Pädohysterie

Kommentarmanipulationen bei Zeit.de

Ich habe mal ein bisschen unter „Alexander Lobov“ auf Zeit.de Kommentator gespielt. Ganz nett dort. Als Anarchist kann man beispielsweise völlig problemlos den Staat pauschal als verbrecherische Organisation bezeichnen, wegen des Verstoßes gegen die Goldene Regel.

Und eine Zeit lang lief auch, aus Anlass eines Artikels über die Odenwaldschule, eine Diskussion über Pädophilie.

Nunja, sie lief, wie ich sowas gewohnt bin. Genügend Möglichkeiten für mich, ein paar sachliche Information zum Thema zu verbreiten, die übliche Taktik der persönlichen Diffamierung von der Gegenseite, da man inhaltlich kaum was zu sagen hatte. Irgendwann wurde es der Redaktion dann zuviel. An sich kein Problem. Sogar sachlich zu rechtfertigen, da sich das Thema von Odenwaldschule weg in Richtung Pädophilie bewegt hatte.

Aber irgendwie muss dann doch jemandem aufgefallen sein, was sich dort inzwischen angesammelt hatte. Wie eine „Dame von Welt“ vermutete: „Ich werde auch den Eindruck nicht los, daß Sie so manches aus Ihren Kommentaren hier einfach öffentlich geschrieben sehen wollen.“ Da hatte sie nicht ganz unrecht.

Und ich konnte in der Hinsicht sehr zufrieden sein. Wie üblich, wenn sachliche pro-pädophile Beiträge nicht pauschal gestrichen werden, ist das, was rauskommt, einschließlich der offensichtlichen Hilflosigkeit der Opponenten, fast reine pro-pädophile Propaganda.

Und Pädophilen darf man natürlich keine Plattform bieten. Also musste was getan werden. Erstmal wurde ich gesperrt. Man liest zwar folgendes: Wir ermahnen Nutzer per E-mail, wenn sie regelmäßig oder besonders heftig gegen unsere Regeln verstoßen. Bei schweren oder wiederholten Verstößen schließen wir Nutzer von der Teilnahme an der Community aus. Allerdings habe ich keine einzige solche E-mail-Ermahnung bekommen. Wüsste auch nicht weswegen. Nicht mal eine Begründung für die Sperrung wurde mir zugeschickt. Aber naja, als Untermensch sollte man da nicht so kleinlich sein.

Dann erfolgte eine nachträgliche Streichung von sehr vielen meiner Beiträge. Und das in einem Ausmaß, welches wohl selbst der Moderation peinlich war. Eigentlich hat die Zeit ja begrüßenswerte Prinzipien bei ihrer Moderation:

Wir bemühen uns, die Moderation Ihrer Beiträge so transparent wie möglich zu gestalten.

Finde ich sehr gut. Wenn beispielsweise der Text des Beitrags vollständig gelöscht wird, findet der Leser trotzdem noch einen Eintrag, der beispielsweise so aussieht:


Alexander Lobov
21.09.2011 um 18:47 Uhr

252. @275 Rechtslage

Entfernt. Die Redaktion/sh

Jeder Leser kann also wenigstens grob abschätzen, wie stark die Diskussion von der Zensur beeinflusst wurde.

Das hat außerdem den Vorteil, dass durch diese Art von Zensur die Kommentar-Nummerierung nicht durcheinander kommt. Weswegen man sich in seinem Kommentaren auf andere Kommentare beziehen kann, indem man ihre Nummer angibt. Man gibt also, wenn man auf Kommentar Nummer 275 antwortet, einfach @275 an. Im obigen Beispiel ist der Kommentar Nummer 252 also eine Antwort auf den Kommentar Nummer 275.

Ups? Nr. 252 als Antwort auf Nr. 275? Wie geht denn das? Habe ich da etwa in die Zukunft geschaut?

Oder sind da über Nacht mindestens 24 Kommentare irgendwohin ins Nirvana entfleucht? Ohne irgendeine Spur in Form eines „Entfernt. Die Redaktion“ zu hinterlassen?

Aber naja, seien wir mal nicht so streng. Schließlich steht ja da nur Wir bemühen uns, die Moderation Ihrer Beiträge so transparent wie möglich zu gestalten. Dass es einem Moderator bei der Zeit nicht möglich ist, eine sachliche Pädodiskussion stehen zu lassen, ist offensichtlich. Aber ist es ihm zumindest noch möglich, das Ausmaß der nachträglichen Zensur transparent zu machen? Scheinbar nicht einmal das.

Über Lust und Schuld

Kerus hat im jufo eine Missbrauchskreische namens Anita Heiliger (nomen est omen: Ist es ein Wunder, dass eine „Sozialwissenschaftlerin“ mit solch einem Namen nur pseudoreligiöses Geschwafel zustande bekommt?) mit folgendem schönen Satz zitiert:

Es ist ein wesentlicher Teil der Täterstrategie, das Kind durch eigenes Lustempfinden in die Falle zu locken, den Missbrauch zu dulden und zu schweigen.

Ich finde, der Satz hat was, worüber es wert ist, nachzudenken. Der interessanteste Punkt ist natürlich erst einmal, den sachlichen, informativen Gehalt zu extrahieren. Dazu muss man ihn einerseits aus der ideologischen in eine wertneutrale Sprache übersetzen, und andererseits die Interpretation (hier die „Strategie“) von den interpretierten Beobachtungen (dem beobachtbaren Verhalten) trennen.

Was dabei herauskommt, ist: Der Pädophile versucht, dem Kind eigene Lust zu bereiten, und dies ist wichtig für ihn. Eine Folge ist, dass das Kind mit ihm kooperiert, sowohl was die sexuellen Handlungen selbst als auch was ihre Geheimhaltung betrifft.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr die Übersetzung in eine neutrale Sprache unsere Wahrnehmung dessen, was gesagt wird, verändert. Aber viel mehr habe ich nicht gemacht: Was meine Strategie ist, werde ich versuchen durchzuführen, und das ist wichtig für mich. Und „dulden“ ist rein sachlich eine passive Form der Kooperation.

Und so können wir erfreut feststellen, dass Frau Heiliger die Fakten selbst nicht einmal verschweigt, sondern lediglich hinter ideologischer Sprache versteckt. Für Ossis, die schon zu DDR-Zeiten gelernt haben, dass man selbst dem Neuen Deutschland auf ähnliche Weise (Rückübersetzung aus dem Ideologischen, auch „zwischen den Zeilen lesen“ genannt) auch einige Fakten entnehmen kann, ist dies eine leichte Übung, die Fakten waren damals sogar besser versteckt.

Aber natürlich ist es hoffnungslos, auf mehr als ein paar zufällige Ausrutscher zu hoffen, bei denen ein paar Wahrheiten verraten werden, die man sonst so nie zugeben würde. Und auch der obige Ausrutscher enthält natürlich nicht die ganze Wahrheit.

Zum einen wird ein höchst wichtiger Grund, warum der Boylover dem Jungen Lust bereiten will, natürlich verschwiegen: Es steigert einfach unsere eigene Lust, wenn unser Sexualpartner Lust verspürt. Dass Boylover in dieser Hinsicht nicht anders sind als Heten und Schwule passt natürlich nicht ins Bild vom machtgeilen Sexmonster. Und wenn reale Boylover halt versuchen, realen Jungs Lust zu bereiten, muss man dafür, wenn man es nicht einfach leugnen will, natürlich eine andere Erklärung finden. Und so wird aus der Lust, die der Boylover dem Jungen bereitet, eine gemeine, fiese „Täterstrategie“, mit der das arme Kind in eine hinterhältige „Falle gelockt“ wird.

