Was das Jungsforum zu Azov Films schrieb

Im Fall Edathy hatten Leser des Jungsforums gegenüber den Lesern der Mainstreampresse einen bemerkenswerten Informationsvorteil, der es wert ist, einmal protokolliert zu werden.

Als der Leser der Mainstream-Medien am 11.02.2014 im Spiegel „erfuhr“, es ginge um Kinderpornographie, während die Information, dass es sich nur um FKK-Filme handelt, sich erst später verbreitete, erfuhr der Jufo-Leser letzteres bereits am selben 11.02.2014. Dies geschah ganz ohne pädophile Links in der Staatsanwaltschaft, sondern einfach weil im Jungsforum ja sowieso schon lange bekannt war, dass sich hinter dem „Kinderpornoring“, den die „Operation Spade“ enttarnt hatte, nur Kunden von Azov Films verbargen, die dort nur legale FKK-Filme gekauft hatten, einfach weil es dort gar nichts härteres zu kaufen gab. Es brauchte also niemand zu recherchieren, welche Filme er konkret bestellt hat – es konnte gar nichts anderes sein.

Dann geisterte die Hypothese durch die Gegend, Edathy wäre vorgewarnt worden. Das mag ja für Verschwörungstheoretiker interessant sein, glaubhaft ist es nicht. Die Medienkampagne im November 2013 zur „Operation Spade“ war ja nun nicht zu übersehen gewesen, für Kunden von Azov Films schon gar nicht. Da er erst kurz danach einen Anwalt eingeschaltet hat, dürfte es in der Tat diese Medienkampagne gewesen sein, durch die er von der Verfolgung der Azov-Kunden erfuhr. So sagte er es ja inzwischen auch selbst.

Wie schnell pädophile Kunden von Azov Films gewarnt waren

Auch für Edathy hätte sich jedoch das Lesen des Jungsforums gelohnt. Dann hätte er nämlich nicht erst im November 2013 davon erfahren, was Kunden von Azov Films droht. Die Polizeiaktion gegen Azov Films fand am 1. Mai 2011 statt. Schon am 6. Mai 2011 wurde weiß einer was mit Azov Films ist? gefragt. Und schon am 20. Juli 2011 wurde die Frage haben Azov-Kunden in Deutschland Hausdurchsuchungen zu erwarten? behandelt. Dabei wurde u.a. empfohlen

Wer also dort mal was bestellt hat, sollte spätestens jetzt dafür sorgen, dass jegliches verfängliches Material aus seiner Wohnung und Datenträgern verschwindet. Einfaches Löschen reicht dazu freilich nicht aus, man sollte sogenannte „Eraser“ oder „Wipe“ Programme benutzen … Zusätzlich lohnt es sich, mittels Truecrypt Festplatte und Betriebssystem komplett zu verschlüsseln, da so auch die diversen temporären und versteckten Dateien, die Windows so anlegt, mit weggeschlossen werden.
Anleitung: Komplettverschlüsselung mit Truecrypt

Die ersten Informationen darüber, dass auch Kunden von Azov tatsächlich von der Polizei verfolgt werden, gibt es am 1. Oktober 2012 unter Tipps für Azov Films Kunden.

In den USA sind in den letzten Tagen mindestens vier Kunden von Azov Films verhaftet worden. Ihnen wird vorgeworfen, von AF KiPo bezogen zu haben, wobei es um nichts Spezielles sondern um die normalen Azov Filme geht. Ihre Namen sowie weitere Kunden-Namen (alleine aus den USA mehrere hundert) mitsamt ihrer Bestellungen wurden bei der Durchsuchung der AF-Büros (USA & Kanada) im Mai letzten Jahres von der Polizei ermittelt. Das trifft sicherlich auch für Kunden außerhalb der USA zu. … Zu zwei Fällen habe ich über BoyChat folgende Dokumente gefunden, aus denen genau hervorgeht, was den Männern vorgeworfen wird:
http://msnbcmedia.msn.com/i/msnbc/sections/news/keller-affidavit.pdf
http://www.justice.gov/usao/ri/news/2012/sept2012/silvacomplaintT.pdf

Dass so etwas nicht nur in der verklemmten Bananenrepublik USA, sondern auch in Europa möglich ist, erfahren Jufo-Leser schon am 9. Dezember 2012 unter Spanische Azov-Films-Kunden verhaftet.

