige Propaganda für die Pädos. In denen die Kischüs, wenn sie überhaupt etwas auf die Reihe kriegen, aller-höchstens plausibel machen können, dass Sex mit Babies besser doch noch verboten bleiben sollte. Nein, Kischüs und Feminazis wollen einfach keine Argumente hören.

Wäre Sex mit Kindern was Gefährliches, die Lage wäre andersherum. Es wären die Pädos, die keine Argumente hören wollen, und die Kischüs, die sich den Pädos aufdrängen würden, die ihnen wissenschaftliche Studien um die Ohren hauen würden, um vielleicht das Gewissen des einen oder anderen Pädos aufzurütteln und so das eine oder andere Kind vor Schäden zu bewahren. Und man könnte die Pädos unzensiert reden lassen – ihre schlechten Argumente würden sich ja selbst disqualifizieren.

Nur, so ist es nun einmal nicht. Die Vorstellung, ein Dreizehnjähriger, der einvernehmlich einen Blowjob bekommt, würde dabei wimmern und schwer traumatisiert werden, ist nun mal einfach so was von realitätsfern, dass mir nichts passendes mehr dazu einfällt. Und auch dem dümmsten Feminazi dürfte klar sein, dass man keine Chance hat, die Leute argumentativ von solchem Unsinn zu überzeugen.

Also, sie wollen gar nicht mit uns diskutieren. Wir sind ja schließlich Untermenschen, mit so was diskutiert man nicht. Sie verheimlichen uns daher die wissenschaftlichen Studien, die die Mechanismen beschreiben, die Blowjobs bei Dreizehnjährigen so extrem traumatisierend werden lassen, dass nur mehrjährige Haftstrafen eine angemessene Reaktion auf solch ein Verbrechen sein können. Sie verheimlichen uns auch, wieso ein Verbot von kostenlosem Tausch bei Musik die Umsätze und Profite der Musikindustrie steigern, bei Kinderpornos aber die Profite der Kinderpornoindustrie schmälern soll. Und warum siebzehnjährigen hässlichen alten Weibern verboten wird, ihre eigenen Nacktfotos zu verbreiten. Sie wollen halt nicht mit uns diskutieren.

Also, ok, ich bin ein netter Mensch, ich will mich nicht aufdrängen. Also lasse ich es. Muss nicht sein. Wenn sich hier ein an Argumenten interessierter Pädogegner finden sollte, kein Problem – ich stehe zur Verfügung. Ein IQ über Zimmertemperatur wäre zwar wünschenswert, ist aber nicht mal Voraussetzung. Aber wenn keiner Lust hat, auch kein Problem.

Den Gefallen, vollkommen zu schweigen, mache ich ihnen allerdings nicht. Wir sind noch da, trotz zunehmender Repression. Flagge wird gezeigt. Und es wird klargestellt, wer argumentativ das Oberwasser hat. Die nicht existierenden Argumente der Kischüs braucht man dazu ja gar nicht.

Dazu reicht es, über die Fragen nachzudenken, die wirklich interessant sind. Was ist eigentlich die Ursache der Dummheit der Kischüs? Angeborene, genetisch bedingte Blödheit? Oder das vorhersagbare Versagen des staatlichen Bildungssystems? Moralitis (eine schwere geistige Störung durch Infektion mit Moralin)? Oder einfach nur Herdentrieb, bei bewusstem Verschweigen besserer eigener Erkenntnis, um nicht aufzufallen oder sich gar als Führer zu profilieren? Was ist es, was zu solchen Hysterien führt? Wie kann man sie überhaupt aufhalten? Könnte man sie in einer libertären Gesellschaft verhindern oder vermeiden?

Das, was bei der Betrachtung solcher Fragen herauskommt, ist letztendlich auch viel interessanter. Wen interessiert schon noch die n-te Widerlegung der Primitivargumente der Pädogegner? Die Dummen unter ihnen interessieren sich eh nicht für Argumente, und die Klügeren wissen auch so, dass das alles zumindest heftig übertrieben ist. Also vergessen wir die „Argumente“ von Pädogegnern einfach.

Und ich mache mir statt dessen lieber eigene Gedanken.

Irgendwie ist es so auch symmetrischer. In ihren Medien diskutieren sie ja nur mit sich selbst. Ja und? Mit mir selbst diskutieren kann ich auch ganz gut. Die Qualität der Ergebnisse mag der Leser vergleichen. (Allerdings liegt die Planke ja nun nicht wirklich hoch. Kann ich sie überhaupt herunterreißen ohne vorher einen Graben geschaufelt zu haben?)