Der zweite wichtige Teil der Wahrheit, den unsere Anita keineswegs zugeben kann, ist natürlich, dass sich die Kooperation der Jungs keineswegs auf ein passives „dulden“ beschränkt.

Trotzdem, könnte es sein, dass an dem Bild, was unsere Anita zeichnet, doch etwas dran ist? Dass hinter dem Bereiten von Lust nicht nur unsere eigene sexuelle Lust, sondern auch eine Strategie steckt? Dass Jungs vielleicht auch einiges „erdulden“?

Nun, das mit der „Strategie“ muss ich zugeben: Es ist nicht nur reine sexuelle Lust, die Boylover dazu bringt, den Jungs Lust zu bereiten. Es ist auch Teil einer ganz fiesen, hinterhältigen Strategie, die unter dem Namen „Goldene Regel“ oder auch „Kantscher kategorischer Imperativ“ bekannt ist: Man versuche, anderen nur das anzutun, von dem man möchte, dass sie es einem selbst auch antun. Eine gemeinere Strategie der Verführung ist schwer denkbar. Man stelle sich nur vor, jemand gäbe Jungs mit offensichtlichem Vergnügen Blowjobs. Da könnte es passieren, dass ein auf solche Weise sowieso schon schwer misshandelter Junge auch mal ausprobieren will, was denn daran so geil ist, anderen einen zu blasen.

Die Goldene Regel auf eine Art zu befolgen, die nicht staatlich gebilligt ist, ist natürlich für die Stazis generell ein schweres Verbrechen.

Eine weitere „Täterstrategie“, die mit der Goldenen Regel nichts zu tun hat, die ich aber trotzdem immer befolgt habe, gibt es allerdings auch: Man begehe keine illegalen Handlungen mit Kids, die zu jung sind, weil sie sich verquatschen könnten und zu leicht auszuhorchen sind. Nach der Goldenen Regel sollte man ihnen die Zärtlichkeiten, die sie wünschen, natürlich nicht verweigern, aber da geht die eigene Sicherheit doch vor. Wie egoistisch.

Ist allerdings für die meisten Boylover keine relevante Einschränkung – die Jungs, die sie attraktiv finden, gehen schon zur Schule und sind in dieser Hinsicht alt genug. Man muss ihnen nicht erst erklären, dass man gewisse Spielchen einfach geheimhalten muss. Das versteht sich von selbst. Es kann schon mal vorkommen, dass die Jungs den Boylover selbst noch einmal explizit auffordern, das niemandem zu verraten. Was ihm sicherlich nicht schwerfällt zu versprechen.

Wieso Schuld einreden keine „Täterstrategie“ ist

Soweit die realen Strategien. Aber zurück zur Phantasiewelt des Kinderschutzes. Worin besteht nun das so besonders Hinterhältige und Verwerfliche an der „Täterstrategie“ des Lustbereitens, worin die „Falle“, in die es gelockt wird? Nun, die Falle besteht darin, dass beim Kind Schuldgefühle erzeugt werden. Wird zumindest im nächsten Satz so beschrieben:

Es fühlt sich schuldig, weil es sich nicht gewehrt, dass es mitgemacht oder gar Lust empfunden habe.

Aber hallo – meine „Täterstrategie“ soll das Ziel haben, dass der Junge irgendwelche Schuldgefühle bekommt? Tickt da noch alles richtig? Nichts ist für mich gefährlicher als ein Junge mit Schuldgefühlen. Der für den Boylover ideale Junge hat jedenfalls keine. Er pfeift auf sinnlose Moralvorschriften der Gesellschaft und macht, was ihm Spaß macht, ohne sich deswegen mit Schuldgefühlen zu belasten. Schuldgefühle hingegen gefährden die Sexspiele in höchstem Maße. Die Folge kann sein, dass er beim Sex nicht mehr mitmacht. Oder er bleibt ganz weg. Oder, noch schlimmer, er beichtet alles irgendwem.

Klar, solche Schuldgefühle können entstehen – schließlich wissen die Jungs, dass sie bei verbotenen, geheimzuhaltenden Spielchen mitmachen. Aber wenn es in dieser Frage „Täterstrategien“ gibt, dann haben die ganz eindeutig das genau entgegengesetzte Ziel – nämlich solche Schuldgefühle soweit wie möglich zu reduzieren.

Alles andere wäre Schwachsinn, geradezu Suizid. Auch die primitivste, eigensüchtigste Strategie wird dem Jungen keine Schuldgefühle einreden. Wofür denn? Er macht doch alles richtig, wenn er beim Sex mitmacht. Und, sowohl die Rechtfertigung der eigenen Handlungen, als auch der Versuch, den Jungen vom weiteren Mitmachen zu überzeugen, erfordern klar ein und dasselbe: Dem Jungen klarzumachen, dass die sexuellen Handlungen völlig ok sind, und nur deshalb geheimgehalten werden müssen, weil es ein paar völlig sinnlose und ungerechte Gesetze gibt, die den Jungs verbieten, bei dem Spaß, den die Erwachsenen sich selbst gönnen, auch mitzumachen. Was passiert, ist schließlich von allen Beteiligten gewollt und macht Spaß, und die Erwachsenen selbst machen es ja untereinander auch. Also wirklich kein Grund für irgendwelche Schuldgefühle.

Die Entstehung von Schuldgefühlen

Woher kommen aber dann die Schuldgefühle? Oder sind die nur Ausgeburt der Kinderschutzphantasien?

Nun, die Projektion eigener Schuldgefühle für Sex durch die Kinderschützer spielt sicherlich eine Rolle. Ein antisexuell-religiöser Hintergrund ist bei vielen ziemlich offensichtlich. Es ist nicht nur der Altersunterschied, der den Sex zwischen Männern und Jungs so schlimm macht. Sex außerhalb der Ehe, gar schwuler Sex, ist auch heute keineswegs für alle unproblematisch. Und die meisten Kinderschützer sind Frauen, für die Sex eine andere, negativere Bedeutung hat, und für die eine moralische Verurteilung als Schlampe oder Nutte immer noch im Raum steht, wenn sie Sex zu positiv sehen. Das Jungs in dieser Beziehung anders sind, ist natürlich nichts, was in Zeiten des Gender Mainstreaming auch nur zur Kenntnis genommen wird.

Trotzdem, bei den Kids, mit denen Frau Heiliger zu tun bekommt, ist durchaus zu vermuten, dass sie reale Schuldgefühle entwickelt haben. Und dafür gibt es einen einfachen sachlichen Grund – es sind schließlich Kids, deren Beziehungen aufgeflogen sind. Und das, was passiert, wenn die Sache auffliegt, kann wohl auch dem abgebrühtesten Jungen einige Schuldgefühle beibringen.

Sicherlich, ein paar Schuldgefühle mag der eine oder andere Junge auch vorher schon gehabt haben – schließlich macht er ja Verbotenes und hält es geheim. Aber das sind kaum besonders starke Schuldgefühle – schließlich macht er es nicht allein, und sein großer Freund versucht, so gut er kann, ihm solche Schuldgefühle auszureden. Und falls sogar noch ein paar mehr Jungs mitmachen, werden solche Schuldgefühle völlig irrelevant.

Was die Kids allerdings bei der Aufdeckung erleben – die augenblicklich völlig hysterische, extreme Überreaktion der Gesellschaft – ist für die geistige Gesundheit der betroffenen Kinder nicht förderlich. Dass dadurch beim Kind Schuldgefühle entstehen, halte ich für eine voraussagbare Folge.