Weiter diskutiert werden Verhaftungen von Kunden am 31. Mai 2013 unter Azov-Verhaftungswelle vor allem in USA,

Die ganz große Medienaktion im Nov. 2013 blieb im Jufo natürlich auch nicht unbemerkt. Klingt doch nach azov Films, oder? Ja! schrieb der Produzent,

Natürlich ist das Azovfilms! Die haben die Kinder in den Filmen aus den 80′ern gleich „mitgerettet“, keine Ahnung wie sie selbst so auf diese Zahlen kommen. Die Anzahl der Jungs ist falsch, Umsatzzahlen sind falsch, der Inhalt beinhaltet kaum einen wahren Satz. In Rumänien waren es 11 Jungs, in der Ukraine vielleicht ein paar mehr. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren, die Lüge dominiert die Berichterstattung. Warum jetzt? Weil Brian Anfang Dezember sein hearing vor Gericht hat ;) .

Am 21. Januar dann noch eine aktuelle Warnung, dass es auch in Deutschland Haussuchungen bei Azov-Kunden gibt.

Zur rechtlichen Situation

Der Leser der Massenmedien hält Azov Films wohl noch heute für einen hochkonspirativen Kinderpornovertrieb. Der Jufo-Leser ist da besser informiert. Azov Films verkaufte seine FKK-Filme ganz offen. Im Webarchiv findet sich noch die entsprechende rechtliche Information für die Kunden:

We have attorneys and consultants routinely monitoring our website content and films to ensure we comply with all applicable laws. Each film sold on this website is reviewed prior to listing. No film we sell violates Canadian or American law. YOU ARE RESPONSIBLE for checking import laws in your country. We are not lawyers and will not answer questions regarding your local laws. … This site contains NO visual depiction of „lascivious exhibition(s) of the genitals or pubic area,“ clothed or unclothed.

Womit zwar klargestellt ist, dass die Firma Azov Films selbst zwar nur auf kanadisches und US-Recht geachtet hat. Aber auch, dass diese Kriterien nicht weniger streng waren als das, was auch nach der letzten Strafverschärfung deutsches Recht ist, also dass es keinerlei sexuelles Posieren gab.

Ein Kunde hatte also guten Grund, anzunehmen, dass alles was dort verkauft wird, auch in Deutschland legal ist. Der gesunde Menschenverstand sagt auch jedem, dass dies nicht bloß Tarnvorgaben waren, und solche Firmen, weil sie ständig mit Polizeikontrollen rechnen müssen, eher übervorsichtig agieren dürften.

Jufo-Leser hatten darüber hinaus noch Berichte über Details, die diesen Eindruck bestätigten. Am 11. April 2010, also etwa ein Jahr vor der Polizeiaktion, schrieb einer der Produzenten dazu folgendes:

Azovfilms verschickt seit Jahren seine DVDs unter Angabe des Absenders und hatte auch bereits mehrere polizeiliche Ermittlungen. Alles wurde eingestellt, azov wurde nicht einmal rechtskraeftig wegen irgendwas verurteilt. Waere azovfilms eine illegale Seite welche Kinderpornografie vertreibt waere es die erste KiPo-Seite welche seit 5 Jahren unter Angabe der vollen Adresse seine Produkte vertreibt und uebrigens sogar jede verkaufte DVD beim kanadischen Finanzamt versteuert.

Peter P zum Beispiel vertreibt Filme bei azov seit ueber 2 Jahren. Es gibt keinen mir bekannten Fall wo es zu irgendeiner Verurteilung aufgrund seiner Filme kam, weder in DE noch in England. Es gab 2008 einen Fall in DE wo ein Laptop beschlagnahmt wurde und der aber wieder mit samt dem Film frei von Konsequenz zurueckgegeben wurde.

