Zur Kommentarzensur in Online-Zeitungen

Wie eine Diskussion abgewürgt wurde

In unserer Medienwelt haben Pädophile es extrem schwer, überhaupt mal zu Wort zu kommen. In den Medien selbst haben sie dazu gar keine Chance. Die einzige Art, in der Pädophile zu Wort kommen, zumindest wenn sie nicht konforme Positionen vertreten, sind etwa zweiminütige Ausschnitte, in denen sie besonders schlecht aussahen, aus stundenlangen Interviews – eine für politische Hetze beliebte Technik, gegen die sich nur geschulte Profis einigermaßen wehren können.

Was bleibt, um in den Medien zu Wort zu kommen, sind daher Kommentare in den Online-Angeboten der Medien. Was der normale Kommentator als harmlose Kleinigkeit abbucht – nämlich die Zensur durch die Moderation – ist für uns Pädophile daher von größerer Bedeutung. Schon deswegen halten pädophile Kommentatoren sich bei den üblichen Vergehen – wie Beschimpfungen anderer Kommentatoren – weitgehend zurück und kommentieren höflich und sachlich, und freuen sich schon darüber, dass rein sachliche Informationen durch die Kommentarzensur durchkommt.

Dies ist allerdings mit Sachlichkeit und Höflichkeit allein nicht zu erreichen. Denn zumindest ein Teil unserer Gegner – ich nenne diese Gruppe hier „Feminazis“ – will nämlich genau das verhindern: Sachliche Information über Pädophilie wird als eine Bedrohung angesehen, die ihre eigene Hetze gegen Pädophile gefährden könnte.

Die aktuelle Diskussion, die hier mit einer Zensur sachlicher Informationen zu Pädophilie endete, ist in dieser Hinsicht lehrreich. Nicht nur, weil sie die Methoden, mit denen die Feminazis arbeiten, bloßstellt. Sie kann auch richtungsweisend sein für die Möglichkeit der Verbreitung von sachlicher Information über Pädophilie in Online-Kommentaren der Medien generell. Denn hier hatte sich kurz vorher schon etwas getan: Einige Redaktionen, neben der Zeit beispielsweise auch die taz und die FAZ, hatten aus Anlass der Pädophiliedebatte bei den Grünen in ihren Kommentarforen sachlich argumentierende Pädophile zu Wort kommen lassen. Hier ist nun die Zeit davon wieder abgegangen. Dies könnte Signalwirkung nicht nur für die zukünftige Zensurpolitik der Zeit haben.

Die Diskussion lief erstmal ganz unproblematisch. Mein Pseudonym „Denis L“ erhielt sogar zwei Redaktionsempfehlungen. Die Feminazis waren, wie üblich in solchen Diskussionen, argumentativ natürlich auf der Verliererstraße (wo sonst). Und machten natürlich das, was in solchen Fällen üblich ist – also persönliche Angriffe gegen mich. Und sie forderten Zensur. Die Redaktion zeigte sich jedoch ungerührt, ich natürlich erst recht, bin sowas ja gewohnt. Die Diskussion setzte sich fort.

Bis dann die Feminazis dazu übergingen, die Redaktion offen anzugreifen, und zwar auf folgende Art:


Da muß ich gestehen, da kommen dann schon so Phantasien und Fragen hoch, ob in der Redaktion selbst Befürworter der Legalisierung der Pädophilie sitzen. Ich möchte es nicht unterstellen, aber das kommt dabei raus, wenn man den Sinn des Unterfangens nicht versteht.

Da wäre mal eine Stellungnahme Seitens der Redaktion nicht schlecht gewesen.

Und dann gleich noch eins drauf:


… hier wird nicht nur wieder mal den Tätern viel Raum gegeben, sondern auch noch eine Menge Material geliefert, um potentielle Täter zu verleiten. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Im Prinzip macht sich ZO gerade sehr, sehr schuldig, sollte nur ein einziger Pädophiler durch diese kruden Thesen von seinem Vorhaben, es nicht zu tun abkommen und mit einem Kind eine sexuelle Beziehung eingehen.

Nennt man sowas nicht Beihilfe?