Ich bin zwar kein ausgebildeter Psychologe. Allerdings habe ich ein paar Vorteile: Ich bin nicht von der Kinderschutzideologie verblendet, kann also meinen Verstand benutzen, wo die Kinderschützer ihrem Dogma folgen. Und ich weiß aus eigenem Erleben, was in Boylove-Beziehungen wirklich abläuft.

Und das ist in diesem Fall ziemlich ausreichend. Ich brauche nur noch herzunehmen, was die Kinderschützer selbst über Therapien missbrauchter Kinder schreiben, und eins uns eins zusammenzuzählen. Und es kommt heraus, dass es solche Therapien sind, die bei den Kindern solche Schuldgefühle erst erzeugen.

Das scheint auf ersten Blick ein Widerspruch: Ist die These Kinder haben niemals schuld am Sex nicht eines der grundlegendsten Dogmen der Kinderschützer? Tun sie nicht alles, um den Kindern ihre Schuldgefühle auszureden?

Aber ich bezweifle ja gar nicht, dass die Kinderschützer das wollen. Nur, zwischen dem, was gewollt ist, und den realen Folgen klaffen ja oft genug Welten. Und dies ganz besonders dort, wo auf der Grundlage sachlich völlig falscher Theorien gehandelt wird.

Und genau dies ist hier der Fall. Das Bild, was die Medien und die Kinderschutzideologie von sexuellen Beziehungen zwischen Männern und Jungs zeichnen, hat so wenig mit der Realität zu tun, dass mich schon ein zufälliges, ungewolltes Aufblitzen von Realität in einem Kinderschutztext zu einem längeren Artikel wie diesem hier motivieren kann.

Und so überlege man einfach mal, was herauskommt, wenn ein Junge aus einer typischen Boylove-Beziehung herausgerissen und von einer Kinderschützerin therapiert wird, deren Vorstellung von dem, was in der Beziehung passiert ist, durch die Dogmen der Kinderschutzideologie bestimmt ist.

Also erklärt sie dem Jungen, dass er nur ein unschuldiges armes Opfer ist. Dass er nur von einem hinterhältigen Pädophilen ausgenutzt worden ist. Dass dieser hinterhältige Pädophile ihn gemeinserweise so manipuliert hat, dass er bereit war, all das zu erdulden, und dass er sich nicht traut, über das, was ihm angetan wurde, zu erzählen. Aber nun ist das Leiden ja vorbei, und sie macht ihm keine Vorwürfe, dass er mitgemacht hat, sie weiß ja schließlich, dass Kinder so etwas niemals selbst wollen, dass sie es alle nur erdulden, dass sie alle nichts lieber getan hätten als über diese Verbrechen zu erzählen, sich aber nicht getraut haben.

Und dies wird einem Knaben erzählt, der sich in der Wohnung des Boylovers Sachen erlauben durfte, die zu Hause oder gar in der Schule unmöglich gewesen wären, der den Boylover oft genug dahingehend manipuliert hat, ihm alles mögliche zu spendieren, der selbst Spaß am Sex hatte, der sogar selbst ab und zu die Initiative dazu ergriffen hat, der den Boylover selbst gebeten hat, das niemandem weiterzuerzählen.

Mit anderen Worten, der Knabe kriegt ungewollt beigebracht, dass er selbst ganz anders empfindet als alle, alle anderen Kinder, ohne Ausnahme. Nein, nicht explizit – ein Junge in so einer Situation hat kaum das Selbstbewusstsein, unserer gelehrten Diplompsychologin zu sagen „Tut mir leid, aber sie erzählen Stuss, das lief ganz anders als sie sich das vorstellen“. Er wird über sein Anderssein schweigen. Unsere Diplompsychologin bekommt also keinerlei Anlass, ihr Dogma in Frage zu stellen. Sie hat lediglich ein weiteres Kind von den Schuldgefühlen befreit, die hinterhältige Pädophile ihm eingeredet haben. Denkt sie.

Das, was ihm die Kinderschützerin über alle anderen Kinder erzählt, wird er ihr durchaus glauben. Sie ist schließlich eine Autoritätsperson. Aber der Junge weiß halt auch das, was er selbst erlebt hat, und was er nicht erzählt. Und natürlich zieht er seine eigenen Schlussfolgerungen. Er weiß also, dass er genossen hat, was alle anderen Kinder nur erdulden, er weiß, dass er selbst kräftig manipuliert hat, wo alle anderen Kinder nur manipuliert wurden, er weiß, dass er geheimhalten wollte, was alle anderen Kinder jemand anderem anvertrauen wollen, und er war der beste Freund des Verbrechers, wo alle anderen Kinder nur seine Opfer sind. Was folgt nun daraus? Ganz einfach, dass er selbst pervers ist. Und wenn das kein Grund für Schuldgefühle ist, was dann?

Was für eine Schuld überhaupt?

Die These, dass das Kind niemals schuld am Sex ist, erzeugt allerdings auch schon auf direktere Weise Schuld. Es wird ja implizit vorausgesetzt, dass irgendjemand schuld haben muss. Die Frage ist nur, wer – der böse Pädophile oder das arme Kind.

Und das ist halt der andere wichtige Unterschied in der Schuldfrage: Für uns Boylover steht sie überhaupt nicht. „Schuld“ ist keiner von uns beiden, weil nichts passiert ist, was irgendeine Schuldzuweisung erforderlich macht. Sex ist was schönes, was Spaß macht, für beide. Also was für eine Schuld überhaupt?

Und das ist ein weiterer Mechanismus, der Schuldgefühle erzeugen kann. Der Junge kommt aus einer Umgebung, in der niemand irgendjemandem eine Schuld am Sex zuweist – Sex macht Spaß, und erzeugt keinerlei Schuld.

Aber plötzlich ist der Freund im Gefängnis, und der Junge selbst findet sich in einer Umgebung wieder, in der eines unstrittig ist – dass etwas Schlimmes passiert ist, und dass jemand daran schuld ist.

Dass der Junge bei all dem, was passiert ist, ein sehr erhebliches Mitspracherecht hatte, dass ohne sein Einverständnis nichts lief, ist etwas was nicht ins Kinderschützerdogma passt, dem Jungen selbst aber sehr wohl bewusst ist. Und so mögen zwar unsere Kinderschützerinnen die These vertreten, dass das Kind niemals schuld ist. Aber die Begründung dafür ist, für den Jungen erkennbar, auf seine Situation nicht zutreffend. Denn sie lautet, dass das Kind den Sex niemals will, und dass es keinerlei Macht hat, dem Erwachsenen zu widerstehen. Der Junge hingegen weiß sehr wohl, dass er das alles wollte, und dass er sehr wohl die Macht hatte, nein zu sagen, und diese auch oft genug genutzt hat.

Der Junge identifiziert sich also nicht nur selbst als pervers, als anders als all die normalen Kinder, die so sowas Perverses niemals wollen. Es gibt eben auch noch die Frage, wem die erhebliche, geradezu riesige Schuld zuzuschreiben ist für das Perverse, was stattgefunden hat. Der Junge ist natürlich erleichtert, dass die Kinderschützerinnen gar nicht auf den Gedanken kommen, er könne mitschuldig sein. Aber das liegt ja nur daran, dass sie nichts von seiner Perversität wissen. Er selbst weiß allerdings, dass nichts gegen seinen Willen stattgefunden hat, dass er problemlos nein sagen konnte, und auch nein gesagt hat, wenn er mal keine Lust hatte, dass er das alles auch selbst wollte. Und daraus muss er schließen, dass er ganz erheblich mitschuldig ist. Sicher, diese Schuld bleibt unentdeckt, aber Schuldgefühle werden auch durch unentdeckte Schuld erzeugt.