Im Nachhinein schrieb er folgendes:

Es gab ja, wie geschildert, keine Veranlassung irgend etwas heimlich zu tun. Das Geschäft bestand bis zu den ersten Verhaftungen 2010 bereits sieben Jahre, mehrere Hausdurchsuchungen führten zu keiner Anklage bis dahin. Das Verhalten der Behörden entsprach vollauf den Einschätzungen der Anwälte. Somit war es auch in der Sache keine Problematik, wenn die Kunden ihre Kreditkarten zur Verfügung stellten. Die Spielregeln haben sich während des Spiels geändert. Wenn morgen bei allen JuFo-Usern die Kripo vor der Türe steht, weil ihnen plötzlich übernacht einfällt, dass das Gedankengut pädophiler Natur bereits einen Verdacht begründet, dann wirst du dich übermorgen auch nicht als Buhmann hinstellen lassen, weil du die Voraussetzungen zur Verfügung gestellt und/oder moderiert hast.

Sowohl die Aktion der kanadischen Polizei gegen Azov Films selbst als auch die Aktionen überall auf der Welt gegen Kunden von Azov Films haben somit den Charakter staatlicher Verbrechen: Durchsuchungen von Menschen, die lediglich, zumindest nach ihrer Überzeugung, legal gehandelt haben, und dies sowohl was die Produktion der Filme, als auch deren Verkauf, als auch den Kauf betrifft. In Rechtsstaaten wäre so etwas nicht möglich.

Auch in Deutschland widerspricht es jeglicher Rechtsstaatlichkeit, wegen des Kaufs legaler Filme Hausdurchsuchungen durchzuführen. Im Urteil des BVerfG 2 BvR 3044/09 heißt es:

Erforderlich zur Rechtfertigung eines Eingriffs in das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 Abs. 1 GG) ist der Verdacht, dass eine Straftat begangen wurde. Das Gewicht des Eingriffs verlangt dabei Verdachtsgründe, die über vage Anhaltspunkte und bloße Vermutungen hinausreichen. Ein Verstoß gegen diese Anforderungen liegt vor, wenn sich sachlich plausible Gründe für eine Durchsuchung nicht mehr finden lassen (vgl. BVerfGE 59, 95, 97; 117, 244, 262 f.). Eine Durchsuchung darf nicht der Ermittlung von Tatsachen dienen, die zur Begründung eines Verdachts erforderlich sind;

Ein legaler Kauf von FKK-Videos ist jedoch nicht mehr als ein vager Anhaltspunkt – es ist nicht mehr als die Vermutung, dass ein solcher Käufer pädophil sei, kombiniert mit der These, dass Pädophile oft auch illegale Pornographie besitzen.

Der Produzent der rumänischen Filme wurde zu drei Jahren verurteilt. Mainstream-Leser glauben, wegen Herstellung von Kinderpornographie. Sie irren sich, der Jufo-Leser weiß mehr. In http://www.jungsforum.net/messages/250056.htm schreibt er zum Urteil nämlich

Denn ich als Produzent mehrerer dieser Filmreihen war nicht von der Justiz mit dem Vorwurf konfrontiert, kinderpornograisches Material erstellt zu haben. Im Ermittlungsverfahren durchaus, das ist klar, aber nicht im Urteil. Die Presse schrieb natürlich nichts über das Urteil, nur über das Strafmaß.

sowie hier

die Anklage lautete am Ende „Herstellung von Bildaufnahmen in sexuellen Positionen“. Ein Strafparagraf welcher so nur noch in einigen Laendern Osteuropas existiert und Pornografie generell bekaempfen soll. Das Urteil fuer Peter P lautete Ende 2010 drei Jahre ohne Bewaehrung, die Mindeststrafe in diesem Strafparagrafen.

Wie geht es den Kindern?

