Archiv für Februar 2014

Zensurorgie bei Zeit.de

Zur neuesten Kommentarzensurorgie bei der ZEIT bemerkte jemand:

367. Entfernt.
Noch nie habe ich einen Kommentarbereich gesehen, wo soviele Posting entfernt wurden. Ich wüsste gerne, welchen Tenor diese Postings hatten.

Das wird er wohl nicht mehr erfahren. Denn die pro-pädophilen Teilnehmer wurden einfach alle rausgeschmissen. Warum wird auch offen gesagt:

Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass wir die Behauptung, es gäbe einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen, nicht diskutieren möchten. Danke, die Redaktion/sam

Eine besonders schändliche Kommentarlöschung der letzten Zeit war die folgende:

431. […]
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf verharmlosende, undifferenzierte Beiträge und kommentieren Sie konstruktiv zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/sw

Da stand im Original folgender Text:

431. Zeugnisverweigerungsrecht erforderlich
„Und bei den Kindern sollte man darauf achten, Ihnen von Anfang an Selbstbewußtsein zu vermitteln, ihnen zu sagen, daß NUR SIE SELBST darüber bestimmen, wer sie wann berühren darf“

Pech ist nur, dass SIE SELBST es eben nicht bestimmen dürfen.

Wenn SIE SELBST bestimmen, dass ein erwachsener Freund sie an intimen Stellen berühren darf, werden sie, falls davon was bekannt wird, GENÖTIGT, völlig fremden Polizisten darüber in allen Details zu erzählen. Und dann sind es keinesfalls SIE SELBST, die darüber bestimmen dürfen, was sie den Polizisten erzählen und was nicht.

Ein Skandal, eine grobe Verletzung des Rechtes auf sexuelle Selbstbestimmung. Auch in DE brauchen wir dringend ein Zeugnisverweigerungsrecht bei Fragen über das Intimleben, wie es die Schweiz hat: http://www.admin.ch/opc/d…

Die Zeit-Zensoren wollen offenbar, dass Kinder weiter gegen ihren Willen genötigt werden, vor Polizei und Gerichten (also völlig fremden Leuten) ihr Intimleben auszubreiten – und dass das nicht mal diskutiert werden darf.

Was das Jungsforum zu Azov Films schrieb

Im Fall Edathy hatten Leser des Jungsforums gegenüber den Lesern der Mainstreampresse einen bemerkenswerten Informationsvorteil, der es wert ist, einmal protokolliert zu werden.

Als der Leser der Mainstream-Medien am 11.02.2014 im Spiegel „erfuhr“, es ginge um Kinderpornographie, während die Information, dass es sich nur um FKK-Filme handelt, sich erst später verbreitete, erfuhr der Jufo-Leser letzteres bereits am selben 11.02.2014. Dies geschah ganz ohne pädophile Links in der Staatsanwaltschaft, sondern einfach weil im Jungsforum ja sowieso schon lange bekannt war, dass sich hinter dem „Kinderpornoring“, den die „Operation Spade“ enttarnt hatte, nur Kunden von Azov Films verbargen, die dort nur legale FKK-Filme gekauft hatten, einfach weil es dort gar nichts härteres zu kaufen gab. Es brauchte also niemand zu recherchieren, welche Filme er konkret bestellt hat – es konnte gar nichts anderes sein.

Dann geisterte die Hypothese durch die Gegend, Edathy wäre vorgewarnt worden. Das mag ja für Verschwörungstheoretiker interessant sein, glaubhaft ist es nicht. Die Medienkampagne im November 2013 zur „Operation Spade“ war ja nun nicht zu übersehen gewesen, für Kunden von Azov Films schon gar nicht. Da er erst kurz danach einen Anwalt eingeschaltet hat, dürfte es in der Tat diese Medienkampagne gewesen sein, durch die er von der Verfolgung der Azov-Kunden erfuhr. So sagte er es ja inzwischen auch selbst.