Und sein Freund, der Einzige, der ihm gerne sagen würde, dass es überhaupt keine Schuld zu verteilen gibt, und er deswegen auch keinerlei Mitschuld haben kann, ist selbst ein schlimmer Verbrecher, der wegen seiner schweren Schuld im Knast sitzt, und mit dem er natürlich nicht reden darf.

Wer solch eine Therapie ohne Psychotrauma, ohne schwere Schuldgefühle, übersteht, kann es sich glücklich schätzen.

Gerechtigkeit?

Ist Gerechtigkeit eigentlich mehr als eine hohle Phrase, die jeder der sich irgendwie ungerecht behandelt fühlt verwenden kann um eine bessere Behandlung einzufordern?

Besser wäre es jedenfalls, wenn man wirklich rein objektiv Recht von Unrecht unterscheiden könnte. Nur, was ist objektiv Recht und Unrecht? Wenn das einfach zu entscheiden wäre, wäre Politik ja nicht das Problem – man könnte objektiv feststellen, welche Gesetze Recht und welche Unrecht sind, und welche Partei würde schon Gesetze fordern, welche ganz objektiv Unrecht sind?

Aber trotzdem: Meine Überzeugung ist, dass es objektive Unterschiede zwischen Recht und Unrecht gibt, und dass man in vielen Fällen zu eindeutigen Ergebnissen kommen kann – nämlich dass die aktuellen staatlichen Gesetze Unrecht sind.

Ein für jederman offensichtliches Beispiel für Unrechtsgesetze sind die Gesetze gegen Drogen. Die Perversion, diejenigen (die Nutzer) einzusperren, die man vorgibt als Opfer zu betrachten und schützen zu wollen, ist wohl kaum noch zu überbieten.

Aber genauso pervers sind die Gesetze gegen Pädophile auch. Es fehlt nur noch, dass die Kids selbst auch noch eingesperrt werden. Weit davon entfernt ist man ja nicht mehr – Gleichaltrige, die Sex miteinander machen, geraten zunehmend unter Beschuss. Und wenn Jugendliche Pornos von sich selbst verbreiten, sind sie ja inzwischen schon zu Verbrechern geworden.

Allerdings ist dies natürlich nur der Extremfall von Unrecht – die Verfolgung und Bestrafung derer, die angeblich geschützt werden sollen. Sollte es nicht auch noch geringfügigere Formen staatlichen Unrechts geben, sagen wir, ungerechtfertigt hohe Strafen für Verhalten, welches, sagen wir, durchaus in irgendeinem Sinn zweifelhaft ist?

Nicht dass ich auch nur in irgendeinem Sinn akzeptieren würde, dass Boylove moralisch zweifelhaft wäre. Liebe ist generell etwas positives, und die schwachsinnige Idee, Sex wäre nur dann legitim, wenn damit der Fortpflanzung gedient ist, wird ja nicht mal mehr von den Heten selbst vertreten – selbst die wollen ihren Spaß ohne dafür gleich mit mehreren Jahren Kinderaufzucht bezahlen zu müssen, und für die Welt als Ganzes ist eine Beschränkung des Bevölkerungswachstums auch nicht gerade eine Katastrophe.

Aber man kann ja den Heten in der intellektuellen Diskussion durchaus ein paar Punkte vorgeben, damit sie wenigstens eine gewisse Chance haben. Also, was auch immer das Verhalten ist, um das es geht, Blumengießen oder Nacktfotos anschauen, Schachspielen oder Jungspimmel lutschen, wenn die Mehrheit es schlecht findet, möge es halt verboten werden – solange die Strafen sich im angemessenen Rahmen bewegen.

Und was bestimmt den angemessenen Rahmen? Da reicht es, die Prinzipien zu nehmen, die die Heten selbst, in abstrakter Form, akzeptieren, sogar als Teil ihres Grundgesetzes betrachten, Prinzipien wie Schuldangemessenheit, Verhältnismäßigkeit, Übermaßverbot.

Was solche abstrakten Gerechtigkeitsideen betrifft, ist das deutsche Grundgesetz, und was ein paar Verfassungsrichter da reininterpretiert haben, gar nicht so schlecht. Die Gesetze gegen Sex mit Kindern und Kinderpornographie sind, wenn man nach diesen Prinzipien geht, einfach nur extrem verfassungswidrig, da sie in höchst offensichtlicher Weise gegen jedes Gebot der Verhältnismäßigkeit verstoßen.

In der Tat: Was würde aus dem Gebot der Verhältnismäßigkeit folgen? Der Boylover will den Jungen, in den er verliebt ist, rein subjektiv nicht schädigen. Im Gegenteil, er ist normalerweise der Überzeugung, dass ein solches Erlebnis dem Jungen nützt – ihm Erfahrung verschafft, die ihn später zu einem besseren Liebhaber macht. (Was meine persönliche sexuelle Erfahrung betrifft, kann ich das nur bestätigen – zumindest rein sexuell gesehen war Sex mit erfahrenen Jungs besser.)

Nun ist die Mehrheit der Überzeugung, die Jungs würden durch solche Erlebnisse schwer geschädigt. Natürlich völliger Schwachsinn, aber, nunja, Überzeugungen von Mehrheiten haben es halt an sich, normalerweise ziemlich schwachsinnig zu sein. Ist nunmal das Grundproblem der Demokratie – rationale Ignoranz: Der durchschnittliche Mensch, sobald er sich nur ein bisschen mit einem Problem auseinandersetzt, kommt zu weitaus klügeren Ergebnissen als eine Meinungsumfrage, mit einem Unterschied zwischen beiden der dem zwischen einem normal Begabten und einem Schwachsinnigen entspricht.

Aber selbst die Missbrauchs-Fanatiker behaupten nicht, Boylover würden die Jungs bewusst schädigen wollen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Selbst sie akzeptieren zumindest, dass die Boylover subjektiv der Überzeugung sind, Sex mit Jungs wäre unschädlich. Was sie natürlich damit erklären, dass hier der Wunsch der Vater des Gedankens ist, und dass die Boylover, aufgrund ihrer eigenen sexuellen Interessen, einfach nicht in der Lage sind, den Schaden zu erkennen, den sie anrichten.

Okay, geschenkt. Nehmen wir also einfach mal an, ich sei so seltsam voreingenommen, dass ich hunderte Arbeiten über sexuellen Missbrauch von Kindern lesen kann, und trotzdem zum Schluss komme, dass keine einzige von ihnen auch nur behauptet, statistisch nachweisen zu können, einvernehmlicher Sex würde schädlich sein. Es ist immer nur ein Gemisch von sexueller Gewalt, Nötigung, und sonstigem Sex, welches im statistischen Mittel schädlich ist – nur das verwundert natürlich genausowenig wie dass im statistischen Mittel ein Gemisch von Süßkirschen und Tollkirschen giftig ist.

Die Mehrheit der Normalos vermutet sicherlich anderes – ohne auch nur eine einzige wissenschaftliche Arbeit dazu gelesen zu haben. Genau wie ich, bevor ich das getan habe. Ich nahm auch an, ich würde mich mit einer Menge von Arbeiten auseinandersetzen müssen, die behaupten, einvernehmlicher Sex wäre im Mittel schädlich. Irrtum – es gibt tausende Arbeiten zum Thema sexueller Missbrauch, aber so etwas wird nicht mal behauptet. Ein großes Plus für die Wissenschaftler, die trotz allem der Versuchung, offen zu lügen, widerstehen, aber ein großes Minus für die Journalisten, die erfolgreich und unwidersprochen den völlig gegenteiligen Eindruck erwecken.