Eine Frage, die von Berufsmissbrauchsopfern in Foren gern in diesem Zusammenhang gestellt wurde. Folgt man ihnen, sind auch die Kinder, die an FKK-Filmen teilnehmen, arme Opfer sexuellen Missbrauchs die davon schwer traumatisiert wurden. Die Leser des Jungsforums haben in diesem Fall das Glück, dass der Produzent der in Rumänien hergestellten Filme darüber ein paar Details schreibt. Hier ist vor allem Die wahre Geschichte von Peter P Productions zu empfehlen. Mir gefällt besonders die Geschichte wie es zu den ersten Nacktaufnahmen kam:

Diese Jungs machten also ein Wrestlingmatch in einem Plastikpool welcher mit etwas Wasser gefuellt war. Im Eifer des Gefechts und ohne Einmischung Dritter wurde die Rauferei auf eine spassige Weise so „wild“ dass Vlad’s Unterhose einriss und so an ihm herunterschlapperte dass seine Genitalien deutlich sichtbar wurden. Eine Tatsache die fuer Gelaechter und aufpeitschende Stimmung in der Gruppe sorgte. Peter signalisierte Vlad er solle doch ins Badezimmer und somit aus dem Filmwinkel der Aufnahme gehen. Doch er machte das Gegenteil, genoss die Aufmerksamkeit, fragte laut was die Aufregung ueberhaupt solle und zog unaufgefordert die ohnehin unbrauchbar gewordene Unterhose ganz aus, stand nackt da und fragte ohne jedes Anzeichen von Erroetung wer sich das ausser ihm sonst noch traue. Seine Antwort bekam er prompt, Alex war der Zweite und zehn Sekunden spaeter stand der Rest der Gruppe nackt da, lachte und groellte, die Filmkamera lief noch aber Peter hat die erste gefilmte Nacktszene unbrauchbar verwackelt.

Dass die Jungs auch von der Verbreitung im Netz wussten, geht hieraus hervor:

Natürlich wussten die Jungs bescheid warum und wofür wir das filmten. Jeden Freitag, nachdem wir bei mir angekommen sind aus ihrem Dorf, stürmten sie zum Computer, weil unter ihnen ein regelrechter Konkurrenzkampf bestand wer die besseren Kommentierungen bekam.

Was die Medien dazu schreiben

Einige Berichte, wie dieser Medienbericht im Toronto Star, malen natürlich ein ganz anderes, böses Bild. Hier kommen Jufo-Leser in den Genuss einer direkten Richtigstellung durch einen der Dargestellten:

Erstens hab ich gar keine Schwester (und hab sowas auch nie gesagt), zweitens war ich nach meiner Haftentlassung in dem Dorf und hab mit den allermeisten auch geredet, unaufgeregt und ganz normal, und meine Eier hab ich beide noch. Drittens hab ich heute erst noch Alex und seiner Mutter telefoniert um abzusprechen wo wir Weihnachten verbringen werden. Er klang nicht sonderlich traumatisiert und sie auch nicht. Ich habe bis auf eine Ausnahme Kontakt zu allen Jungs und bis auf Alex und Vlad war während der interviews keiner der Jungs zugegen. Da wurden fleissig Wörter in den Mund gelegt bzw Wörter im Mund verdreht.

Ein pikantes Detail dann hier:

Dass der Journalist Bestechungsgelder verteilte weiss ich definitiv, denn er traf sich mit meinem Anwalt und dieser sah, dass er eine ins Englische übersetzte Abschrift meiner Original-Anklageschrift dabei hatte. Von dort hatte er auch die Adressen der Jungs. An diese Anklageschrift kommen nur der Staatsanwalt oder Ich. Er KANN sie nur durch Bestechung eines Justizbeamten erhalten haben. Er zitiert auch nicht daraus in seinem Bericht, wohlwissend, dass er sie gar nicht haben dürfte.