Asymmetrisch bleibt die Situation sowieso: Sie wissen, dass sie uns nicht zu Wort kommen lassen dürfen. Weil sie argumentativ nichts drauf haben. Wir hingegen können sie gerne zu Wort kommen lassen. Weil sie argumentativ nichts drauf haben.

Also, ich mache mir lieber Gedanken über die wirklich interessanten Fragen. Fragen, die heutzutage auch den intelligenteren Normalo beunruhigen dürften, dem vielleicht die Pädos egal sind, aber das Verbot des Besitzes von Fotos, auf denen siebzehnjährige Schreck-schrauben (oder solche, die ein vergrämter Staatsanwalt für siebzehnjährig halten könnte) nackt posieren, schon nicht mehr.

Aber eben auch Fragen, die ich in einer Diskussion mit Kischüs nie gestellt kriegen würde.

Haben Boylover in der Demokratie eine Chance?

Im Prinzip ja – allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass heute lebende Boylover eine solche demokratische Gesellschaft noch erleben können. Allerdings ist es inhaltlich durchaus drin. Einen extremen Meinungsumschwung der Gesellschaft, von Gefängnisstrafen hin zur Akzeptanz sogar in der Position von Bürgermeistern, haben die Schwulen schließlich auch geschafft.

Und die Boylover sind mit dem Mainstream im Prinzip sogar noch deutlich kompatibler als die Schwulen: Schließlich gibt es Gesellschaften, in denen Sex zwischen Männern und Jungen sogar mehr oder weniger allgemeine Pflicht war, Teil der Erziehung der Jungen: Von den alten Griechen bis zu Südseevölkern, bei denen man überzeugt war, dass Jungen, um zu richtigen Männern zu werden, unbedingt Sperma schlucken bzw. in den Hintern bekommen müssen. Etwas, was es so für Sex zwischen gleichaltrigen Männern nie gab – die wurden lediglich in vielen Kulturen akzeptiert. Außerdem gibt es die interessante Beobachtung, dass Männer kulturunabhängig mit älteren Jungen rumhängen, was dafür spricht, dass die gegenseitige Zuneigung zwischen Männern und Jungs was genetisch vorgegebenes ist. Mit der menschlichen Natur ist eine Gesellschaft, die Boylove akzeptiert, also kompatibel, man braucht keinen „neuen Menschen“ dafür wie kommunistische Utopien, nur anders erzogene.

Die Frage der prinzipiellen Realisierbarkeit ist die eine, ob uns das heute was hilft eine andere. Kulturen ändern sich nicht besonders schnell, Hexenverfolgungen können etwas länger dauern als uns lieb sein kann. Also, haben wir überhaupt eine Chance?

Wenn es um die rein argumentative Seite ginge, hätten wir eine.gute Chance. Die Kinderschutzideologie selbst ist ja höchst schwachsinnig, die wissenschaftlichen Resultate zeigen ziemlich klar, dass Schäden aus einvernehmlichen Kontakten zwischen Männern und Jungs nicht mehr empirische Grundlage haben als die bösen Folgen der Onanie, an die man vor hundert Jahren mal geglaubt hat.

Aber geht es in einer Demokratie überhaupt darum? Im Ideal schon. Es gab da mal Philosophen, die meinten, in einer Demokratie sollte man nicht nur alle Meinungen zulassen, sondern sogar für Positionen, die niemand vertreten will, einen „Advokaten des Teufels“ einführen, der versucht, selbst solche Positionen so gut wie möglich zu verteidigen.

Aber von solchen Idealen ist die heutige Demokratie weit entfernt. Zumindest in den klassischen Medien geht es eher andersherum: Statt Advokaten des Teufels zu arrangieren, wird die Vertretung gewisser Positionen ganz pauschal faktisch verboten. Man dürfe solchen Positionen „keine Plattform geben“.

Als eine pauschale Regel kann ich eigentlich nur eines empfehlen: Wo immer die Darstellung einer Position mit solchen Mitteln verhindert wird, ist an der Position, die mit solchen Mitteln verteidigt wird, eine ganze Menge faul. Die verbotene Position ist nicht unbedingt richtig – was schon alleine die vielen Verbote verschiedenster Religionen durch die jeweils herrschende Religion beweisen – aber eine richtige Position braucht keine Angst vor einer argumentativen Diskussion mit Kontrahenten zu haben.