Genug der Abschweifung. Zurück zur Gerechtigkeit. Billigt man uns Boylovern zu, dass wir die Jungs nicht schädigen wollen, dass wir der Meinung sind, Sex sei zumindest harmlos, wenn nicht sogar nützlich, dann kann man die Höhe der Strafandrohungen nicht mehr mit irgendeiner Verhältnismäßigkeit in Einklang bringen.

Das ginge nicht einmal wenn man unterstellt, wir würden der Meinung sein, Sex wäre für die Jungs gefährlich. In diesem Fall wäre eine Bestrafung angemessen, wie sie üblich ist, wenn jemand durch sein eigennütziges Verhalten andere Menschen gefährdet. Dafür gibt es ja genug äquivalente Situationen. Und es gibt, vor allem, die allgemeinen Paragraphen für fahrlässige Körperverletzung (maximal drei Jahre nach deutschem Recht) und fahrlässige Tötung (maximal fünf Jahre).

Was ist, im Vergleich dazu, Sex mit Kindern? Ein sogenanntes „Vorfelddelikt“. Die Tat ist verboten, weil die Gefahr besteht, dass durch den Sex die Gesundheit des Kindes geschädigt wird, nicht weil sie aktuell geschädigt wird. Und wenn der Begriff „Verhältnismäßigkeit“ irgendeinen Sinn hat, dann doch wohl den, dass man für eine Handlung, durch die eine Gefahr besteht, dass etwas passiert, nicht härter, sondern im Gegenteil milder bestraft werden muss, als für eine Handlung durch die die Gefahr aktuell eintritt.

Und damit ist für eine Handlung, durch die die Gesundheit eines einzelnen Menschen gefährdet (nicht jedoch aktuell geschädigt) wird, die Höchststrafe für fahrlässige Körperverletzung schon eine obere Grenze. Bereits bei deren Erreichen kann man von Unrecht sprechen: Wenn ich durch meine Handlungen lediglich eine Gefährdung verursacht habe, die Gefahr jedoch aktuell nicht eingetreten ist, ist es einfach Unrecht, mich so zu bestrafen, als ob die Gefahr eingetreten wäre.

Also sind Strafen die auch nur in die Gegend von drei Jahren für einvernehmlichen Sex mit Kindern kommen bereits völlig unverhältnismäßig.

Und dies betrifft alle Varianten von einvernehmlichem Sex, einschließlich Prostitution und Herstellung von Pornographie. Es gibt auch für diese Varianten keinerlei statistischen Nachweis, dass, Einvernehmlichkeit vorausgesetzt, daraus im statistischen Durchschnitt irgendwelche Schäden entstehen. Für solch rigorose Maßnahmen wie Haftstrafen sollte dies eigentlich eine Voraussetzung sein.

Nimmt man die objektiven, wissenschaftlichen Daten über das Gefährdungspotential, dann ist ein Vergleich mit Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit bereits eine grobe Ungerechtigkeit – es bezweifelt ja wohl kaum jemand ernsthaft, dass solches Verhalten durchaus das Leben und die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet, und dies ohne auch nur ansatzweise deren Einverständnis bekommen zu haben.

Womit kann man den Boylover vergleichen, der sich ernsthaft mit der Möglichkeit auseinandergesetzt hat, Sex mit Jungs könnte schädlich sein, und zum Ergebnis gekommen ist, dass diese Befürchtung ungerechtfertigt ist? Ich sehe da nur einen angemessenen Vergleich: Den mit dem Verkehrsteilnehmer, der nachts, nachdem er sich vergewissert hat, dass niemand kommt, eine rote Ampel ignoriert. Und gegen eine dieser Gefährdung entsprechende Bestrafung würde ich auch kaum protestieren.

Und dies, nochmals, betrifft jede Art von einvernehmlichem Sex, einschließlich Analsex und sonstiger Varianten, einschließlich Bezahlung, und einschließlich pornographischer Aufnahmen davon: Eine gerechte Strafe muss mit der für das Ignorieren einer roten Ampel nachts ohne aktuelle Verkehrsgefährdung vergleichbar sein.

Nochmals klarer und eindeutiger wird der Unrechtscharakter bei der Frage Kinderpornographie. Vor einigen Jahren war eine Rechtfertigung wenigstens noch ansatzweise gegeben – verboten waren lediglich Darstellungen von Handlungen, die nach Gesetz illegal waren. Klar, auch das war nur formaler Schein – die für Boylover geilsten Pornos stellen Sex zwischen Jungs dar, ohne Beteiligung Erwachsener (Boylover stehen nunmal auf Jungs, nicht auf Erwachsene), aber die waren auch verboten, denn Sex zwischen Jungs war auch verboten, wurde lediglich wegen fehlender Strafmündigkeit nicht strafrechtlich verfolgt. Aber immerhin war das wenigstens eine Art von Legitimierung als Vorfelddelikt – verboten war etwas, was notwendigerweise eine andere Straftat voraussetzte, was also als eine Förderung dieser Straftaten angesehen werden konnte.

Die letzten Reste dieser Art von Legitimierung sind mit dem Verbot von Jugendpornographie auf die Müllhalde der Geschichte gewandert.

Selbst wenn man die Idee, dass man Handlungen im Vorfeld einer Straftat selbst strafbar macht, akzeptiert, wäre eine verhältnismäßige Strafe doch zumindest eine deutlich geringer als für die fragliche Straftat selbst. Für den Besitz von Jungendpornographie müsste man diese Vorfeldargumentation schon mehrfach beanspruchen:

  • Handel als Vorfeld der Herstellung von kinderpornographischem Material.
  • Besitz als Vorfeld des Handels (obwohl auch kostenlose Verbreitung die Quelle sein kann und oft genug ist – ich habe jedenfalls noch nie für illegale Pornos was bezahlt).
  • Und schließlich Jugendpornographie als Vorfeld der Kinderpornographie.
  • Und all dies in Bezug auf eine Straftat (der einvernehmlichen Herstellung der Kinderpornos) die wir bereits mit dem Ignorieren einer roten Ampel nachts auf einer leeren Kreuzung verglichen haben.

Mit anderen Worten, es ist einfach nur noch lächerlich.

Die einzige Frage wäre, wieso klagt eigentlich niemand? Ganz einfach, kein Boylover glaubt, dass er vom Bundesverfassungsgericht ein gerechtes Urteil erwarten kann.

Außerdem kann man nicht einfach so klagen, einfach so kann man nur ein Jahr nach einer Strafverschärfung oder wenn man selbst verurteilt wird. Die Frage der Kosten ist beiden Fällen höchst kritisch.

Falls es mich selbst nochmal trifft – ich denke mal, ich werde klagen. Allerdings weniger in der Hoffnung, recht zu bekommen. Die bewegt sich etwa auf der 1% Ebene. Ich erwarte eher ein Urteil, welches den aktuellen Zustand rechtfertigt, und dies aufgrund allgemeiner Prinzipien, die die offiziell geltenden allgemeinen Prinzipien wie Verhältnismäßigkeit oder das Übermaßverbot so interpretieren, dass sie faktisch wertlos werden – für alle. So dass, wann immer es der Mehrheit beliebt, Blumengießen oder Schachspielen mit Sicherungsverwahrung zu bekämpfen (zutrauen tue ich der noch ganz andere Blödheiten), den Blumengießern und Schachspielern keine Klage beim BVerfG mehr helfen wird. Rache ist Blutwurst.