Worüber die Medien natürlich nicht berichten, ist, wie die Polizei ermittelt:

Was den Jungen passierte erfuhr Peter erst einige Tage spaeter. Die Anhaltung des Fahrzeugs von Peter P war gegen 09.00 Uhr morgens, die Jungen wurden bis weit nach Mitternacht ohne Beisein der Eltern verhoert, von den Kriminalbeamten geschuettelt, gegeneinander ausgespielt und erpresst.

Der Leser muss wissen dass das Polizei- und Gerichtswesen in Osteuropa nicht dem Standart in Westeuropa entspricht. Aussagen muessen handschriftlich abgegeben werden, lt Gesetz natuerlich ohne aeussere Einflussnahme. Die Praxis sieht erwartungsgemaess anders aus. Polizisten diktieren unter Androhung einer Einweisung in ein Kinderheim und veraengstigte Kinder schreiben dann sechsseitige Aussagen die sie angeblich frei und ohne Einflussnahme eigenstaendig zu Papier gebracht haben sollen. Die Jungen wurden mit Aussagen der Polizisten konfrontiert, z. B. „der Lucian hat uns schon erzaehlt wie er (Peter P) euch allen den Schwanz gelutscht hat nach den Filmereien, du kannst es ruhig zugeben, und wenn nicht dann bekommst du eine Tracht Pruegel“.

Alle Jungen haben diese Vorgehhensweise bestaetigt, nicht nur vor Peter P nach dessen Haftentlassung, auch gegenueber dem Richter waehrend der Hauptverhandlung. Keiner der Jungen hat dem Druck und den boeswilligen Handlungen der Polizeibeamten nachgegeben, alle haben unabhaengig und getrennt von einander ausgesagt dass sie von Peter P zu keinem Zeitpunkt schlecht behandelt wurden.


11 Antworten auf „Was das Jungsforum zu Azov Films schrieb“


  1. 1 Prof. Unrat 17. Februar 2014 um 16:36 Uhr

    Von deinen üblichen Seitenhieben gegen die Möglichkeit seelischer Gefähdung von Kindern abgesehen ist deine Zusammenstellung korrekt und verdienstvoll.

    Ich habe heute nacht im Jungsforum darauf hingewiesen, daß des Rätsels Lösung mit einiger Sicherheit nicht in einer Einschätzung der Azov-Filme als kinderpornographisch zu suchen ist – die deutschen Fachleute schauen da schon näher hin und kennen das Material.

    Es gibt einen oder zwei (minderschwere) Ausreißer, die unser Hauptinformant in einer Tabelle (wo steht die derzeit bitte?) ja getreulich aufgelistet hatte. Ansonsten ist „Azov“ nach deutschem Recht halbwegs clean.

    Was steckt also hinter dem Edathi-Fall?

    In einer für mich beim besten Willen nicht mehr durchschaubaren bzw. rekonstruierbaren Art und Weise hing Azov monatelang mit einem Versand zusammen – oder war sogar damit identisch –, der neben harmlosem, teils überaltertem FKK-Zeugs auch eine Reihe kinderpornographischer Titel, wenn auch der leichteren Sorte, angeboten hatte.

    Die aufwendige Gestaltung der Webseiten sprach für guten Absatz. Die deutschen Behörden werden nun ja neben den Käuferadressen auch die Bestell-Records aus Canada erhalten haben. Es ist gut denkbar, wenn nicht leider sogar naheliegend, daß Edathi neben diesem und jenem aus der Azov-Produktion auch solche Fremd- oer Nachbarangebote geordert hatte.

    Wenn das zutrifft, dann braucht man nicht lang über Azovs Produktionen zu diskutieren, sondern man muß in Erfahrung bringen, was er aus der seinerzeitigen Angebotspalette rund um Azov sonst noch geordert hat.

    Das sollte insbesondere sein Anwalt in Erfahrung bringen und die fraglichen alten Angebotsseiten, soweit es geht, übers Webarchive herauskopieren. Damit wäre Edathi zu konfrontieren.