Wie schnell pädophile Kunden von Azov Films gewarnt waren

Auch für Edathy hätte sich jedoch das Lesen des Jungsforums gelohnt. Dann hätte er nämlich nicht erst im November 2013 davon erfahren, was Kunden von Azov Films droht. Die Polizeiaktion gegen Azov Films fand am 1. Mai 2011 statt. Schon am 6. Mai 2011 wurde weiß einer was mit Azov Films ist? gefragt. Und schon am 20. Juli 2011 wurde die Frage haben Azov-Kunden in Deutschland Hausdurchsuchungen zu erwarten? behandelt. Dabei wurde u.a. empfohlen

Wer also dort mal was bestellt hat, sollte spätestens jetzt dafür sorgen, dass jegliches verfängliches Material aus seiner Wohnung und Datenträgern verschwindet. Einfaches Löschen reicht dazu freilich nicht aus, man sollte sogenannte „Eraser“ oder „Wipe“ Programme benutzen … Zusätzlich lohnt es sich, mittels Truecrypt Festplatte und Betriebssystem komplett zu verschlüsseln, da so auch die diversen temporären und versteckten Dateien, die Windows so anlegt, mit weggeschlossen werden.
Anleitung: Komplettverschlüsselung mit Truecrypt

Die ersten Informationen darüber, dass auch Kunden von Azov tatsächlich von der Polizei verfolgt werden, gibt es am 1. Oktober 2012 unter Tipps für Azov Films Kunden.

In den USA sind in den letzten Tagen mindestens vier Kunden von Azov Films verhaftet worden. Ihnen wird vorgeworfen, von AF KiPo bezogen zu haben, wobei es um nichts Spezielles sondern um die normalen Azov Filme geht. Ihre Namen sowie weitere Kunden-Namen (alleine aus den USA mehrere hundert) mitsamt ihrer Bestellungen wurden bei der Durchsuchung der AF-Büros (USA & Kanada) im Mai letzten Jahres von der Polizei ermittelt. Das trifft sicherlich auch für Kunden außerhalb der USA zu. … Zu zwei Fällen habe ich über BoyChat folgende Dokumente gefunden, aus denen genau hervorgeht, was den Männern vorgeworfen wird:
http://msnbcmedia.msn.com/i/msnbc/sections/news/keller-affidavit.pdf
http://www.justice.gov/usao/ri/news/2012/sept2012/silvacomplaintT.pdf

Dass so etwas nicht nur in der verklemmten Bananenrepublik USA, sondern auch in Europa möglich ist, erfahren Jufo-Leser schon am 9. Dezember 2012 unter Spanische Azov-Films-Kunden verhaftet.

Weiter diskutiert werden Verhaftungen von Kunden am 31. Mai 2013 unter Azov-Verhaftungswelle vor allem in USA,

Die ganz große Medienaktion im Nov. 2013 blieb im Jufo natürlich auch nicht unbemerkt. Klingt doch nach azov Films, oder? Ja! schrieb der Produzent,

Natürlich ist das Azovfilms! Die haben die Kinder in den Filmen aus den 80′ern gleich „mitgerettet“, keine Ahnung wie sie selbst so auf diese Zahlen kommen. Die Anzahl der Jungs ist falsch, Umsatzzahlen sind falsch, der Inhalt beinhaltet kaum einen wahren Satz. In Rumänien waren es 11 Jungs, in der Ukraine vielleicht ein paar mehr. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren, die Lüge dominiert die Berichterstattung. Warum jetzt? Weil Brian Anfang Dezember sein hearing vor Gericht hat ;) .

Am 21. Januar dann noch eine aktuelle Warnung, dass es auch in Deutschland Haussuchungen bei Azov-Kunden gibt.