Ich denke also nicht gleich unbedingt, dass Auschwitz ein Erholungsheim war, nur weil die Auschwitzlüge verboten ist. Aber ich vermute durchaus, dass an der Mainstream-Geschichtsschreibung über die Nazizeit irgendwas faul sein dürfte. Was genau weiß ich nicht (vielleicht die Thesen von Suworow dass Hitler einem Angriff Stalins nur knapp zuvorkam, vielleicht aber auch ganz was anderes). Es ist mir auch nicht wichtig, da ich die Nazis selbst dann radikal ablehnen würde, wenn Auschwitz wirklich ein Erholungsheim gewesen wäre. Trotzdem ist mir die Standard-Geschichtsschreibung über die Nazizeit schon allein aufgrund des Verbots der Auschwitzlüge weitaus suspekter als, sagen wir, dieselbe Standard-Geschichtsschreibung über Kaiser Wilhelm.

Aber genug der Abschweifung. Fakt ist, dass es keinerlei objektive Darstellung der Position Pädophiler in den klassischen Medien gibt.

Die eigentliche Gefahr sehe ich dabei in der moralischen Hysterie. Eine ziemlich allgemeine Gefahr, die nicht nur das Thema Pädophilie betrifft: Wenn eine Diskussion soweit pervertiert ist, dass eine Seite zum Schweigen gebracht wurde, kann die andere Seite nicht nur immer extremer werden, sondern hat eine natürliche Tendenz dazu. Denn es gibt immer Leute, die sich profilieren wollen. Dazu muss man von dem, was alle sagen, irgendwie abweichen. Aber dies in der verbotenen Richtung zu tun ist gefährlich. Also exponiert man sich in der Mainstream-Richtung, nur eben noch extremer.

Eine besonders gefährliche Art, extremer zu werden, ist, nicht nur gegen die eigentlich Bösen zu hetzen, sondern auch gegen alle, die ihrer extremen Position widersprechen. Das sind dann zumindest „Unterstützer“, „Sympathisanten“, „Verharmloser“, „Lobbyisten“ der jeweiligen „Bösen“, und stehen gleich mit unter Verdacht, selbst zu den „Bösen“ zu gehören.

Verheerend ist an dieser Variante vor allem der selbstverstärkende Effekt: Je stärker diese Art der Hysterie, desto plausibler wird es, dass der Verdacht berechtigt ist – denn wer außer den „Bösen“ selbst traut sich noch, sich für die Interessen der „Bösen“ einzusetzen? Von den „Bösen“ selbst trauen sich zwar auch immer weniger, aber der Anteil der „wirklich Bösen“ unter den „Unterstützern“ wird mit zunehmender Hysterie immer größer. (Hier haben wir inzwischen den Stand erreicht, dass es keinen Unterschied mehr macht, ob ein „Pädolobbyist“ zugibt, dass er selbst auch einer ist. Es würde mir sowieso keiner glauben, dass ich keiner bin, also kann ich es auch gleich zugeben.)

Die Möglichkeit, die Hysterie zu stoppen und wieder zur Normalität zurückzukehren, wird also immer geringer, je größer die Hysterie ist.

Wie aber enden solche Hysterien dann doch irgendwann? Das ist die wirklich interessante Frage. Wenn ich eine Lösung wüsste, …

Was hat dies alles jedoch mit Demokratie vs. Anarchie zu tun?

Ich denke, die Gefahr solcher Hysterien ist in einer Demokratie extrem groß. Größer auf jeden Fall als in einer Anarchie. Aber sogar größer als in einer klassischen Diktatur, sagen wir einer Monarchie.

Wieso? Klar, je mehr Staat, desto mehr Möglichkeit der Kontrolle der Informationsverbreitung, und desto leichter ist es, die „Bösen“ zum Schweigen zu bringen. Und sind die erst einmal zum Schweigen gebracht, beginnt die eigentliche Hysterie. In der Anarchie ist es hingegen weitaus schwieriger, und ohne Verletzung anarchistischer Grundprinzipien eigentlich unmöglich, die „Bösen“ zum Schweigen zu bringen.

Aber wieso sollte eine Demokratie hierbei gefährlicher sein als eine Monarchie? Ich denke, in der Monarchie ist die Gefahr von solchen selbstverstärkenden Zyklen, wie sie in der Demokratie inzwischen Alltag sind, weitaus geringer. Da gibt es Herrscher und Beherrschte. Die Herrscher mögen daran interessiert sein, die Massen gegen ihre Feinde aufzuhetzen. Aber wenn die Herrschenden ihr Ziel erreicht haben, ist gut, die Hysterie kann wieder abgebrochen werden. Auch in einer klassischen representativen Demokratie ist das noch weitgehend so – es gibt eine gebildete politische Elite, und es gibt den von ihnen verführten Mob, aber keine Rückkoppelung.

