Über Gründe, keinen Sex mit Kindern zu haben

In der heutigen Zeit gibt es eine Menge Gründe, keinen Sex mit Kindern zu haben.

Ein Grund könnte sein, dass man die These glaubt, dass Sex mit Erwachsenen selbst für die Kinder schädlich, oder zumindest gefährlich, sei. Klar – in diesem Fall kann man lediglich darüber streiten, ob das wirklich so ist, oder ob diese These genau solch ein Schwachsinn ist wie die vom Rückenmarkschwund oder so durch Onanieren. Wenn ich denke, dass etwas denen schadet, die ich liebe, tue ich das einfach nicht, Punkt.

Ein anderer Grund könnte sein, dass man die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, für zu groß und die Strafen für zu schlimm hält, dass man es aus reinem Selbstschutz heraus nicht tun will – es wäre einfach zu riskant für mich. Hier gibt es auch nichts weiter zu sagen – man könnte lediglich darüber streiten, wie riskant es wirklich ist. Als Grund, etwas nicht zu tun, ist die Abschreckung durch Strafe völlig ausreichend. Dies kann Menschen sogar von wirklich guten Taten, sogar von möglicherweise lebensrettenden Taten, abhalten. Es hält heute schon viele Menschen davon ab, mit fremden Kindern auch nur zu sprechen, ihnen gar zu helfen – denn dadurch könnte man in den Verdacht kommen, pädophil zu sein. Ob die Kinder wirklich Hilfe brauchen, ist in diesem Fall egal. Wenn sie halt krepieren, krepieren sie eben – wenn der eigene soziale Tod durch Pädophilieverdacht droht, wird das Schicksal eines fremden Kindes schnell zweitrangig.

Es gibt aber noch einen dritten Grund, keinen Sex mit Kindern zu haben. Der besteht in den Folgen für das Kind, wenn die Sache auffliegt. Auch dies ist ein legitimer Grund – etwas zu tun, was, wenn es auffliegt, den Geliebten und Partner schädigt, ist riskant, und wenn dieses Risiko zu groß ist, unterlässt man es natürlich, aus Verantwortung für den Geliebten.

Die Frage, um die es mir eigentlich geht, ist jedoch eine andere: Wie verhält sich jemand, der aus einem dieser Gründe beschließt, keinen Sex mit Kindern zu haben, gegenüber der Gesellschaft? Obwohl sich alle drei, im Prinzip, erst einmal gesetzeskonform verhalten, ist ihr Verhältnis zur Gesellschaft in allen drei Fällen völlig verschieden.

Wer annimmt, dass Sex mit Erwachsenen für Kinder auch dann schädlich ist, wenn die Kinder ihn selbst wollen, wird das Verbot von Sex mit Kindern billigen. Er hat kein Problem mit der Gesellschaft, im Gegenteil – er ist selbst bereit, mit denen zu kämpfen, die durch ihr Verhalten Kinder schädigen oder zumindest gefährden. Er ist Teil der Gesellschaft.

Anders der, der nur aus Angst vor Strafe abstinent bleibt. Er ist der Gesellschaft gegenüber feindlich gesinnt – sie hindert ihn daran, etwas zu tun, was er gerne täte. Würde nichts hinzukommen, würde sich die Gesellschaft auf das Verbot sexueller Handlungen beschränken, wäre jedoch keine besonders starke Emotion dahinter. Die Gesellschaft hätte ja immerhin einen, wenn auch sachlich falschen, Grund dafür – ihre These, dass dieser Sex schädlich oder gefährlich wäre. Er könnte darauf hoffen, dass sich irgendwann die Wissenschaft durchsetzt und diesen Quatsch auf den Abfallhaufen befördert, wo sie zusammen mit der Theorie von der flachen Erde und der vom Rückenmarkschwund durch Onanie hingehört. Es wäre kein Grund für Hass.

Ist es hingegen der dritte Grund – die Gefahr für die Kinder durch das, was die Gesellschaft ihnen bei der Aufdeckung antut, dann ist die natürliche Reaktion gegenüber der Gesellschaft Hass. Hass für das, was diese Gesellschaft denen antut, die man liebt.