Zur rechtlichen Situation

Der Leser der Massenmedien hält Azov Films wohl noch heute für einen hochkonspirativen Kinderpornovertrieb. Der Jufo-Leser ist da besser informiert. Azov Films verkaufte seine FKK-Filme ganz offen. Im Webarchiv findet sich noch die entsprechende rechtliche Information für die Kunden:

We have attorneys and consultants routinely monitoring our website content and films to ensure we comply with all applicable laws. Each film sold on this website is reviewed prior to listing. No film we sell violates Canadian or American law. YOU ARE RESPONSIBLE for checking import laws in your country. We are not lawyers and will not answer questions regarding your local laws. … This site contains NO visual depiction of „lascivious exhibition(s) of the genitals or pubic area,“ clothed or unclothed.

Womit zwar klargestellt ist, dass die Firma Azov Films selbst zwar nur auf kanadisches und US-Recht geachtet hat. Aber auch, dass diese Kriterien nicht weniger streng waren als das, was auch nach der letzten Strafverschärfung deutsches Recht ist, also dass es keinerlei sexuelles Posieren gab.

Ein Kunde hatte also guten Grund, anzunehmen, dass alles was dort verkauft wird, auch in Deutschland legal ist. Der gesunde Menschenverstand sagt auch jedem, dass dies nicht bloß Tarnvorgaben waren, und solche Firmen, weil sie ständig mit Polizeikontrollen rechnen müssen, eher übervorsichtig agieren dürften.

Jufo-Leser hatten darüber hinaus noch Berichte über Details, die diesen Eindruck bestätigten. Am 11. April 2010, also etwa ein Jahr vor der Polizeiaktion, schrieb einer der Produzenten dazu folgendes:

Azovfilms verschickt seit Jahren seine DVDs unter Angabe des Absenders und hatte auch bereits mehrere polizeiliche Ermittlungen. Alles wurde eingestellt, azov wurde nicht einmal rechtskraeftig wegen irgendwas verurteilt. Waere azovfilms eine illegale Seite welche Kinderpornografie vertreibt waere es die erste KiPo-Seite welche seit 5 Jahren unter Angabe der vollen Adresse seine Produkte vertreibt und uebrigens sogar jede verkaufte DVD beim kanadischen Finanzamt versteuert.

Peter P zum Beispiel vertreibt Filme bei azov seit ueber 2 Jahren. Es gibt keinen mir bekannten Fall wo es zu irgendeiner Verurteilung aufgrund seiner Filme kam, weder in DE noch in England. Es gab 2008 einen Fall in DE wo ein Laptop beschlagnahmt wurde und der aber wieder mit samt dem Film frei von Konsequenz zurueckgegeben wurde.

Im Nachhinein schrieb er folgendes:

Es gab ja, wie geschildert, keine Veranlassung irgend etwas heimlich zu tun. Das Geschäft bestand bis zu den ersten Verhaftungen 2010 bereits sieben Jahre, mehrere Hausdurchsuchungen führten zu keiner Anklage bis dahin. Das Verhalten der Behörden entsprach vollauf den Einschätzungen der Anwälte. Somit war es auch in der Sache keine Problematik, wenn die Kunden ihre Kreditkarten zur Verfügung stellten. Die Spielregeln haben sich während des Spiels geändert. Wenn morgen bei allen JuFo-Usern die Kripo vor der Türe steht, weil ihnen plötzlich übernacht einfällt, dass das Gedankengut pädophiler Natur bereits einen Verdacht begründet, dann wirst du dich übermorgen auch nicht als Buhmann hinstellen lassen, weil du die Voraussetzungen zur Verfügung gestellt und/oder moderiert hast.

Sowohl die Aktion der kanadischen Polizei gegen Azov Films selbst als auch die Aktionen überall auf der Welt gegen Kunden von Azov Films haben somit den Charakter staatlicher Verbrechen: Durchsuchungen von Menschen, die lediglich, zumindest nach ihrer Überzeugung, legal gehandelt haben, und dies sowohl was die Produktion der Filme, als auch deren Verkauf, als auch den Kauf betrifft. In Rechtsstaaten wäre so etwas nicht möglich.