Aber in der heutigen Mediendemokratie sieht dies anders aus. Sowohl die Politiker als auch die Journalisten richten sich nach Meinungsumfragen. Die Politiker in Vorbereitung auf die nächsten Wahlen, bei denen sie ja wiedergewählt werden möchten, und die Journalisten, weil sie von Einschaltquoten und Umsatz abhängen. Und damit ergibt sich eine positive, verstärkende Rückkoppelung – Journalisten und Politiker unterstützen die Mehrheitsmeinung, die daraufhin noch populärer wird, und weiter geht es in der nächsten Runde. Und dadurch kann jede zufällige Entgleisung der Mehrheitsmeinung sich schnell zu einer Hysterie auswachsen, es ist dazu nicht einmal ein besonderes Interesse irgendeiner Gruppe nötig (obwohl so etwas natürlich extrem hilfreich ist).

Und eine zweite Schwachstelle demokratischer Meinungsbildung kommt hinzu – ihre extreme Irrationalität aufgrund ihrer Uninformiertheit. Der Einzelne ist dabei nicht einmal irrational – im Gegenteil. In der ökonomischen Theorie heißt dieser Effekt „rationale Ignoranz“: Wenn die Richtigkeit der eigenen Meinung wenig Auswirkung auf die eigene Zukunft hat, ist es rational, nicht allzu viel in die eigene Meinungsbildung zu investieren. Zeit ist Geld, man verschwendet also keine Zeit, entscheidet aus dem Bauch heraus, wenn von der Entscheidung wahrscheinlich nichts abhängt. Die eigene Stimme bei der Wahl ist ein solcher Fall. Sie ist kaum wahlentscheidend, es lohnt sich daher nicht, in die richtige Wahlentscheidung zu investieren, und die Mehrheit der Leute wählt daher ohne groß nachzudenken nach Bauchgefühl. Genausowenig wird in Fragen von Meinungsforschungsinstituten geistig investiert. Die Mehrheitsmeinung ist daher viel dümmer und irrationaler als die Meinung des durchschnittlichen Bürgers, der über dieselbe Frage etwas detaillierter nachdenkt und sich Argumente beider Seiten anhört.

Je irrationaler jedoch eine Position ist, desto leichter kann sie in Hysterie ausarten, und desto schwerwiegender kann diese dann sein.

Je kleiner die herrschende Schicht, desto größer der Einfluss des einzelnen Mitglieds dieser Schicht, und desto geringer demzufolge dieser Effekt der rationalen Ignoranz. In der Anarchie steht das Problem erst recht nicht – dort entscheidet man nicht in Wahlen über andere, wobei einem egal sein kann, wie die Anderen damit zurechtkommen, sondern nur über sich selbst. Und man hat dann auch alle Folgen dieser Entscheidung zu tragen. Die Entscheidung ist also wichtig, und Ignoranz ist irrational, es lohnt sich, nachzudenken.

Ich sehe, mit anderen Worten, in der Mediendemokratie keine Chance für uns Boylover. Zu irrational, zu hysterieanfällig, zu wenig interessiert an der Wahrheit, an wissenschaftlichen Argumenten, überhaupt an Argumenten. Unsere einzige Hoffnung wäre, dass die Hysterie, aus irgendwelchen unbekannten Gründen, einfach so von selbst aufhört. Tut mir leid, das ist mir zuwenig.

Die einzige Chance für einen gerechten Umgang mit uns ist eine staatsfreie, gerechte Gesellschaft. Eine, in der nicht irgendwelche Gesetzgeber über alle bestimmen, sondern jeder über sich selbst. Und im Ideal auch die Kinder selbst entscheiden können, ob und mit wem sie Sex haben wollen. Aber auch wenn da die Eltern noch eine Menge mitsprechen wollen – die Eltern interessiert das Wohl ihrer Kinder, und sie achten vor allem darauf, wie ihre Kinder sich fühlen, ob sie mit uns glücklich sind oder nicht. Und daher brauchen wir davor keine Angst zu haben.