Und die Entschuldigung, dass die Gesellschaft die Kinder angeblich vor Schaden bewahren will, spielt in diesem Fall keine Rolle mehr. Denn sie ist nicht mehr glaubhaft, nicht mal mehr als Irrtum. Oder wieso sollte jemand, der ganz bewusst erpresst wird, all seine Rechte als Angeklagter aufzugeben und alles zuzugeben, damit das Kind nicht zur Aussage gezwungen und auf diese Art geschädigt wird, reagieren? Er selbst verzichtet auf seine Rechte als Angeklagter, und damit seine Freiheit, damit dem Geliebten das Verhör vor Gericht erspart wird. Die Gesellschaft denkt nicht einmal daran, auf die Bestrafung zu verzichten, wenn das Kind nicht aussagen will – das Kind wird genötigt, vor Gericht auszusagen. Ob es dadurch geschädigt wird – weil es sich schuldig fühlt, dass sein Freund durch seinen Verrat im Knast landet, weil es lügt, weil es ihm zu peinlich ist, zuzugeben, dass es selbst den Sex wollte, weil seine intimsten sexuellen Wünsche hier vor völlig fremden Leuten ausgebreitet werden – es ist der Gesellschaft einfach egal.

Kann man solch einer Gesellschaft irgendwelche Achtung entgegenbringen? Auch nur die Achtung, die man einem Wahrheitssucher selbst dann entgegenbringt wenn er irrt – weil er wenigstens danach sucht? Nein. Diese Gesellschaft ist einfach nur ein verachtenswerter Haufen von Sadisten, Kinderschutz ist nur Vorwand, was in den Kindern vorgeht, ist dieser Gesellschaft egal. Oder etwa nicht? Was sollte ein Pädophiler, der auf einen wesentlichen Teil seines Glücks verzichtet, wegen dieser Untaten, die die Gesellschaft seinen Geliebten sonst antut, sonst denken?

Die drei Gruppen unterscheiden sich auch in ihrem Verhältnis zu Pädophilen die, im Gegensatz zu ihnen, Sex mit Kindern haben. Die erste Gruppe, die die Verurteilung der Gesellschaft teilt, macht bei der Verfolgung einfach mit. Wer nur aus Angst keinen Sex mit Kindern hat, wird mit solchen Pädophilen aber ohne Problem sogar eng befreundet sein – und sich vielleicht mit ihnen darüber austauschen, ob es nicht, in anderen Ländern beispielsweise, doch eine Möglichkeit geben könnte, mit nur geringem Risiko Sex zu haben. Die dritte Gruppe könnte moralische Vorbehalte gegenüber aktiven Pädophilen haben – schließlich setzen sie so Kinder einem Risiko aus. Die Verurteilung der Gesellschaft wäre aber deutlich stärker – schließlich geht der Pädophile nur ein Risiko ein, dass seine Freunde solchen Schikanen ausgesetzt werden, während die Gesellschaft sie solchen Schikanen direkt und gezielt aussetzt. Und der Pädophile, der das macht, wird ja, wenn es auffliegt, bestraft. Und das sehr viel härter, als er es dafür verdient hat, die Kids einem solchen Risiko ausgesetzt zu haben.

Die Pädophilen, die auf Sex mit Kindern verzichten, dürften daher eine sehr heterogene Gruppe sein. Es wäre dumm, sie zu einer einheitlichen Gruppe zusammenzufassen und da ein gemeinsames Label wie „Edelpädo“ draufzukleben. Dieses Label hat nur die erste Untergruppe verdient – die, die die Meinung der Gesellschaft übernehmen und sich an der Verfolgung der Pädophilen, die Sex mit Kindern haben, beteiligen.


5 Antworten auf „Über Gründe, keinen Sex mit Kindern zu haben“


  1. 1 Jerry 04. Februar 2014 um 0:16 Uhr

    Guter Artikel. Allerdings gibt es „die Gesellschaft“ in diesem Zusammenhang nur bedingt. War die unglückliche Entwicklung, die dazu geführt hat, dass Pädophilie von vielen Menschen mit ihrem Gegenteil assoziiert wird – nämlich mit Gewaltverbrechen sexueller Natur gegenüber Kindern – bewusst geführt? Sicher gab es Interessensgruppen, die sich Vorteile verschaffen konnten indem sie eine Minderheit dämonisiert und allen Leuten als Feindbild verkauft haben. Aus diesem Zustand ist es sehr schwer, wieder herauszukommen da nur wenige Menschen darüber nachdenken und ihre eingetrichterten Vorurteile loswerden können.
    Interessant in diesem Zusammenhang scheint übrigens die aktuelle Entwicklung in Russland, dort wird der Bevölkerung die westliche Doktrin vom Erzfeind Pädo gerade eingetrichtert. Haben da einige Hintermänner erkannt, wie gut man eine Gesellschaft mit solchen Mitteln – einfache Feindbilder schaffen – lenken kann?