Auch in Deutschland widerspricht es jeglicher Rechtsstaatlichkeit, wegen des Kaufs legaler Filme Hausdurchsuchungen durchzuführen. Im Urteil des BVerfG 2 BvR 3044/09 heißt es:

Erforderlich zur Rechtfertigung eines Eingriffs in das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 Abs. 1 GG) ist der Verdacht, dass eine Straftat begangen wurde. Das Gewicht des Eingriffs verlangt dabei Verdachtsgründe, die über vage Anhaltspunkte und bloße Vermutungen hinausreichen. Ein Verstoß gegen diese Anforderungen liegt vor, wenn sich sachlich plausible Gründe für eine Durchsuchung nicht mehr finden lassen (vgl. BVerfGE 59, 95, 97; 117, 244, 262 f.). Eine Durchsuchung darf nicht der Ermittlung von Tatsachen dienen, die zur Begründung eines Verdachts erforderlich sind;

Ein legaler Kauf von FKK-Videos ist jedoch nicht mehr als ein vager Anhaltspunkt – es ist nicht mehr als die Vermutung, dass ein solcher Käufer pädophil sei, kombiniert mit der These, dass Pädophile oft auch illegale Pornographie besitzen.

Der Produzent der rumänischen Filme wurde zu drei Jahren verurteilt. Mainstream-Leser glauben, wegen Herstellung von Kinderpornographie. Sie irren sich, der Jufo-Leser weiß mehr. In http://www.jungsforum.net/messages/250056.htm schreibt er zum Urteil nämlich

Denn ich als Produzent mehrerer dieser Filmreihen war nicht von der Justiz mit dem Vorwurf konfrontiert, kinderpornograisches Material erstellt zu haben. Im Ermittlungsverfahren durchaus, das ist klar, aber nicht im Urteil. Die Presse schrieb natürlich nichts über das Urteil, nur über das Strafmaß.

sowie hier

die Anklage lautete am Ende „Herstellung von Bildaufnahmen in sexuellen Positionen“. Ein Strafparagraf welcher so nur noch in einigen Laendern Osteuropas existiert und Pornografie generell bekaempfen soll. Das Urteil fuer Peter P lautete Ende 2010 drei Jahre ohne Bewaehrung, die Mindeststrafe in diesem Strafparagrafen.

Wie geht es den Kindern?

Eine Frage, die von Berufsmissbrauchsopfern in Foren gern in diesem Zusammenhang gestellt wurde. Folgt man ihnen, sind auch die Kinder, die an FKK-Filmen teilnehmen, arme Opfer sexuellen Missbrauchs die davon schwer traumatisiert wurden. Die Leser des Jungsforums haben in diesem Fall das Glück, dass der Produzent der in Rumänien hergestellten Filme darüber ein paar Details schreibt. Hier ist vor allem Die wahre Geschichte von Peter P Productions zu empfehlen. Mir gefällt besonders die Geschichte wie es zu den ersten Nacktaufnahmen kam:

Diese Jungs machten also ein Wrestlingmatch in einem Plastikpool welcher mit etwas Wasser gefuellt war. Im Eifer des Gefechts und ohne Einmischung Dritter wurde die Rauferei auf eine spassige Weise so „wild“ dass Vlad’s Unterhose einriss und so an ihm herunterschlapperte dass seine Genitalien deutlich sichtbar wurden. Eine Tatsache die fuer Gelaechter und aufpeitschende Stimmung in der Gruppe sorgte. Peter signalisierte Vlad er solle doch ins Badezimmer und somit aus dem Filmwinkel der Aufnahme gehen. Doch er machte das Gegenteil, genoss die Aufmerksamkeit, fragte laut was die Aufregung ueberhaupt solle und zog unaufgefordert die ohnehin unbrauchbar gewordene Unterhose ganz aus, stand nackt da und fragte ohne jedes Anzeichen von Erroetung wer sich das ausser ihm sonst noch traue. Seine Antwort bekam er prompt, Alex war der Zweite und zehn Sekunden spaeter stand der Rest der Gruppe nackt da, lachte und groellte, die Filmkamera lief noch aber Peter hat die erste gefilmte Nacktszene unbrauchbar verwackelt.