Und selbst wenn einige Eltern Probleme damit haben, ihren Kindern Sex mit uns zu gestatten – es wäre ein Thema, an dem sie ein echtes eigenes Interesse haben, weil es ihr Kind betrifft, und daher würden sie sich genauer informieren. Und dabei auch unsere Meinung hören. Und die ihrer Kinder. Und allein schon deswegen wäre das Ergebnis was anderes als der hysterische Nonsens, den die Medien heute verbreiten.

Mehr Zeit für Kinder

Plakat Ein Plakat wirbt an vielen Stellen in Berlin (und vermutlich nicht nur dort) für „mehr Zeit für Kinder“. Darauf abgebildet zwei Knaben, sportlich, im besten Alter für Boylover und echte Schönheitsideale. Besonders der Linke hat es mir angetan, aber den Rechten würde ich auch nicht von der Bettkante schubsen. Beide ein bisschen schmutzig vom Sport – aber welchen Boylover stört so etwas schon? Im Gegenteil, wilde Rabauken sind für viele Boylover das Ideal, je wilder desto besser.

Auch der Untertitel der Werbung spricht Boylover an: „Zusammen fit macht alle mit“. Der Erwachsene soll hier also nicht die klassische Rolle des Erziehers oder Beschützers spielen – die Jungs sind keine armen hilfsbedürftigen heulenden Würstchen, sondern selbstbewusste, fröhlich lachende Rabauken, die nichts dagegen haben, wenn wir mit ihnen zusammen spielen wollen, aber auch allein zurechtkommen und keine Lust auf Schulmeister haben.

Werden hier etwa gezielt Boylover angesprochen? Ich glaube nicht. Gut, man kann vermuten, dass der Fotograf auch ein bisschen Boylover ist. Er weiß zumindest ganz gut was Boylover attraktiv finden. Aber das muss nichts bedeuten, Schwule können schließlich auch Werbung machen, die Heten anspricht und andersrum. Und außerdem geht es mir gar nicht darum. Schließlich kann man in jedem Fall sicher sein, dass all die, die mit dieser Werbung auch nur im Entferntesten zu tun haben, einen solchen Verdacht aufs Schärfste zurückweisen würden.

Nein, ich denke, der Grund für diese Werbung ist ein anderer: Die Gesellschaft beginnt langsam, eine Lücke zu erkennen, eine Fehlstelle in der heutigen Gesellschaft. Jungs brauchen einfach den Kontakt zu Männern. Und dieser Kontakt fehlt heute. Es gibt immer mehr Kinder, die ohne Vater aufwachsen. Ob nun wegen Scheidung oder bereits unehelicher Geburt – die alleinerziehende Mutter wird immer mehr toleriert und akzeptiert, und das ist auch gut so. Nur die Jungs haben halt keinen Mann als Kontaktperson in der Familie. Und in der staatlichen Erziehung gibt es auch immer weniger Männer. Priester spielen eine immer geringere Rolle (was ich als Atheist auch ganz gut finde), stehen außerdem inzwischen schon unter pauschalem Pädophilieverdacht. Männliche Erzieher werden, vermute ich mal, auch immer seltener, vor allem bei kleineren Kindern. Ein männlicher Erzieher im Kindergarten ist wohl sowas wie ein weißer Rabe, und in der Grundschule haben sie auch schon bald Seltenheitswert.

Was auch noch selbstverstärkend ist. Denn je seltener ein männlicher Erzieher ist, desto plausibler wird die Vermutung, dass er nur aufgrund perverser Interessen diesen Beruf gewählt hat. Und je plausibler dieser Verdacht, desto weniger Männer trauen sich in diesen Beruf.

Wobei dies vor allem für nicht-pädophile Erzieher gilt. Warum sollte sich ein Normalo einem solchen Verdacht aussetzen? Ein Boylover ist da schon eher bereit, einen solchen Verdacht in Kauf zu nehmen, er hat ja als Entschädigung eine Menge Kontakt zu Jungs. Und damit wird der Verdacht auch noch mal selbstverstärkend – je stärker er ist, desto mehr männliche Erzieher sind in der Tat Boylover.

Erst recht gilt all dies für die informellen Kontakte, die auf der Straße, im Alltag, bei Sport und Spiel zwischen Männern und Jungs entstehen. Auch hier wird mit steigender Hysterie der Pauschalverdacht immer stärker, und auch hier wirkt der Verdacht als eine selbsterfüllende, selbstverstärkende Prophezeiung, die zuallererst Nichtpädos von solchen Kontakten abhält.