Das war dann genug für die Redaktion. Sie knickte ein:


Teildiskussion zur Pädophilie
Sehr geehrte Damen und Herren,

es widerspricht ausdrücklich unserer Agenda, Kommentare zuzulassen, die sexuelle Übergriffe auf sexuell unmündige und schutzbefohlene Personen legitimieren. Bitte weisen Sie uns auf solche Äußerungen umgehend per Bedenklichmeldung oder per Nachricht an community@zeit.de hin.

Die hier eindeutig aus dem Ruder gelaufene Teildiskussion um die Pädophilie wird die Moderation umgehend unterbinden. Von weiteren Beiträgen zu dieser Teildiskussion bitten wir darum unbedingt abzusehen.

Konsequenterweise – wenn man schon kuscht, dann richtig – hat die Redaktion dann auch noch die schon vergebenen Redaktionsempfehlungen für „Denis L“ wieder zurückgenommen, und den Account „Denis L“ gebannt.

Die Totalitarismusskala: Grade der Degeneration in einer Diskussionskultur

Um eine neutrale Bewertung dieser „Argumentationslinie“ der Feminazis zu ermöglichen, schlage ich eine Skala für die Degeneration einer Diskussionskultur vor, die man „Totalitarismusskala“ nennen könnte, weil der maximale Degenerationsgrad erst in einer totalitären Gesellschaft erreicht wird. Als Degenerationsskala muss sie mit 0 beginnen – mit der nicht degenerierten Diskussionskultur.

Grad 0: Zivilisierte Diskussion wie man sie aus der Wissenschaft kennt

Ziel aller Teilnehmer an der Diskussion ist die Wahrheitsfindung. Unterschiedliche Positionen werden dabei als unvermeidbarer Teil des Prozesses der Wahrheitsfindung angesehen. Trotzdem legt auch jeder einzelne Teilnehmer Wert darauf, alle für die konkrete Frage wesentlichen Positionen und Argumente – einschließlich derer, die er ablehnt – selbst fair, und so gut wie möglich, darzustellen. Bereits das Fehlen einer angemessenen Darstellung der wichtigen Argumente der Gegenposition wird als Verstoß gegen die Regeln eines fairen Disputes betrachtet.

Grad 1: Inhaltliche kontroverse Diskussion

Hier gibt es keine Ansprüche mehr an den einzelnen Diskussionsteilnehmer an eine eigene Darstellung fremder Positionen. Dies wird den Verteidigern der jeweiligen Positionen selbst überlassen. Es existieren lediglich noch Standards, die eine Verzerrung der Positionen von Opponenten verbieten. Während beim Grad 0 der Vertreter anderer Positionen als Freund mit demselben Ziel – der Wahrheitsfindung – gesehen wird, wird er hier schon als Gegner gesehen. Trotzdem bleibt die Diskussion auf die Inhalte beschränkt, persönliche Angriffe gegen die Opponenten (ad hominem Attacken) gelten noch als Verstoß gegen die Regeln eines zivilisierten Disputes.

Grad 2: Demokratische Diskussion

Hier gibt es keine Ansprüche mehr darauf, sich auf inhaltliche Argumentation zu beschränken oder Positionen des Gegners fair darzustellen. Ad hominem Attacken sind üblich. In Gesprächen fällt man sich gegenseitig ins Wort. Trotzdem wird der Opponent selbst noch nicht bedroht.

Eine einigermaßen erträgliche Diskussion ist jedoch nur noch unter Zuhilfenahme von Moderatoren möglich. Die Moderatoren versuchen, Auswüchse der Diskussion zu stoppen. Sie selbst werden als neutrale Schiedsrichter akzeptiert und selbst nicht attackiert.

Grad 3: Diskussion mit Bedrohungen von Opponenten

Hier werden die Opponenten nicht nur beschimpft, es gibt auch keine Hemmungen mehr vor expliziten Drohungen.

Wegen der Gefahr von persönlichen Angriffen treten die Opponenten in der Regel nur noch anonym auf. Ist dies unmöglich, ist die Diskussion nicht mehr möglich. Auch die Moderatoren sind nicht mehr immun vor persönlichen Angriffen, werden selbst jedoch noch nicht bedroht.

Grad 4: Verhinderung von Diskussion mit Opponenten durch Bedrohung der Moderatoren

Hier werden nicht nur die Opponenten bedroht, sondern auch die Moderatoren, falls sie die Opponenten überhaupt zu Wort kommen lassen.