  2. 2 schwind 04. März 2014 um 23:54 Uhr

    Der Ansatz ist gut, aber noch stark erweiterbar.
    Der Mischtyp, zu dem ich mich zählen kann, wird außer Acht gelassen.

    Angst vor Strafe, Angst vor Folgen für das Kind (Rind et al.) und Angst vor der tatsächlichen Schädlichkeit sind die Gründe.
    Gerade letzteres ist für mich noch nicht abgeklärt, es sei denn Sex bedeutet Penetration. Aber auch „Petting“ soll schädlich sein, glaubt man denen, die es von geschädigten erzählt bekamen. Daran zu glauben fällt mir schwer, den allgemein gültigen Gegenbeweis hätte ich gerne.
    Studien gibt es keine aktuellen und die von vor 30 Jahren gelten als unseriös. „Opfer“ die sich als nicht geschädigt bezeichnen habe ich noch nicht kennengelernt.

    Der Blickwinkel der Kinder wird leider nicht eingenommen. Vielleicht weil es als selbstverständlich angesehen wird, dass es „einvernehmlich“ passieren würde. Ich frage mich auch hier: welches Kind möchte welche Form von Sexualität bzw. braucht diese oder braucht ein pädagogisches Nein zur Entwicklung einer gesellschaftlichen Schamgrenze. Ich bin anderer Meinung was Scham und Promiskuität angeht, aber da sollen die Kinder selbst drauf kommen. Als sexueller Befreier möchte ich mich nicht sehen, obwohl mir die ideologie der 68er gut gefällt.

    Das Machtgefälle, welches ich zwar nicht verstehe, welches aber irgendwo vorhanden ist (Wissensvorsprung), auch bei einem 18 Jahre alten und einem 55 Jahre alten, hält mich davon ab.

    Ein weiterer Punkt ist die Hirnforschung. Leider ist es auch viel mehr Halbwissen, aber ich habe irgendwo gelesen, dass sich gewisse Areale, die für die Analyse einer Situation wichtig sind (Stichwort Geschäftsfähigkeit), erst ab einem gewissen Alter gebildet werden.

    Ich bin bislang noch von keinem Kind gebeten worden etwas strafrechtlich bewährtes zu tun. Da ich aber finde, dass die Intension nicht vom Erwachsenen ausgehen sollte, stellt das einen weiteren Grund dar.

    Die Notwendigkeit erfordert erstmal eine Gelegenheit. So viel Kontakt zu Kindern, wie ich gerne hätte, habe ich nicht, als das sich daraus eine private Beziehung ergeben könnte, nach ähnlichen Mustern einer Erwachsenenbeziehung. Die Gelegenheiten zu schaffen ist gar nicht so nötig für mein Wohlbefinden. Es gab Phasen in denen der Trieb stärker und die Unzufriedenheit (Depression) größer war Situationen zu schaffen. Mittlerweile gibt es andere Ziele, als nur die Triebbefriedigung durch dieses eine objektivierte Idealbild eines Kindes.

    Angst vor Strafe ist für mich kein Grund etwas zu unterlassen. Die Strafe erfolgt erst lange Zeit später (Justiz…) und hat absehbare Folgen, die man abwägen kann. Der Strafrahmen steht fest. Der Schaden für die soziale Existenz (Edathy) ist viel höher. Allein die Angst vor einer Hausdurchsuchung, weil ich hier etwas verfasse ist schmerzlich vorhanden, was ich bei jedem Klingeln immerzu fühle. Nicht was an Kategorie 1 oder 2 Material gefunden werden könnte, selbst wenn man es mir unterschieben würde, ängstigt mich, sondern der Eingriff in meine Privatheit. Wenn der Verdacht im Raum stünde, ich sei ein potentieller Täter wären die Konsequenzen schlimmer als eine Strafe nach dem StGB. Der vor Jahren in den Medien kursierende Fall, dass ein Mann bei einer Durchsuchung aus dem Fenster sprang, beschäftigt mich noch heute. Die Schere im Kopf ist schon längst geöffnet und ich verhalte mich repressiv.