Eins sei hier den Pädohassern versprochen: Ihr werdet die Jungs nicht von den Männern trennen können. Es gibt eine interessante Arbeit, in der untersucht wurde, welche Geschlechts- und Alterskombinationen in den verschiedensten Kulturen miteinander rumhängen („sich auf öffentlichen Plätzen zusammen zeigten“ im wissenschaftlichen Jargon). Sowas ist von Kultur zu Kultur verschieden, aber es gab zwei Effekte, die kulturunabhängig waren: Einmal dass Frauen mit kleinen Kindern beiderlei Geschlechts rumhingen, und dann das Männer mit älteren Jungs rumhingen. Es gab Kulturen, wo sie dabei allein waren, andere wo sie dabei mit Frauen zusammen waren, aber zusammen waren sie immer (oder fast immer, weiß nicht mehr genau).

Also, das Bedürfnis ist einfach viel zu tief drin, das sitzt in den Genen. Notfalls heiratet der Boylover halt ne alleinstehende Mutter mit einem netten Sohn, wenn es keine andere unverdächtige Kontaktmöglichkeit mehr gibt. Und was immer an Kontaktmöglichkeit überhaupt vorhanden ist, wird ausgenutzt.

Und es sitzt nicht nur in den Genen der Boylover, sondern auch in denen der Jungs. Auch die suchen freundschaftlichen Kontakt zu Männern. Sie brauchen ihn. Irgendwo habe ich sogar mal eine statistische Arbeit dazu gesehen. Die hatte ergeben, dass die Frage, ob es einen Mann gab, der mit ihm emotional verbunden war (egal ob nun der Vater oder nicht) einen starken Einfluß auf den Erfolg im späteren Leben war.

Also, völlig verhindern können die Kinderschützer nicht, dass Boylover mit Jungs rumhängen. Aber was die Hysterie durchaus bewirken kann, ist, dass solche Kontakte seltener werden. Dass es mehr Jungs gibt, die ohne Kontakt zu Männern aufwachsen, und Boylover, die sich nicht mehr trauen, mit Jungs Kontakt aufzunehmen. Und die beide drunter leiden.

Die Folgen bei den Jungs sind heute schon nicht mehr zu übersehen. Sie sind inzwischen schon als die Verlierer in der Schule erkannt worden. Das hat sich sogar schon bis zu Politikern rumgesprochen, die hier eine neue Spielwiese für staatliche Förderung (und natürlich staatliche Kontrolle) entdecken. Und immer mehr Leute kriegen auch mit, woran das liegt, und dass es nicht gut für sie ist, wenn Jungs ohne männliche Bezugspersonen aufwachsen.

Und mit der geilen Werbung möchte man wohl gar nicht Boylover ansprechen. Sondern man merkt einfach langsam, dass man Männer braucht, die bereit sind, mit diesen Bengeln rumzuhängen, gemeinsam mit ihnen Spaß zu haben, und sie dabei durch ihr Vorbild zu erziehen. Dass sie sonst verwildern, vereinsamen, oder von der peer-group „erzogen“ werden.

Pech für die Werbung ist nur, dass sie einfach mal in erster Linie Boylover anspricht. Und in erster Linie Boylover ihr folgen werden. Wir haben ja jetzt eine neue Verteidigung dafür, dass wir mit Jungs rumhängen: Wird ja überall für geworben, geradezu dazu aufgefordert. Also was wollt ihr eigentlich?

Schlimm ist das allerdings nur für Kinderschutzfanatiker. Denen egal ist, ob die Jungs vergammeln, Hauptsache sie haben keinen Sex mit Männern. (Die Straßenjungs lieber verhungern oder erfrieren sehen als auf dem Strich. Ich erinnere mich an eine Kinderschützersendung, Rumänien nach der Wende, wo sie ein paar Straßenkids bestochen haben, damit sie einen französischen Boylover ans Messer liefern. Und danach war dann alles gut, sie schliefen ja nicht mehr im warmen Bett beim Perversen, sondern in der moralisch sauberen Kälte auf der Straße. Und waren natürlich dankbar für diese Rettung – hat sicher nicht viel gekostet, sie zu überreden, sowas zu sagen, wenn überhaupt korrekt übersetzt wurde.)

Der Rest der Menschheit sollte besser seinen Verstand einschalten und rausfinden, was er will: Jungs von Männern ohne Rücksicht auf Verluste zu trennen, oder sich damit abzufinden, dass es in Freundschaften zwischen ihnen nicht immer völlig asexuell zugeht.