Diskussion ist nur noch möglich, wenn nicht nur die Opponenten, sondern auch die Moderatoren selbst anonym sind. Lediglich Teilnehmer, die in solchen Foren konsequent die Parteilinie vertreten, sind noch vor persönlichen Angriffen sicher.

Diskussionen mit öffentlich bekannten Teilnehmern beschränken sich auf Diskussionen zwischen Gleichgesinnten über die Bekämpfung der Opponenten, die Opponenten selbst sind aus den Diskussionen völlig ausgeschlossen.

Grad 5: Totale Verhinderung von Diskussion mit Opponenten

Hier werden sogar Teilnehmer an anonymen Foren angegriffen, die überhaupt noch mit den Opponenten sprechen. Daher müssen auch die Teilnehmer auf Seiten der Parteilinie sich durch Anonymisierung vor Verfolgung schützen.

Diskussionen mit öffentlich bekannten Teilnehmern sind nur noch über verschiedene Varianten der Parteilinie möglich.

Grad 6: Totale Verhinderung von Diskussion über die Parteilinie

Eine Diskussion über die Parteilinie findet öffentlich nicht mehr statt. Offene Abweichler von der Parteilinie werden genauso verfolgt wie Opponenten. Beide sind persönlich bedroht und gelten als Gegner. Die einzigen öffentlich erkennbaren Unterschiede sind unvermeidliche Unterschiede in der Interpretation der aktuellen Parteilinie.


In dieser Degenerationsskala ist die obige Attacke eine Degeneration der Stufe 4. Mit einer Menge gutem Willen könnte man noch von Stufe 3 sprechen. Aber die Behauptung, man selbst würde Pädophile unterstützen, sowie die Unterstellung von Beihilfe sind beim heutigen Meinungsklima schon harte persönliche Angriffe, selbst wenn die Unterstellung der Beihilfe eher polemischen Charakter hatte und kaum zu einer realen Bedrohung in Form von polizeilichen Ermittlungen führen könnten.

Bei maximal 6 Stufen ist dies schon ein recht hoher Grad. Sicher kann man bei solchen Skalen einwenden, dass in ihnen eine Menge Willkür steckt, da man sicherlich noch weitere Zwischenstufen einfügen könnte. Doch würde eine solche Modifikation viel ändern? Fakt ist, das Ziel der Attacken war, jede inhaltliche Diskussion unter Beteiligung von Pädophilen zu verhindern. Und dies mit allen verfügbaren Mitteln, bis hin zu persönlichen Angriffen auf die Redaktion. Der totalitäre Charakter einer solchen Aktionsweise ist offensichtlich genug.


Was folgt nun aus dieser Attacke? Klar ist eins: Die Attacke selbst war hier erfolgreich, also wird man sie wiederholen. Und dies nicht nur bei zukünftigen Kommentardiskussionen in der Zeit, sondern auch in allen anderen Zeitungen, wenn immer die Moderation nicht schon von vornherein auf Linie ist und jeden Pädophilieverdächtigen von sich aus herausschmeißt.

Was ich hier tun kann, ist zweierlei: Einerseits kann ich die Redaktionen hier mit Argumenten versorgen, die dafür sprechen, Pädophile in den Kommentaren zu Wort kommen zu lassen. Andererseits kann ich sie darüber informieren, was wir Pädophilen tun können, und wohl auch werden, wenn sie sich anders entscheiden.

Warum man mit Pädophilen diskutieren sollte

Pädophile können nichts dafür, dass sie pädophil sind. Als Jugendliche stellen sie fest, dass sie nicht mehr nach Sexspielen mit Gleichaltrigen streben, sondern sich in Jüngere verlieben, ohne dass sie selbst dies irgendwie beeinflussen könnten. Erst einmal sind sie damit völlig isoliert. Früher waren sie dies auch lange. Aber heute, im Zeitalter des Internet, ist dies nicht mehr so. Es gibt genügend Foren für Pädophile im Netz, wo man sich anonym anmelden kann und erst einmal genauso anonym Kontakt zu anderen Pädophilen findet. Der isolierte Pädophile ist heute Vergangenheit. Dies merken auch die Pädophilenforen selbst, in denen sich immer häufiger schon Jugendliche anmelden. Die Entstehung von Gruppen von Pädophilen im Netz, aus denen sich dann zumindest in größeren Städten auch persönliche Freundeskreise entwickeln, ist praktisch nicht mehr zu verhindern. Auch gesellschaftlich akzeptierte Angebote für Pädophile wie das Charité-Projekt „Kein Täter werden“ ändern nichts daran, dass Pädophile auch Kontakt zu anderen Pädophilen suchen und finden werden. Im Gegenteil, auch Gruppentherapien im Rahmen solcher Projekte tragen dazu bei. (Dies ist auch gut so, denn der isolierte Pädophile dürfte eine größere Gefahr darstellen als der in eine Szene integrierte.)