Dass die Jungs auch von der Verbreitung im Netz wussten, geht hieraus hervor:

Natürlich wussten die Jungs bescheid warum und wofür wir das filmten. Jeden Freitag, nachdem wir bei mir angekommen sind aus ihrem Dorf, stürmten sie zum Computer, weil unter ihnen ein regelrechter Konkurrenzkampf bestand wer die besseren Kommentierungen bekam.

Was die Medien dazu schreiben

Einige Berichte, wie dieser Medienbericht im Toronto Star, malen natürlich ein ganz anderes, böses Bild. Hier kommen Jufo-Leser in den Genuss einer direkten Richtigstellung durch einen der Dargestellten:

Erstens hab ich gar keine Schwester (und hab sowas auch nie gesagt), zweitens war ich nach meiner Haftentlassung in dem Dorf und hab mit den allermeisten auch geredet, unaufgeregt und ganz normal, und meine Eier hab ich beide noch. Drittens hab ich heute erst noch Alex und seiner Mutter telefoniert um abzusprechen wo wir Weihnachten verbringen werden. Er klang nicht sonderlich traumatisiert und sie auch nicht. Ich habe bis auf eine Ausnahme Kontakt zu allen Jungs und bis auf Alex und Vlad war während der interviews keiner der Jungs zugegen. Da wurden fleissig Wörter in den Mund gelegt bzw Wörter im Mund verdreht.

Ein pikantes Detail dann hier:

Dass der Journalist Bestechungsgelder verteilte weiss ich definitiv, denn er traf sich mit meinem Anwalt und dieser sah, dass er eine ins Englische übersetzte Abschrift meiner Original-Anklageschrift dabei hatte. Von dort hatte er auch die Adressen der Jungs. An diese Anklageschrift kommen nur der Staatsanwalt oder Ich. Er KANN sie nur durch Bestechung eines Justizbeamten erhalten haben. Er zitiert auch nicht daraus in seinem Bericht, wohlwissend, dass er sie gar nicht haben dürfte.

Worüber die Medien natürlich nicht berichten, ist, wie die Polizei ermittelt:

Was den Jungen passierte erfuhr Peter erst einige Tage spaeter. Die Anhaltung des Fahrzeugs von Peter P war gegen 09.00 Uhr morgens, die Jungen wurden bis weit nach Mitternacht ohne Beisein der Eltern verhoert, von den Kriminalbeamten geschuettelt, gegeneinander ausgespielt und erpresst.

Der Leser muss wissen dass das Polizei- und Gerichtswesen in Osteuropa nicht dem Standart in Westeuropa entspricht. Aussagen muessen handschriftlich abgegeben werden, lt Gesetz natuerlich ohne aeussere Einflussnahme. Die Praxis sieht erwartungsgemaess anders aus. Polizisten diktieren unter Androhung einer Einweisung in ein Kinderheim und veraengstigte Kinder schreiben dann sechsseitige Aussagen die sie angeblich frei und ohne Einflussnahme eigenstaendig zu Papier gebracht haben sollen. Die Jungen wurden mit Aussagen der Polizisten konfrontiert, z. B. „der Lucian hat uns schon erzaehlt wie er (Peter P) euch allen den Schwanz gelutscht hat nach den Filmereien, du kannst es ruhig zugeben, und wenn nicht dann bekommst du eine Tracht Pruegel“.

Alle Jungen haben diese Vorgehhensweise bestaetigt, nicht nur vor Peter P nach dessen Haftentlassung, auch gegenueber dem Richter waehrend der Hauptverhandlung. Keiner der Jungen hat dem Druck und den boeswilligen Handlungen der Polizeibeamten nachgegeben, alle haben unabhaengig und getrennt von einander ausgesagt dass sie von Peter P zu keinem Zeitpunkt schlecht behandelt wurden.