Hat man sich für die erste Alternative entschieden, wird irgendwelche staatliche Jungenförderung nicht helfen. Nimmt man die zweite, ist sie gar nicht nötig.

Die anarchistische Lösung dieses Problems ist völlig ausreichend. Freie Jungs entscheiden selbst, mit wem sie rumhängen wollen, mit wem sie spielen wollen, und wie weit sie bei Strippokerspielen gehen wollen. Anarchisten, denen das nicht gefällt, können gerne versuchen, erzieherisch auf die Jungs einzuwirken, sie davon abzuhalten. Aber Gewalt gegen gewaltfreie Boylover, wegen einvernehmlichem safer Sex mit Jungs, das dürfte mit anarchistischen Prinzipien nichts mehr zu tun haben.

Und wo die Boylover keine Angst vor nackter Gewalt haben müssen, wo niemand sie hindern kann, ihre Meinung zu sagen, und wo es ihm reicht, die Leute in seiner Umgebung zu überzeugen, dass seine konkrete Beziehung ok ist, statt ein ganzes Land argumentativ davon zu überzeugen, dass die heutige Strafverfolgung ungerecht ist, und wo die Kinderschützer nicht mehr auf staatliche Gewalt bauen können, dürfte der Hysterie der Boden entzogen sein.

Aber ohne Hysterie wird es genug Männer geben, die auch ohne Werbung und staatliche Förderung gerne mit Jungs rumhängen. Und das nicht nur Boylover. Sondern auch all die Männer, die zwar durchaus gern mit Jungs rumhängen, aber ohne deswegen an ihnen auch sexuell interessiert zu sein. Männer, die sich heute von Jungs fernhalten, weil sie Angst vor dem Verdacht der Pädophilie haben, und ihr Interesse an Jungs nicht so groß ist, dass sie dies in Kauf nehmen.

Und Jungs, die asexuelle Freundschaften zu Männern suchen, sind dann in ihrer Suche nicht mehr auf Boylover beschränkt. Was ich für eine bessere Art von Schutz der Jungs vor sexueller Belästigung halte.

Die Pädoverfolgung als die Judenverfolgung von heute

Nein, was heute auf dem Gebiet der Pädophilenverfolgung stattfindet, ist kein Holocaust. Noch nicht. Noch werden Menschen noch nicht aus dem einzigen Grund, dass pädophil sind, eingesperrt und vergast.

Aber dies bedeutet keineswegs, dass ein Vergleich der heutigen Pädoverfolgung mit der Judenverfolgung in irgendeiner Weise illegitim wäre. Schließlich besteht die Judenverfolgung nicht nur aus dem Holocaust. Es hat ja auch ohne den Holocaust schon genug Judenverfolgung auf der Welt gegeben, und mit diesen milderen Formen ist die heutige Pädoverfolgung durchaus vergleichbar.

Außerdem hat dieser Vergleich ja auch ein Ziel – nämlich die Verhinderung dessen, dass die heutige Pädoverfolgung in ihrer weiteren Entwicklung die Form eines neuen Holocausts annimmt.

Ja sicher, das ist ein ziemlich egoistisches Ziel – ich bin nunmal Boylover und habe keine große Lust, in ein KZ gesteckt und vergast zu werden, und versuche dies ganz eigennützig zu verhindern. Allerdings sollten auch Nichtpädos ein gewisses Interesse daran haben, einen neuen Holocaust an den Pädos zu verhindern. Das „zuerst holten sie die Pädophilen …“-Argument sollte ja bekannt genug sein. Und man braucht ja einen extrem großen und intensiven Überwachungsstaat, um alle Pädos zu kriegen, die versammeln sich ja leider nicht freiwillig in Synagogen und werden sogar in arischen und kommunistischen Familien geboren.

Also, kommen wir zu den Details des Juden- (aber nicht Holocaust-) Vergleichs.

Taten oder Gene? Ich vergleiche insbesondere gern den heutigen §176 mit den Nürnberger Gesetzen. Der erste Einwand ist dann immer, dass Pädophile nur für Handlungen bestraft werden, während die Juden unter den Nazis verfolgt waren nur weil sie Juden waren, wofür sie ja nichts konnten. Dies erledigt sich jedoch durch einen einfachen Hinweis auf den aktuellen Wortlaut des Gesetzes. Gefängnis gibt es dort nämlich auch nur für Taten wie den Geschlechtsverkehr von Juden mit Deutschen. Und was die Strafhöhe betrifft, sogar liberaler als heute. Es gab nicht mal eine Mindeststrafe, während es schon für einen Blowjob bei einem 13-jährigen Jungen heute mindestens 2 Jahre gibt.