Mit dem Kontakt zu anderen Pädophilen finden die Pädophilen aber auch Zugang zu all den Argumenten für oder wider Sex mit Kindern, die in der Pädophilenszene bekannt und verbreitet sind. Diese Argumente berücksichtigen natürlich all die Argumente gegen pädophile Beziehungen, die in den Mainstreammedien präsent sind – dies schon deshalb, weil sie sowieso allen Pädophilen bekannt sind, aber auch, weil sie die Basis sind, von der Neulinge in der Szene, die bisher nichts als Mainstreammedien zum Thema gelesen haben, ausgehen. Diese Argumente werden also innerhalb der Pädophilenszene beantwortet, mit Gegenargumenten der verschiedensten Art.

Diese Argumente der Pädophilen kommen in den Mainstreammedien jedoch, unabhängig von ihrer inhaltlichen Qualität, gar nicht vor. Wo diese Argumente selbst aber totgeschwiegen werden, kommen auch die Gegenargumente dazu nicht vor. Schließlich müsste man ja, um ein Gegenargument vorzubringen, das Argument selbst zumindest nennen – aber das Nennen des Arguments wird ja bereits zensiert.

Eigentlich bleiben in solch einer Situation nur zwei konsistente Positionen: 1.) Die Argumente der Pädophilen selbst sind richtig. Dann ist die Zensur aber Unrecht der schlimmsten Sorte, nämlich Zensur, in der Lügen verbreitet werden, aber Widerlegungen dieser Lügen zensiert werden. 2.) Die Gegenargumente gegen die Argumente Pädophiler sind richtig. In diesem Fall ist die Zensur auch schädlich, da sie die Verbreitung dieser Gegenargumente mitverhindert. Und dies, ohne die Verbreitung der in diesem Fall falschen Argumente Pädophiler zu behindern, denn diese Argumente werden bereits in der zensurresistenten Pädophilenszene verbreitet, und den Kontakt zu dieser Szene findet heute jeder Pädophile der danach sucht.

Die Wahrheit wird natürlich dazwischen liegen, in dem Sinn, dass einige der Argumente Pädophiler falsch sind und andere richtig. Da in beiden Extremen die Zensur falsch ist, ist die Zensur natürlich auch bei allem was dazwischenliegt falsch.

Auswirkungen auf die nichtpädophile Gesellschaft

Es gibt Argumente Pädophiler, die für die Gesellschaft als solche wichtig sind.

Da ist einmal dass sich Pädophile in den Medien als falsch, viel zu negativ, dargestellt sehen, und dies in einem Grad, den sie selbst als Hetze klassifizieren. Dies ist durchaus wichtig für die Mehrheit, denn wozu ein falsches Feindbild führen kann, wissen wir aus der Geschichte, von den Hexenverbrennungen über nationalistische Hetze, die zu Weltkriegen geführt hat, bis hin zu Rassismus und Antisemitismus.

Ein Element der Verteufelung pädophiler Beziehungen, welches der Gesellschaft als Ganzes schadet, ist, dass viele Erwachsene sich nicht einem Verdacht, pädophil zu sein, aussetzen wollen, und daher auf freundschaftliche Beziehungen zu Kindern zunehmend verzichten. Dabei könnten solche Freundschaften, gerade auch zu nichtpädophilen Erwachsenen, eigentlich eine zentrale Rolle bei der Verhinderung wirklichen Missbrauchs spielen.