    Meine innere Stimme sagt mir, daß es sich um ältere Produktionen aus dem Umfeld von „siberian“ und „crimean“ handeln könnte, die ja auch über imgsrc und sogar über gay-pirates vertrieben worden sind, halbverdeckt.

    Mein Rat an Edathi wäre, hier mit offenen Karten zu spielen und den Erwerb auch dann zuzugeben, wenn es nur die kanadischen Bestelldaten geben sollte. Denn das Umfeld-Material der Azov-Verwandschaft, um es mal salopp zu sagen, war ja auch keine schwere Pornographie, wenn auch heute überall verboten.

    Nebenbei gesagt, Azov könnte seine eigenen Produktionen, also nicht den fremden Stoff, in Deutschland verteidigen. Auch der ähnlich wie Azov vorschnell verleumdete Krivon hat das mithilfe seines Münchner Anwalts getan.

    Denn wir leben, auch wenn der verehrte Danil anderer Ansicht ist, in einem liberalen, fairen Rechtsstaat.

  2. 2 Sascha 17. Februar 2014 um 18:00 Uhr

    Für Behauptungen, Azov Films hätte auch kinderpornographisches Material angeboten, sehe ich keinen Grund. Es gab wohl irgendwo mal Erektionen zu sehen – ja, die gibt es bei Jungs am FKK Strand auch zu sehen, und ist, wenn es nicht durch Manipulationen zustande kommt oder extra präsentiert wird, nicht pornographisch und auch keine sexuelle Handlung. Bei mir war es als Kind die Regel, wenn ich mich nackig auszog, kriegte ich erstmal einen Steifen, und ich war öfter am FKK-Strand.

    Dass Edathy von Azov was eingekauft hat, hat er übrigens schon zugegeben. Siehe http://taz.de/Edathy-ueber-Kinderporno-Vorwuerfe/!133113/.

    Die Frage, ob wir in einem Rechtsstaat leben oder in einer Bananenrepublik, ist ja gerade offen. In einem Rechtsstaat ginge es eben nicht, dass ein vager Verdacht, Edathy sei pädophil, der auf legalen Käufen basiert, für eine Hausdurchsuchung reicht.

  3. 3 Andreas Wissemann 25. Februar 2014 um 23:22 Uhr

    Diese Meinung finde ich zum Kotzen.Kinder als Objekt der Begierde auszubeuten. Die sogenannten Boy oder Girllover sollten nach den Gesetzen der Scharia also Todesstrafe bestraft werden!

  4. 4 Anonymous 28. Februar 2014 um 1:26 Uhr

    Was davon ist jetzt eigentlich wahr?
    Das aus deinem Artikel, oder aus diesem http://mobil.zeit.de/2014/09/kinderpornografie-rumaenien
    Irgendetwas daran widerspricht sich nämlich. Warum sollte der Mann es bereuen und der Junge von Zwang erzählen, wenn die Kinder es von sich aus gemacht haben?
    Haben die da einen Einzelfall rausgepickt? Oder finden sie es erst im nachhinein moralisch verwerflich?

  5. 5 Dieter-K13 10. März 2014 um 23:00 Uhr

    Inzwischen haben sich 11. Betroffene bei K13online bzw. bei mir gemeldet und umfangreiche Infos mitgeteilt. Deshalb habe ich heute ein aktuelles News publiziert hier:
    http://krumme13.org/news.php?s=read&id=2756
    Die HDs laufen offenbar ungehindert der bekannten Rechtswidrigkeiten weiter….
    Das Amtsgericht in Gießen läßt grüßen….

  6. 6 Sascha 11. März 2014 um 21:18 Uhr

    @Anonymous, die Entscheidung was nun wahr ist, müssen Sie schon selbst treffen. Sie haben die Darstellung beider Seiten zur Verfügung.

    Meiner Meinung nach ist die Version in der Zeit die übliche verlogene Medienhetze. Hätte es irgendwelchen Zwang gegeben, wäre der Produzent nicht mit 3 Jahren davongekommen, dafür hätte es ganz andere Strafrahmen gegeben. Aber Sie dürfen gerne glauben was immer Sie wollen.