Außerdem schließt man damit die klassische, christliche Judenverfolgung völlig aus. Die Christen wollten ja nichts weiter als dass die Juden zum Christentum konvertieren. Waren sie konvertiert, war alles in Ordnung. Es gab vielleicht noch ein paar Zweifel ob das Konvertieren wirklich ernst gemeint war oder nur zum Schein um der Verfolgung zu entgehen, aber kaum ernsthafte Verfolgung. Es waren wohl erst die Nazis (welcher ihrer Vorläufer das nun war, weiß ich nicht genau), die auf die Verfolgung der Juden aus rassischen Gründen übergingen.

Schutzideologie: Dann könnte man argumentieren, der 176 diene dem Schutz von Kindern. Nun, die Nürnberger Gesetze dienten auch dem Schutz – dem des deutschen Blutes. Das kann man zwar als ideologische Konstruktion ablehnen. Aber das tun wir Boylover im Fall der Kinderschutzideologie auch.

Der wissenschaftliche Hintergrund beider Ideologien ist auch vergleichbar. Sogar zahlenmäßig – in der Diskussion um die RBT-Studie tauchte irgendwo mal die Zahl auf, dass die Korrelation zwischen Rasse und IQ weitaus größer ist als die zwischen sexuellem „Missbrauch“ und Spätfolgen. (Wenn ich mich anstrenge, finde ich sie vielleicht noch wieder.)

Identifizierung: Außerdem möchte ich noch was anderes in Frage stellen: Das Verbot des Besitzes von Kinderpornos mag zwar formal noch eine Tat bestrafen. Aber das Ziel ist doch ziemlich eindeutig: Pädophile als solche identifizieren und einsperren. Denn die anderslautenden formalen Begründungen sind ja so extrem doof dass sie wirklich nicht ernst genommen werden können. 1

Die amerikanische Wissenschaft arbeitet übrigens schon lange an Methoden, Pädophile unabhängig von konkreten Straftaten zu identifizieren. (Beispielsweise Kinderpornos zeigen und Erektionen messen. Funktioniert allerdings schlechter als man erwartet, weil Pädos die schon genug KP gesehen haben davon auch nicht so schnell einen Steifen kriegen, während Kids halt auch für Normalos durchaus sexuell nicht unattraktiv sind und dann vielleicht noch der Neuigkeitseffekt hinzukommt.) Legitimiert wird das für Tests von Leuten, die beruflich mit Kindern zu tun haben. Also für Berufsverbote ohne jede Tat als Voraussetzung. Und die Technik, wenn sie mal da ist, kann dann natürlich für einen Holocaust auch genutzt werden.

Judensterne: Im Vergleich zum eigentlichen Holocaust scheinbar harmlos, aber für viele Juden eine der schlimmsten Schikanen. Und wo ist nun der Unterschied zwischen dem Judenstern und den amerikanischen Seiten mit Sexualstraftätern?

Kristallnacht: Ein Pädopogrom ist nicht so einfach zu organisieren, schließlich wohnen Pädos noch nicht in Ghettos. Aber was passierte, als das englische Hetzblatt „News of the World“ Listen von Sexualstraftätern mit Adresse veröffentlichte, war nichts als ein ganz normaler Pogrom. Bei dem hohen Bildungsstand des Mobs wundert es nicht, dass dabei irgendwo sogar ein Pediater (Kinderarzt) darunter leiden musste.

Die Frage ist nun, was der Vergleich bringt. Ich denke, er bringt vor allem die Möglichkeit, aus der Geschichte zu lernen. Wie soll man eigentlich überhaupt aus der Geschichte lernen, wenn man nicht die heutigen Probleme mit ähnlichen Problemen früher vergleicht, also Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfindet, und daraus Schlussfolgerungen zieht was eine sinnvolle Strategie für das eigene Handeln ist und was in die Katastrophe führt?

Aber das werde ich später mal genauer betrachten.

  1. Ein kostenloser Tausch ist schließlich (wie sowohl die Musikindustrie als auch die Politik weiß) das beste Mittel um die Marktpreise zu ruinieren und damit die Hersteller in die Pleite zu treiben. Es dürfte schon genug Pädos geben, denen inzwischen das Internet zur Beschaffung von KP zu heiß ist und die es als sicherer ansehen, sich die Filmchen selbst zu drehen und nicht weiterzuverbreiten. [zurück]