Ein weiteres für die Gesellschaft als Ganzes wichtiges Argument ist, dass durch die heutige Strafverfolgung von Pädophilen der Rechtsstaat als solcher bedroht wird. Dies passiert durch Verstoß gegen verfassungsmäßige Grundprinzipien der Strafverfolgung wie dem Schuldstrafrecht als solchem, dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit von Strafandrohungen und insbesondere auch dem Übermaßverbot. Auch der Schutz der Privatsphäre ist gefährdet, beispielsweise durch Hausdurchsuchungen bereits wegen des Verdachts des Besitzes von Bildern, aber auch durch die Nötigung von kindlichen Zeugen, Details über ihr Intimleben zu berichten.

Dies alles sind Punkte, die jeden, der sie vorbringt, heute unter Pädophilieverdacht bringen können. Sie werden also kaum vorgebracht, wenn man Pädophile (oder solche unter Pädophilieverdacht) gar nicht erst zu Wort kommen lässt. Und dies bedeutet nicht nur, dass heutige Verzerrungen nicht rückgängig gemacht werden, sondern dass sie sich tendenziell noch verstärken werden, da einem Vorschlag zur Verschärfung kein angemessener Widerstand entgegengesetzt wird.

Auswirkungen der Zensur auf die Pädophilen

Die Auswirkungen auf die Pädophilen sind anderer Art.

Konfrontiert mit ihren eigenen Gefühlen für Kinder, ergänzt durch die Argumente anderer Pädophiler, kann sich kein Pädophiler mit dem Bild des Pädophilen, wie die Mainstream-Medien es zeichnen, identifizieren. Dies, ergänzt durch das Fehlen jeder Möglichkeit, das, was nach ihrer Überzeugung Fehldarstellungen sind, auch nur in Kommentaren zu kritisieren, führt zu einer recht eindeutigen Verurteilung der Mainstream-Medien als Hetzmedien. Auch in den demokratischen Parteien haben Pädophile keine Chance für Unterstützung – die Grünen werden noch heute schon dafür angegriffen, dass sie vor dreißig Jahren Pädophile in ihren Reihen gerade mal geduldet haben.

Pädophile sehen in so einer Situation keine Chance auf eine gerechte Behandlung in der heutigen demokratischen Gesellschaft. Sie sind daher offen für antidemokratische Bewegungen der verschiedensten Art. Der Autor dieses Blogs, ein erklärter Anarchist, ist ein Beispiel dafür. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei Pädophilen fast immer um Männer handelt, noch dazu um Männer, die meist unverheiratet sind, und daher nur geringe Familienbindung haben, und deren Bindung zur eigenen Familie auch unterdurchschnittlich ist (nur wenige Pädophile sind sich sicher, dass ihre Familie auch dann noch zu ihnen steht, wenn ihre Pädophilie bekannt wird, und viele Familien brechen in diesem Fall Kontakt zu Pädophilen ab) dürften die Pädophilen als Zielgruppe für extremistische Einflüsse besonders geeignet sein.

Obwohl ich selbst natürlich auch dann Anarchist bleiben würde, wenn Pädophile in Kommentarforen frei diskutieren dürften, würde dies die konkreten Formen meines Kampfes gegen diese Gesellschaft doch etwas verändern. Es macht schon einen Unterschied, ob man Hetze einfach so unkommentiert stehen lassen muss, oder ob man ihr wenigstens in Kommentaren widersprechen darf. Dies ist durchaus auch ein emotional wichtiger Unterschied – Lügen unkommentiert stehenlassen zu müssen erzeugt schon Wut. Das kann der Unterschied zwischen Gegnerschaft und blankem Hass sein, ein Unterschied, der, zwar nicht bei mir, aber vielleicht bei dem einen oder anderen Pädophilen zum Unterschied zwischen gewaltfreiem Widerstand und Gewalt werden kann.

Die Gegnerschaft zu den Mainstreammedien ist allerdings nur ein Aspekt. Es gibt noch einen anderen Aspekt. Das ist die Auswirkung auf die internen Diskussionen innerhalb der Pädophilenszene. Dort existiert durchaus eine lebhafte interne Diskussion. Neulinge kommen beladen mit den Vorurteilen, die die Hetze in ihnen aufgebaut hat, in der Szene an. Sie werden dort mit einem Gegenbild konfrontiert. Aus dem sich selbst für seine Neigung hassenden Jugendlichen kann dann ein seine Neigung akzeptierender Pädophiler werden, der normalerweise zumindest Freundschaften zu Kindern sucht. Ob er dann für diese Freundschaften auch erotische und sexuelle Elemente zulässt, und wenn ja welche, hängt vor allem davon ab, für wie gefährlich er diese, für sich selbst wie für die, die er liebt, hält. Nur, wird er diese Gefahren richtig einschätzen?