  7. 7 Dieter-K13 28. Juni 2014 um 12:43 Uhr

    Hallo zusammen!

    Es gibt aktuelle Neuigkeiten, die ich im unteren Link als News publiziert habe:

    http://krumme13.org/news.php?s=read&id=2846

    Es werden weitere News zu den Ergebnissen der Justizwillkür in den AZOV-Fälle folgen…

  8. 8 Dr. Boehm 18. Dezember 2014 um 14:05 Uhr

    Bei dieEn Kommentaren würde ich am liebsten jegliche guten Umgangsformen vergessen! @Sascha (und all die anderen): glaubt ihr selber überhaupt wirklich an diesen Schwchsinn, dass alle Mainstream-Medien sich irren und pädophile und pseudopädophile Meinungsmache im Gegenteil dazu eine objektive Instanz darstellt??? Ich kann und will es einfach nicht nachvollziehen, wie man dadurch mit solch menschenverachtenden Verbrechern gemeinsame Sache macht und versucht, solche Praktiken salonfähig zu machen…

  9. 9 manoelmooren 24. Januar 2015 um 1:12 Uhr

    @Dr. Boehm

    Die Mainstream-Medien ‚irren‘ sich nicht! Wuerden sie sich irren, waere das lediglich auf schludrige Recherche zurueckzufuehren. Die Medien, die in Sachen AZOV vor Ort recherchiert haben, bezahlten ihre Interviewpartner fuer ein Interview. Und sie bezahlten besonders gut fuer das, was sie hoeren wollten. Und hoeren wollten sie das, was Geld und Quote bringt! Und das, was Geld und Quote bringt, ist das, was der sich daran aufgeilende Leser lesen moechte, damit er was zum Aufgeilen hat. Daraus wird dann, weil der Leser und natuerlich auch der Meinungsproduzent, die Medien, so nett bigott sind, ihre eigene Geilheit – sowohl was das Geldverdienen angeht, wie auch was die eigenen Gedanken angeht – unter den Tisch kehren und dafuer die Verworfenheit derer, die Anlass geben, dass sie sich so schoen aufgeilen koennen, an den Pranger stellen, der Mainstream…die Mainstreamansicht, die Sie am liebsten jegliche gute Umgangsform vergessen lassen moechte. Wenn Sie also Schweinereien anprangern moechten, dann fangen Sie doch freundlicherweise damit an, erstmal im eigenen (Gedanken)Hof aufzuraeumen!
    *Liebguck*

  10. 10 Iba 25. Februar 2015 um 21:41 Uhr

    @manoelmooren: Sie wollen nicht allen ernstes Pädophilie rechtfertigen, oder ;) ?
    Geld regiert die Welt, sicher. Aber wer Kinder ausbeutet…und Kinder können nun einmal noch nicht die Tragweiter bestimmter Entscheidungen verstehen oder nachvollziehen…gehört genauso ins Gefängnis wie Menschen, welche anderen finanziel oder intellektuell ausbeuten !

    Würde jedoch jemand meinem Kind so etwas antun….glauben Sie mir…wäre die Justiz noch nicht allermiert, so würde ich alles tun, um diesen Menschen zu töten oder zumindest sehr sehr schwer zu verletzen !
    Und das mit mit der Mehrheit der Bevölkerung und deren Sympatie in meinem Rücken. Dafür geht man doch gerne ein paar Jährchen in den Knast !