Die heterosexuelle Perversion

Es geht in diesem Beitrag um eine weit verbreitete und gefährliche sexuelle Perversion, die Heterosexualität. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind nicht neu, frühere im Internet publizierte Arbeiten dazu wurden jedoch leider von heterokriminellen Vandalen zerstört.

Heterosexualität ist eine schwere Erkrankung. Heterosexuelle sind unfähig, zu Menschen, die mit ihnen gleichwertig sind, also zu Menschen desselben Geschlechts, sexuelle Beziehungen aufzunehmen. Die Angst vor gleichwertigen Partnern treibt sie dazu, mit Menschen eines anderen Geschlechts sexuelle Ersatzhandlungen zu betreiben. Mit Menschen insbesondere, die sie innerlich als minderwertig verachten. Dadurch gelingt es ihnen zumindest kurzfristig, ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren.

Apologeten der Heterosexualität versuchen, natürlich ohne Erfolg, solche perversen Beziehungen als normal und der menschlichen Natur entsprechend darzustellen. Nur, ich frage Sie, was könnte normal sein an einer sexuellen Beziehung zwischen Menschen, die so unterschiedliche Vorstellungen von Sexualität haben wie Männer und Frauen?

Von ernsthafteren Vertretern der heterosexuellen Perversion wird die Verschiedenheit der sexuellen Wünsche und die sich daraus ergebenden Konflikte auch gar nicht bestritten. Es ist für die Täter einfach unmöglich, sich in eine Frau wirklich hineinzuversetzen. Dazu sind Männer und Frauen einfach zu verschieden. Täter, die so etwas versuchen, sind nicht nur regelmäßig daran gescheitert, sie werden auch von anderen Tätern, die die Tragik heterosexueller Beziehungen tiefer verstanden haben, als „Frauenversteher“ lächerlich gemacht. Umgekehrt sieht es nicht besser aus – Frauen, die Männern in wenigstens einigen Beziehungen gleichwertig sind, werden als „Mannweiber“ verachtet. Eine menschenwürdige sexuelle Beziehung unter gleichwertigen Partnern ist unter solchen Voraussetzungen natürlich unmöglich.

Die völlige Verschiedenheit der sexuellen Bedürfnisse von Tätern und Frauen ist so offensichtlich, dass man sich fragt, wie Apologeten der Heterosexualität überhaupt auf die Idee kommen können, hier sei eine befriedigende Beziehung möglich. Frauen sind vor allem an langdauernden, möglichst lebenslangen Beziehungen interessiert, außerdem weniger an den sexuellen Handlungen selbst als an Gesprächen und Zärtlichkeit. Die Sexualität der Täter ist davon völlig verschieden – ihre sexuellen Wünsche sind promisk, und sie sind sehr viel mehr an deutlich kürzeren Beziehungen interessiert, in denen Sex eine sehr viel größere Rolle spielt, und ihre Sexualität is penis- und orgasmuszentriert. Diese totale Ungleichartigkeit der sexuellen Wünsche macht jede Hoffnung auf eine befriedigende Beziehung, wie sie manch naiver Heterosexueller hegen mag, oder wenigstens, aus Gründen der Selbstrechtfertigung, vorgibt zu hegen, zu einer völligen Illusion.

Die völlige Disparität der sexuellen Wünsche ist jedoch nur ein Aspekt der Perversität solcher Beziehungen. Schlimmer noch ist die Disparität der geistigen Wünsche. In der Gesellschaft von Frauen sind Männer, soweit sie nicht gerade als Täter von ihrer sexuellen Perversion übermannt sind, so dass sie bereit sind, alles mögliche in Kauf zu nehmen um einen neues Weibchen „rumzukriegen“, regelmäßig gelangweilt: Tratsch von Hausfrauen über Themen, die keinen Mann auch nur im entferntesten interessieren. Umgekehrt ist es nicht besser: Frauen haben weder an Autos noch an Politik oder Philosophie noch an Fußball oder gar Kampfsportarten auch nur irgendwelches Interesse und noch viel weniger Ahnung. Ihr Interesse beschränkt sich auf angeblich zwischenmenschliche (faktisch aber nur zwischenfrauliche) Beziehungen und kleine Kinder.

Die gegenseitige Verachtung wird nicht einmal verheimlicht. Witze über dumme Blondinen – die sexuell als einigermaßen attraktiv gelten – sind unter Männern extrem beliebt. Der Zusammenhang zwischen der Dummheit und der sexuellen Attraktivität von Blondinen ist natürlich kein Zufall – es ist ja gerade die Dummheit, die in solch einer perversen Beziehung notwendige Voraussetzung für die perverse sexuelle Attraktivität ist. Frauen mit genügend hoher Intelligenz – also Frauen, die auf geistigem Gebiet zumindest im Prinzip gleichwertig sein könnten – werden allein schon dadurch sexuell unattraktiv.

Wo man also eine solche heterosexuelle Beziehung trotz der Disparität der sexuellen Wünsche möglicherweise noch tolerieren könnte, macht die Disparität der geistigen Wünsche solche Beziehungen vollends zu Perversionen.

Der Leidensdruck in solchen Beziehungen ist entsprechend hoch. In länger dauernden, „Ehe“ genannten Beziehungen zwischen solch ungleichen „Ehepartnern“ entsteht bald sexuelle Langeweile, Frustration bei der Frau wegen des sexuell völlig natürlichen Bestrebens des Mannes nach Abwechslung, sexuelle Frustration beim Mann wegen des genauso natürlich geringeren Wunsches der Frau an sexuellen Handlungen, und gegenseitiges Anöden aufgrund der doch so verschiedenen geistigen Interessen.

Wie verschieden von diesem traurigen Bild ist hingegen die Betrachtung menschenwürdiger sexueller Beziehungen zwischen Gleichgesinnten wie Mann und Junge. Wie kompatibel sind schon allein – im Vergleich zur typisch heterosexuellen Disparität – die sexuellen Wünsche von Jungs und Männern: Beide sind promisk, neugierig auf neue sexuelle Erlebnisse, auf Abwechslung, und für beide ist Sexualität vor allem auch gemeinsamer Spaß, der sich nicht auf nur zwei Beteiligte beschränken muss. Was ja kein Wunder ist, trennt sie doch nichts weiter als ein unwesentlicher Altersunterschied.

Beide sind aber außerdem noch durch viele gemeinsame Interessen eng verbunden: Autos, Fußball, überhaupt Sport, Wettkampf, Maschinen. Welche Frau könnte sich schon für Modelleisenbahnen interessieren – ein Hobby welches viele Männer mit Jungs teilen. Auch Computerspiele sind hier zu nennen, vor allem Actionspiele oder Flugsimulatoren.

Die Betrachtung rein geistiger Interessen verschärft den Kontrast zur heterosexuellen Perversion noch. Nicht nur die Liebe für geistige Wettspiele wie Kartenspiele oder Schach sind hier zu nennen. Überhaupt das Interesse für geistige Beschäftigung – mit Politik, Wissenschaft, Technik – ist etwas was Jungs mit Männern teilen. Ob Autos, Bausteine oder Chemiebaukästen – es sind und bleiben bevorzugte Jungsspielsachen.

Und es ist ja schließlich kein Zufall, dass gerade in der Wiege der heutigen menschlichen Kultur und Wissenschaft – dem alten Griechenland – die Liebe zwischen Männern und Jungs den ihr zukommenden hohen Stellenwert hatte. Kultur hängt nun einmal davon ab, dass die wichtigen kulturellen Werte an die nachfolgende Generation weitergegeben und damit weiterentwickelt werden können – etwas, was ohne tiefgehende freundschaftliche Beziehungen zwischen den Generationen, bei denen nicht nur rein sexuelle, sondern auch geistige Interessen geteilt werden, nun einmal unmöglich ist.