Über Gründe, keinen Sex mit Kindern zu haben

In der heutigen Zeit gibt es eine Menge Gründe, keinen Sex mit Kindern zu haben.

Ein Grund könnte sein, dass man die These glaubt, dass Sex mit Erwachsenen selbst für die Kinder schädlich, oder zumindest gefährlich, sei. Klar – in diesem Fall kann man lediglich darüber streiten, ob das wirklich so ist, oder ob diese These genau solch ein Schwachsinn ist wie die vom Rückenmarkschwund oder so durch Onanieren. Wenn ich denke, dass etwas denen schadet, die ich liebe, tue ich das einfach nicht, Punkt.

Ein anderer Grund könnte sein, dass man die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, für zu groß und die Strafen für zu schlimm hält, dass man es aus reinem Selbstschutz heraus nicht tun will – es wäre einfach zu riskant für mich. Hier gibt es auch nichts weiter zu sagen – man könnte lediglich darüber streiten, wie riskant es wirklich ist. Als Grund, etwas nicht zu tun, ist die Abschreckung durch Strafe völlig ausreichend. Dies kann Menschen sogar von wirklich guten Taten, sogar von möglicherweise lebensrettenden Taten, abhalten. Es hält heute schon viele Menschen davon ab, mit fremden Kindern auch nur zu sprechen, ihnen gar zu helfen – denn dadurch könnte man in den Verdacht kommen, pädophil zu sein. Ob die Kinder wirklich Hilfe brauchen, ist in diesem Fall egal. Wenn sie halt krepieren, krepieren sie eben – wenn der eigene soziale Tod durch Pädophilieverdacht droht, wird das Schicksal eines fremden Kindes schnell zweitrangig.

Es gibt aber noch einen dritten Grund, keinen Sex mit Kindern zu haben. Der besteht in den Folgen für das Kind, wenn die Sache auffliegt. Auch dies ist ein legitimer Grund – etwas zu tun, was, wenn es auffliegt, den Geliebten und Partner schädigt, ist riskant, und wenn dieses Risiko zu groß ist, unterlässt man es natürlich, aus Verantwortung für den Geliebten.

Die Frage, um die es mir eigentlich geht, ist jedoch eine andere: Wie verhält sich jemand, der aus einem dieser Gründe beschließt, keinen Sex mit Kindern zu haben, gegenüber der Gesellschaft? Obwohl sich alle drei, im Prinzip, erst einmal gesetzeskonform verhalten, ist ihr Verhältnis zur Gesellschaft in allen drei Fällen völlig verschieden.

Wer annimmt, dass Sex mit Erwachsenen für Kinder auch dann schädlich ist, wenn die Kinder ihn selbst wollen, wird das Verbot von Sex mit Kindern billigen. Er hat kein Problem mit der Gesellschaft, im Gegenteil – er ist selbst bereit, mit denen zu kämpfen, die durch ihr Verhalten Kinder schädigen oder zumindest gefährden. Er ist Teil der Gesellschaft.

Anders der, der nur aus Angst vor Strafe abstinent bleibt. Er ist der Gesellschaft gegenüber feindlich gesinnt – sie hindert ihn daran, etwas zu tun, was er gerne täte. Würde nichts hinzukommen, würde sich die Gesellschaft auf das Verbot sexueller Handlungen beschränken, wäre jedoch keine besonders starke Emotion dahinter. Die Gesellschaft hätte ja immerhin einen, wenn auch sachlich falschen, Grund dafür – ihre These, dass dieser Sex schädlich oder gefährlich wäre. Er könnte darauf hoffen, dass sich irgendwann die Wissenschaft durchsetzt und diesen Quatsch auf den Abfallhaufen befördert, wo sie zusammen mit der Theorie von der flachen Erde und der vom Rückenmarkschwund durch Onanie hingehört. Es wäre kein Grund für Hass.