    Lg

  11. 11 manoelmooren 28. Juli 2015 um 14:47 Uhr

    Ups…ich merke, ich war zu lange nicht auf dieser Seite.^^
    Nundenn – besser nun eine spaete Antwort an Sie, Iba, als gar keine:
    Allen Ernstes habe ich gar keinen Grund ‚Paedophilie‘ oder auch ‚Paederastie‘ (was der offizial beklagte Umstand im Falle ‚Azov‘ eigentlich waere) zu rechtfertigen. Hab ich uebrigens in meinem Post auch nicht getan! Ich brauche nichts zu rechtfertigen, was sich qua Existenz ueber zig Jahrhunderte bzw. Jahrtausende bis heute selbst rechtfertigt.
    Herr oder Frau Iba…sie schrieben:
    „Geld regiert die Welt, sicher. Aber wer Kinder ausbeutet…und Kinder können nun einmal noch nicht die Tragweiter bestimmter Entscheidungen verstehen oder nachvollziehen…gehört genauso ins Gefängnis wie Menschen, welche anderen finanziel oder intellektuell ausbeuten!“
    Recht haben Sie…bezueglich von Gegebenheiten, unter denen tatsaechlich eine Ausbeutung beteiligter Heranwachsender stattfindet!!!
    Die Frage stellt sich mir, ob das im Falle der Azov-Filme tatsaechlich stattgefunden hat – oder ob Sie und der ‚ehrenwerte‘ Rest der Mainstreamgesellschaft nicht nur deshalb so reagieren, wie Sie es tun oder getan haben, weil die nach skandaltraechtigen (denn Solche wollen Sie und der o.a. Rest ja schliesslich lesen!) ‚Blutzeilen‘ nur so gierenden Medien und ihre ‚journalistischen‘ Vertreter ihnen als ‚Fakt‘ unterjubeln, was Sie dazu bringt, so zu reagieren, wie Sie es tun.
    Und eine weitere Frage stellt sich mir:
    Wenn Sie schon derart empoert tun, weshalb empoeren Sie sich ausgerechnet ueber diese, bis zum Nachweis tatsaechlich stattgefundener Ausbeutung, unterstellte (und dazu noch – verglichen mit Anderem, was so stattfindet in der Welt – relativ harmlosen Form) ’sexuelle‘ Ausbeutung von Heranwachsenden, die entgegen der medialen Veroeffentlichungen sehr wohl genau wussten, was sie taten und wofuer sie es taten? Weshalb empoeren Sie sich nicht ueber die menschenunwuerdigen Verhaeltnisse, unter denen z.B. die T-Shirts und Jeans, die Sie in entsprechenden Billiglaeden hier in -D- einkaufen koennen, von Heranwachsenden in asiatischen Laendern hergestellt werden? Warum nicht darueber, dass Kinder als Soldaten (moechte wagen zu behaupten: Fuer Diese weitaus toedlicher und garantiert traumatisierend!) von stinknormalen (???) Erwachsenen missbraucht werden?
    Der Beispiele waeren noch ettliche!
    Warum regen Sie sich darueber nicht auf?
    Weil Sie das nicht mal im Ansatz betrifft?
    Weil das so ferne liegt?
    Weil Ihre verkorkste Mainstreammoral sich dann nicht fuer Sie wahrnehmbar zu Worte meldet?
    Sie schrieben:
    „Würde jedoch jemand meinem Kind so etwas antun….glauben Sie mir…wäre die Justiz noch nicht allermiert, so würde ich alles tun, um diesen Menschen zu töten oder zumindest sehr sehr schwer zu verletzen!“
    Mhm…ist das so…?
    Was bitte mag das (Ihr Rachebeduerfnis!) ueber den Zustand Ihrer ganz persoenlichen Moral und dem Grad Ihrer Rechtschaffenheit aussagen und darueber, was Sie zu tun bereit sind, um Ihren BESITZ, Ihre Kinder zu schuetzen – oder…ist es nicht vielmehr so, dass Sie lediglich den Zustand bewahren wollen, dass Sie eben diesen ‚Besitz‘ unter allen Umstaenden – und gerade unter Umstaenden, die die fuer Sie nicht kontrollierbare Sexualitaet Ihrer Kinder betreffen – auch weiterhin unter gefuehlter Kontrolle halten koennen?
    Vielleicht machen Sie sich darueber mal ein paar Gedanken…?!!!

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