Sicher, rein subjektiv werden die Pädophilen versuchen, hierbei die Wahrheit zu finden. Eine falsche Entscheidung kann ja katastrophale Auswirkungen für alle Beteiligten haben. Trotzdem, auch wenn ich die Rolle dieses Elements in der öffentlichen Diskussion für klar übertrieben halte – es ist natürlich nicht völlig auszuschließen, dass man sich dabei etwas zurechtlügt, um die eigenen Bedürfnisse leichter befriedigen zu können.

Welche Rolle diese Gefahr spielt, ist nur schwer abzuschätzen. Leicht abzuschätzen ist jedoch, dass eine rein pädo-interne Diskussion dieser Fragen zu 100% mit diesem Problem belastet ist. Eine Diskussion in Kommentarforen wäre hingegen in dieser Hinsicht nicht belastet, da an ihr auch Nichtpädophile und Opfer sexueller Gewalt teilnehmen. Von diesen Teilnehmern könnten Argumente kommen, die heute möglicherweise nirgends zu finden sind: In den Mainstreammedien nicht, weil es um Probleme geht, die nach offizieller Ideologie gar nicht existieren, weil es um Gegenargumente gegen Argumente geht, die in den Mainstreammedien zensiert werden und daher dort gar nicht beantwortet werden können. In den internen pädophilen Foren nicht, weil Nichtpädophile sich nur in seltenen Ausnahmen an Foren von Pädophilen beteiligen, und diese seltenen Ausnahmen sind dann meist solche, die eigene positive Erinnerungen an eine pädophile Beziehung in ihrer Kindheit haben.

Ich habe dies hier so ausführlich dargelegt, weil es zeigt, dass eine der beiden Attacken auf die Redaktion völlig fehlgeht:

… hier wird nicht nur wieder mal den Tätern viel Raum gegeben, sondern auch noch eine Menge Material geliefert, um potentielle Täter zu verleiten. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Im Prinzip macht sich ZO gerade sehr, sehr schuldig, sollte nur ein einziger Pädophiler durch diese kruden Thesen von seinem Vorhaben, es nicht zu tun abkommen und mit einem Kind eine sexuelle Beziehung eingehen.


Der Punkt, den die Feminazis hier verfälscht haben, ist, dass die Argumente, die Pädophile verleiten könnten, ihnen ja schon lange bekannt sind. Sie kennen sie ja schon aus ihren eigenen Foren. Was sie möglicherweise nicht kennen, und vielleicht nur hier, in einer Diskussion mit Nichtpädophilen, kennenlernen könnten, wären die Gegenargumente dazu. Denn diese Gegenargumente finden sich ja in den Pädoforen vielleicht nicht.

Ein Ausblick in die Zukunft der Mainstreampresse

Soweit die allgemeinen Gründe, warum man für eine öffentliche Diskussion mit Pädophilen sein sollte. Ich gebe mich allerdings keinen großen Illusionen hin, was den Wert solch allgemeiner Interessen betrifft. Wenn es auch nur den geringsten persönlichen Grund gibt, wird heute jeder Journalist (falls Sie ein Journalist sind, sorry für diese pauschale Unterstellung – ich habe in Ihrer Presse aber auch nur Unterstellungen über Pädophile gelesen, und wäre froh, wenn Sie eine Ausnahme von dieser Regel wären) darauf pfeifen. Und den persönlichen Grund gibt es natürlich – die Unterstellung, man sei ein Unterstützer von Pädophilen wiegt schwer heutzutage.

Worauf könnten wir also hoffen? Vergessen wir Mut und Überzeugung eines einzelnen Redakteurs, bei dem noch irgendwelche liberalen Überzeugungen von Redefreiheit überlebt haben könnten. Er würde sehr schnell von der Zeitung selbst zurückgepfiffen werden. Wenn es nicht Interessen der Zeitungen selbst gäbe. Interessen, die durchaus im Konkurrenzkampf mit anderen Zeitungen wichtig werden könnten.