    Wenn man kaum Kontakte zu aktiven Missbrauchern (der Begriff ist herrlich drastisch) hat, so wie ich, dann wird man deren Stimme und Erfahrungen auch nie verstehen, nehme ich an. Ich sollte Lautmann mal zu Ende lesen…

    Falls sich irgendwo mal ein Pädo die Mühe gemacht hat und dieses ominöse Machtgefälle auseinander genommen hat, würde ich mich über einen Link freuen!

    Ps: Hass gegenüber „der Gesellschaft“ empfinde ich keinen. Es gibt für mein Umfeld ausrechend Menschen die differenziert genug denken. Es ist mehr ein Gefühl von Traurigkeit, dass sich ein dummes Volk so uninteressiert zeigt. Das Thema der Pädophilie tangiert wenige Leute, aber (Kinder)Armut oder Umweltverschmutzung oder Demokratieabbau oder … wären für deren Leben von Bedeutung. Vielleicht kommt nach 15 Jahren Außeinandersetzung mit dem Thema auch eine gewisse Gelassenheit auf.

  3. 3 Sascha 11. März 2014 um 21:59 Uhr

    „Falls sich irgendwo mal ein Pädo die Mühe gemacht hat und dieses ominöse Machtgefälle auseinander genommen hat“

    Was gibt es da groß auseinanderzunehmen, in einer Gesellschaft, in der der Junge mich jederzeit damit erpressen kann, dass er mich anzeigt? Hab ich real hinter mir – und mich mit den Erpressern dann wieder vertragen.

    Ansonsten ist es nicht Hass, den ich für die Gesellschaft empfinde, Verachtung ist genauer.

    Und Aufforderungen zu strafrechtlich relevanten Handlungen hab ich von Jungs schon genug bekommen. Natürlich meist in einem Kontext, in dem die Jungs entweder schon wussten, dass ich auf sowas stehe, oder zumindest Grund hatten, das anzunehmen. Das ist auch ganz generell innerhalb von sexuellen Beziehungen oft der Fall. Dass der erste Sex vom Kind initiiert wird, ist hingegen seltener – aber auch nur seltener, vorkommen tut es trotzdem.

  4. 4 Iba 25. Februar 2015 um 21:48 Uhr

    Die Gesellschaft hier :) : Ihr gehört alle erschossen ! Soviel stuss…vorallem, da das Kind völlig egal zu sein scheint. Denn die Psychologie wird völlig außer acht gelassen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen !

    Daher bleiben wir bei unserem Kredo: Ihr gehört alle erschossen :D !

    Lg :D

  5. 5 Norbert 28. Februar 2017 um 23:51 Uhr

    Ich bin ein Mensch dem das Wohl der Kinder sehr am Herzen liegt.
    Ich schreibe in diversen Boylover-Foren meine ehrliche Meinung
    Kein Kind ,kein Teenie sollte jemals zu etwas gezwungen werden das er nicht will.

    Es gibt Boylover/pädophile/hebephile welche echte Liebe haben und niemals einem Kind/Teenie schaden würden.
    Ich unterscheide zwischen Einvernehmlichkeit und zwischen Zwang.

    Dann spielt natürlich auch das Alter eines Kindes/Teenies eine Rolle.Ein 13-jähriger hat ganz andere Wünsche als ein 8 jähriger.

    Kinder und Teenies verdienen Liebe und Respekt.
    Keiner sollte von sich behaupten er sei ein Boylover oder kinderliebender wenn er Kinder/Teens zu etwas zwingt.

    Liebe und Zärtlichkeit;dazu gehören immer 2 Menschen.

    Traurig finde ich wenn Kinder/Teenies als Sexobjekte gesehen werden und wenn über diese Macht ausgeübt werden.
    Ich liebe Jungs und stehe dazu.
    Und gerade weil ich sie liebe und sie mir viel bedeuten
    zählt was diese wollen.
    Ein Nein Bedeutet auch ein Nein.
    Das sollen alle die pädo/hebephil sind auch endlich akzeptieren.

    Herzliche Grüße
    Norbert

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