Ist es hingegen der dritte Grund – die Gefahr für die Kinder durch das, was die Gesellschaft ihnen bei der Aufdeckung antut, dann ist die natürliche Reaktion gegenüber der Gesellschaft Hass. Hass für das, was diese Gesellschaft denen antut, die man liebt.

Und die Entschuldigung, dass die Gesellschaft die Kinder angeblich vor Schaden bewahren will, spielt in diesem Fall keine Rolle mehr. Denn sie ist nicht mehr glaubhaft, nicht mal mehr als Irrtum. Oder wieso sollte jemand, der ganz bewusst erpresst wird, all seine Rechte als Angeklagter aufzugeben und alles zuzugeben, damit das Kind nicht zur Aussage gezwungen und auf diese Art geschädigt wird, reagieren? Er selbst verzichtet auf seine Rechte als Angeklagter, und damit seine Freiheit, damit dem Geliebten das Verhör vor Gericht erspart wird. Die Gesellschaft denkt nicht einmal daran, auf die Bestrafung zu verzichten, wenn das Kind nicht aussagen will – das Kind wird genötigt, vor Gericht auszusagen. Ob es dadurch geschädigt wird – weil es sich schuldig fühlt, dass sein Freund durch seinen Verrat im Knast landet, weil es lügt, weil es ihm zu peinlich ist, zuzugeben, dass es selbst den Sex wollte, weil seine intimsten sexuellen Wünsche hier vor völlig fremden Leuten ausgebreitet werden – es ist der Gesellschaft einfach egal.

Kann man solch einer Gesellschaft irgendwelche Achtung entgegenbringen? Auch nur die Achtung, die man einem Wahrheitssucher selbst dann entgegenbringt wenn er irrt – weil er wenigstens danach sucht? Nein. Diese Gesellschaft ist einfach nur ein verachtenswerter Haufen von Sadisten, Kinderschutz ist nur Vorwand, was in den Kindern vorgeht, ist dieser Gesellschaft egal. Oder etwa nicht? Was sollte ein Pädophiler, der auf einen wesentlichen Teil seines Glücks verzichtet, wegen dieser Untaten, die die Gesellschaft seinen Geliebten sonst antut, sonst denken?

Die drei Gruppen unterscheiden sich auch in ihrem Verhältnis zu Pädophilen die, im Gegensatz zu ihnen, Sex mit Kindern haben. Die erste Gruppe, die die Verurteilung der Gesellschaft teilt, macht bei der Verfolgung einfach mit. Wer nur aus Angst keinen Sex mit Kindern hat, wird mit solchen Pädophilen aber ohne Problem sogar eng befreundet sein – und sich vielleicht mit ihnen darüber austauschen, ob es nicht, in anderen Ländern beispielsweise, doch eine Möglichkeit geben könnte, mit nur geringem Risiko Sex zu haben. Die dritte Gruppe könnte moralische Vorbehalte gegenüber aktiven Pädophilen haben – schließlich setzen sie so Kinder einem Risiko aus. Die Verurteilung der Gesellschaft wäre aber deutlich stärker – schließlich geht der Pädophile nur ein Risiko ein, dass seine Freunde solchen Schikanen ausgesetzt werden, während die Gesellschaft sie solchen Schikanen direkt und gezielt aussetzt. Und der Pädophile, der das macht, wird ja, wenn es auffliegt, bestraft. Und das sehr viel härter, als er es dafür verdient hat, die Kids einem solchen Risiko ausgesetzt zu haben.

Die Pädophilen, die auf Sex mit Kindern verzichten, dürften daher eine sehr heterogene Gruppe sein. Es wäre dumm, sie zu einer einheitlichen Gruppe zusammenzufassen und da ein gemeinsames Label wie „Edelpädo“ draufzukleben. Dieses Label hat nur die erste Untergruppe verdient – die, die die Meinung der Gesellschaft übernehmen und sich an der Verfolgung der Pädophilen, die Sex mit Kindern haben, beteiligen.