Wo hingegen ist der Heterosexuelle, den es auch nur reizen würde, eine dumme Blondine an seinem Wissen teilhaben zu lassen, wie es für den pädagogischen Eros, für den es nichts faszinierenderes gibt als einen wissbegierigen Knaben, eine Selbstverständlichkeit ist? Nein, im Gegensatz zur Knabenliebe, in der der Wunsch, dem Knaben etwas beizubringen, inherent mit der sexuellen Lust verbunden ist, hat die heterosexuelle Abnormalität nichts als Verachtung für die geistigen Fähigkeiten der jeweiligen „Partner“ und strebt nicht einmal danach, die geistige Kluft zwischen ihnen zu überwinden. Es ist eben das eigentliche Sexualziel dieser Perversion, sich an einem in den eigenen Augen geistig Minderwertigen zu vergehen.

Nichts ist gesunder, menschenwürdiger Sexualität fremder als diese typisch heterosexuelle Verachtung des angeblichen „Partners“. Jungs wollen nichts mehr als erwachsen, zu Männern, zu werden. Sie eint das Bestreben, von Männern zu lernen, und die Männer sind gerne bereit, ihre Erfahrungen mit den Jungs zu teilen. Wie viele Frauen haben schon – voll Neid oder voll Verachtung – bemerkt, dass Männer mit Jungs viel mehr geistige Gemeinsamkeiten teilen als mit ihnen. Dies führt zu typischen Bemerkungen wie dass Männer „im Geiste immer noch kleine Jungs“ wären, und zur Klassifikationen ihrer Hobbies wie Autos oder Boote als „Spielzeug“.

Bezeichnend für die Perversität der Heterosexualität ist hingegen der traurige Versuch ihrer Apologeten, diese Perversion durch Hinweis auf die Sexualität der Tiere und der Rolle der heterosexuellen Befruchtung für die Zeugung von Kindern zu legitimieren. Dies entblößt jedoch nichts weiter als den inherent tierischen, menschenunwürdigen Charakter solcher Beziehungen. Sogar die Heterosexuellen selbst spüren offensichtlich instinktiv den zutiefst erniedrigenden Charakter solcher Beziehungen, dass sie sich ungehemmt selbst mit Tieren vergleichen. Als wenn es zum Kinderkriegen nicht schon lange menschenwürdige Alternativen wie die der künstlichen Befruchtung gäbe.

In früherer Zeit wurde die Verachtung Heterosexueller für Frauen, früher einfach nur Weiber genannt, nicht verheimlicht. Inzwischen ist es jedoch auch vielen Heterosexuellen peinlich geworden, ihre Verachtung für die Weiber, und damit die inherente Perversität der eigenen sexuellen Neigung, so offen zur Schau zu stellen. Es ist viel von Gleichberechtigung die Rede. Dies alles bleibt jedoch Äußerlichkeit – weder an der sexuellen Disparität noch an den fehlenden gemeinsamen Interessen hat sich schließlich etwas geändert. Auch die offen zur Schau getragene Verachtung ist lediglich etwas weniger öffentlich geworden.

Auch eine weitere Auswirkung der auch von den Heterosexuellen selbst gefühlten Perversität ihrer Neigung blieb faktisch unverändert bestehen: Es ist die Verachtung, die man für Frauen hegt, die sich professionell dem heterosexuellen Geschlechtsverkehr widmen. Selbst Reinemacherfrauen oder Kanalarbeiter, die sich mit menschlichen Fäkalien abgeben müssen, genießen einen höheren sozialen Status. Was für ein trauriges Bild, wo es doch eigentlich Hochachtung für die professionellen Qualitäten solcher Spezialistinnen geben sollte. Dies ist jedoch ein typisches Charakteristikum solch abnormaler Sexualität – die Verachtung der heterosexuellen Täter für ihre „Weiber“ potenziert sich gegenüber den professionellen Spezialistinnen. Die Verachtung für die eigene sexuelle Perversion wird auf die sogenannten „Nutten“ übertragen.

Nichts auch nur annähernd vergleichbares findet sich in vollwertigen, höheren Sexualformen. Sicherlich wird von vielen die tiefe persönliche Freundschaft – etwas, was in sporadischen professionellen Beziehungen nicht möglich ist – einer kurzfristigen professionellen Stricher-Beziehung vorgezogen. Eine Verachtung für Jungs, die sich auf diese Art Geld verdienen, gibt es jedoch kaum, und wenn, dann meist nur bei denjenigen, die selbst stark von heterosexueller Perversion beeinflusst und solch perversen Praktiken nicht völlig abgeneigt sind.

Kommen wir nun zu den besonders schrecklichen, grausamen Aspekten der Heterokriminalität. Die andere Seite der Heteroperversion ist Gewalt und Mord. Wenn auch bei weitem nicht jeder Heterosexuelle zum Mörder wird – von solchen Pauschalisierungen sei hier ausdrücklich abgeraten – so können wir doch nicht die traurige Tatsache übergehen, dass die der heterosexuellen Perversion inherente Selbstverachtung und Verachtung der eigenen „Sexualpartner“ oft genug auch zu sexueller und körperlicher Gewalt bis hin zum Mord führt.

Insbesondere Kriege, eine verbreitete Beschäftigung heterosexueller Tätergruppen, weisen starke Elemente heterosexueller Perversion auf. Aufgrund dieses perversen Hintergrundes enden sie oft genug in heterosexuellen Massenvergewaltigungen durch die siegreiche Armee.

Aber auch ein Großteil der sonstigen Schwerstkriminalität hat ihre Ursachen in der heterosexuellen Perversion. So ist ein Großteil der Morde in friedlichen Zeiten das Resultat des natürlichen Hasses zwischen den euphemistisch „Ehepartnern“ genannten Beteiligten an heterosexuellen Perversionen.

Ein anderer, trauriger und grausamer Bestandteil heterosexueller Schwerstkriminalität sind Prostituiertenmorde. Sie stellen letztendlich nichts weiter als eine natürliche Steigerung der von allen Heterosexuellen geteilten Verachtung für die Spezialistinnen in ihrer eigenen sexuellen Perversion dar. Jack the Ripper, ein brutaler Prostituiertenmörder, der nie gefasst wurde, genießt unter vielen Heterokriminellen einen Kultstatus.

Was die Heterosexualität als Perversion auch für diejenigen gefährlich macht, die gesunde, menschliche Formen der Sexualität vorziehen, ist die Aggressivität der Heterosexuellen gegen andere, höhere, vollwertige Formen der Sexualität. Das Leiden an der eigenen minderwertigen Sexualität bewirkt einen neurotischen Sexualneid und daraus folgend einen tiefen Hass auf diejenigen, die zu menschenwürdiger Sexualität, zu Beziehungen mit nicht nur sexuell, sondern auch geistig gleichwertigen Partnern in der Lage sind. Verbreitet sind hierbei – aufgrund der perversen eigenen Sexualität nicht verwunderlich – Kastrationsphantasien und andere Formen der sexuellen Erniedrigung von Menschen mit vollwertiger Sexualität. Besonders bezeichnend sind insbesondere die hierbei typischen Vergewaltigungsfantasien: Männer mit vollwertiger Sexualität werden dabei von heterosexuellen Tätern anal vergewaltigt oder penetriert und damit gewissermaßen sexuell auf den Status des verachteten eigenen „Sexualpartners“ – der Frau – erniedrigt.

Die eigentlichen Wurzeln dieses Hasses sind jedoch leicht herauszufinden. Man erkennt sie leicht daran, dass denjenigen mit gesunder Sexualität genau das vorgeworfen wird, worunter sie selbst so besonders leiden – die Disparität sowohl der sexuellen Wünsche als auch der geistigen Interessen – und dies an doch so offensichtlich unwesentlichen Altersunterschieden festgemacht wird.

Ein anderer, vielfach vernachlässigter Aspekt der heterosexuellen Perversion ist ein fataler Zyklus: Die in heterosexuellen Perversionen gezeugten Kinder, insbesondere wenn sie nicht früh genug von ihren perversen Eltern getrennt werden, dazu, selbst in die heterosexuelle Perversion abzugleiten. Dieses Phänomen ist wissenschaftlich noch nicht genügend verstanden. Insbesondere ist noch unklar, ob und inwieweit hierbei rein genetische Ursachen oder eine perverse Erziehung, die Heterosexualität zu normalisieren versucht, die Hauptrolle spielt. Auch ist die Perversion keine zwangsläufige Folge: Auch in heterosexuellen Ehen aufgewachsene Kinder können später eine gesunde Sexualität entwickeln, so wie auch, andersherum, von Menschen mit gesunder Sexualität gezeugte Nachkommen in die heterosexuelle Perversion abrutschen können. Die Theorie von der rein genetischen Ursache dieser Krankheit ist somit zweifelhaft. Ein hoher genetischer Anteil bei der Herausbildung dieser Krankheit ist jedoch sehr wahrscheinlich.

Trotz der gemeingefährlichen Charakteristika heterosexueller Abnormalität sollten wir jedoch eins nicht vergessen: Es ist keine eigene freie Entscheidung, die diese armen, unglücklichen Menschen in die perverse Sexualität treibt, sondern eine zumindest teilweise angeborene, vermutlich genetisch bedingte, aber wohl auch durch frühkindliche Schädigungen und Fehlentwicklungen hervorgerufene Neigung, für die der einzelne Heterosexuelle persönlich nichts kann, und unter der er selbst mit am meisten leidet. Auch Heterosexuelle sind Menschen!

Sicherlich, auch von solchen Menschen kann und muss man fordern, dass sie mit ihrer Perversion sozialverträglich umzugehen lernen, und insbesondere Menschen mit normaler Sexualität nicht mit ihren perversen Phantasien belästigen. Trotzdem sollte man nie vergessen, trotz erschreckend vieler von Heterokriminellen begangener Verbrechen, dass der einzelne Heterosexuelle kein geborener Verbrecher ist, sondern lediglich ein bedauernswerter Kranker, der unter seiner kranken, perversen Sexualität selbst am allermeisten leidet.

Nicht Strafe, sondern Therapie braucht der Heterosexuelle.

Meinungsfreiheit für Pädophile?

Zur Wendezeit, als ich das erste Mal in den Westen kam, war ich beeindruckt. Nein, nicht so sehr von den Läden – ich habe mir nie viel aus Klamotten und Luxus gemacht. Nein, von den Realitäten der Meinungsfreiheit damals. Ich fand schnell heraus, dass es sogar Journale von Pädophilen für Pädophile gibt. Journale, in denen die bestehende Gesetzgebung als Unrecht kritisiert wurde. Und es gab noch mehr – Gruppen von Pädophilen, deren Treffpunkt und Zeiten in solchen Journalen zu finden waren. Und sogar Organisationen von Pädophilen gab es.

Ich erinnere mich noch ziemlich gut, wie tief mich dies beeindruckt hat. Der Gedanke allein, dass man in einer völlig legalen Zeitung etwas Illegales verteidigen konnte. So etwas war im Osten undenkbar gewesen. Dort durfte ja fast gar nichts in den Zeitungen stehen, mit Ausnahme von primitiver Propaganda. Und nun plötzlich war es möglich, in einer Zeitschrift illegale Handlungen zu veteidigen und die Bestrafung solcher Handlungen als Unrecht anzuprangern.

Es war dieses mich konkret betreffende Beispiel, welches mir den prinzipiellen Unterschied zwischen einem demokratischen Rechtsstaat und einem Polizeistaat verdeutlicht hat. Klar, im Nachhinein scheint das alles klar und selbstverständlich – Demokratie kann ja nur funktionieren, wenn an den bestehenden Gesetzen öffentlich gezweifelt werden kann. Und so fremd war mir der Gedanke ja auch gar nicht – ich hatte mir ja auch schon vorher meine Gedanken gemacht, und in meiner Sammlung von Erinnerungen gibt es einiges Illegales aus der Vorwendezeit: Umweltblätter vom Frühjahr 1989 und russische und lettische Perestroika-Literatur von Sommer 1989. Ich habe damals schon selbst für eine freie Presse gekämpft.

Und trotzdem war ich tief beeindruckt. Ich denke, der Punkt war, dass ich mich damals, zumindest im Unterbewusstsein, eigentlich nur für eine freie Presse für die Mehrheitsmeinung eingesetzt habe. Die Katastrophe der DDR-Presse war ja, dass die Mehrheitsmeinung nichts, aber auch gar nichts, mit der veröffentlichten Meinung zu tun hatte. Dass die Mehrheitsmeinung nun endlich auch in den Zeitungen und im Fernsehen dargestellt werden durfte und wurde, war ja ein riesiger Erfolg der Demokratiebewegung.

Mir ist erst durch die pädophilen Journale wirklich bewusst geworden, dass es wirkliche Meinungsfreiheit erst dann gibt, wenn auch Minderheiten ihre Meinung offen sagen können. Und dass es wirkliche Freiheit der Vereinigung erst dann gibt, wenn auch solche Minderheiten wie Pädophile Vereine bilden können.

Warum ich mich heute daran erinnere? Der Leser darf dreimal raten. Von den pädophilen Journalen ist heutzutage nichts übrig. Die Organisationen der Pädophilen sind faktisch zerschlagen. Was überlebt hat sind ein paar Freundeskreise aus alter Zeit, mehr nicht.

Mit anderen Worten, Pressefreiheit und Freiheit der Vereinigung stehen uns Pädophilen vielleicht noch formal, aber nicht mehr faktisch zur Verfügung. Die pädophilen Vereine sind schließlich nicht wegen Mangels an Pädophilen eingegangen, und die pädophilen Journale auch nicht am Mangel an Lesern. Sondern wir hatten einfach damals noch Freiheiten, die wir heute eben nicht mehr haben.

Wir haben heute wieder, wie zu DDR-Zeiten, eine Einheitsmeinung in den Medien. Nur ist es heute nicht mehr die des ZK der SED, sondern durchaus die der Mehrheit. Wir haben sogar lebhaften Streit in den Medien. Allerdings nicht mit den Pädophilen. Man streitet sich nur untereinander darüber, wie man mit solchen Untermenschen umgeht. Gleich Vergasen oder nur Schwanz ab? Lebenslang Knast oder lebenslang Klapsmühle?

Ohne das Internet wären wir heute wieder wo wir in der DDR waren, nur halt eben mit Mehrheitsmeinung an Stelle der ZK-Meinung.

Klar, auch im Internet ist die Lage nicht rosig. Viele unserer Seiten sind schon kaputtgemacht worden, viele unserer Foren geschlossen, viele Menschen wegen des Besitzes und Verbreitens von Bildern verhaftet und eingesperrt, und jeder Betreiber einer noch so unschuldigen pädophilen Seite fragt sich, wann er wieder einmal den Provider wechseln muss.

Trotzdem, im Internet gibt es sie doch noch, die zaghaften Überreste von Meinungsfreiheit für Minderheiten.