Denn die Online-Kommentare in den Zeitungen stellen ein wichtiges Bindeglied dar zwischen der klassischen Zeitung und der Zukunft im Internet. Die klassischen Artikel, die auch heute noch auch auf Papier ausgedruckt werden, und die daher auch in ihren Online-Versionen papierkompatibel sind, ändern ja nicht viel an der Zeitung. Die Kommentare, in denen die Artikel inzwischen oft genug nicht nur kritisiert, sondern ergänzt werden, durch weitere Argumente und Hintergrundinformationen, oft genug (wo dies zugelassen ist) durch Verlinkung von relevanten Quellen, sind hingegen etwas qualitativ Neues.

Und in diesem Zusammenhang wage ich eine Prognose: Die Qualität der Kommentarforen wird in Zukunft wichtig sein für den Ruf der Zeitung insgesamt. Und für die Qualität der Kommentarforen ist die Qualität der Moderation zentral. Dass dabei, beim heutigen Niedergang der Kultur zivilisierter Diskussion, moderiert werden muss, steht außer Frage. Beschimpfungen vertreiben schnell gute Kommentatoren und bringen auch dem Leser nichts, sie zu löschen ist daher sinnvoll und wichtig. Eine ganz andere Frage ist, wie sachlich formulierte inhaltliche Kritik behandelt wird. Wenn hier zu viel zensiert wird, fällt dies auf, und wird nicht geheimzuhalten sein. Und es beschädigt den Ruf der Zeitung. Eine Qualitätszeitung braucht in ihren Kommentaren keine inhaltliche Kritik zu fürchten, im Gegenteil, diese Kritik hilft den Journalisten, es beim nächsten Mal besser zu machen, korrigiert Fehler, weist auf interessante Quellen zur behandelten Frage hin und erwähnt wichtige Argumente, die unterschlagen wurden.

Um gute Kommentatoren zu haben, muss die Zeitung selbst attraktiv für solche Kommentatoren sein. Dazu gehört eine transparente und in ihrem Verhalten voraussagbare Moderation. Dazu gehört aber vor allem auch, dass sachliche, inhaltliche Beiträge nicht zensiert werden.

Dies zuzulassen, und dabei selbst persönliche Angriffe auf Moderatoren wie hier in Kauf zu nehmen, ist eine Entscheidung, die nicht der einzelne Moderator fällen muss, sondern die Redaktion als Ganzes. Es sollte denen, die diese Entscheidung fällen, klar sein, dass dies eine Entscheidung ist, die Mut erfordert. Aber gerade deshalb ist es auch eine Entscheidung, die, wenn man sich dazu durchgerungen hat, der Zeitung einen erheblichen Vorteil im Konkurrenzkampf mit all den Zeitungen gibt, die sich das nicht trauen und Kommentare mit politisch unerwünschten Positionen zensieren.

Die Frage steht in dieser Form natürlich nur bei Zeitungen, die einen Qualitätsanspruch haben. Unterschichtzeitungen wie BILD oder BZ brauchen sich in dieser Hinsicht keinen Kopf zu machen, sie schreiben ihre Hetzartikel über Kinderschänder und sind mit „Schwanz ab“-Kommentaren voll zufrieden, es würde sie höchstens Leser kosten, wenn sie Pädophile unzensiert zu Wort kommen lassen.

Leser mit höheren Qualitätsansprüchen reagieren in dieser Hinsicht jedoch anders. Sie wollen informiert werden, sie wollen meist nicht nur Artikel vorgesetzt bekommen, die ihre Vorurteile nur bestärken, sondern auch Informationen bekommen, die ihren bisherigen Vorstellungen möglicherweise widersprechen, und ihnen so Stoff zum Nachdenken geben. Solche Leser werden Zeitungen vorziehen, die einen Ruf haben, inhaltliche, sachliche Kommentare nicht zu zensieren, selbst wenn sie aus ungeliebten Ecken kommen.

Dies sind also meine Empfehlungen an Zeitungen mit Qualitätsanspruch:

1.) Entscheiden Sie sich für eine sofortige Veröffentlichung von Kommentaren ohne Vorzensur. Machen Sie die Zensur transparent, indem Sie klare Regeln aufstellen, was zensiert wird, sich auch daran halten, und die zensierten Kommentare durch eine Begründung für die Zensur ersetzen. Die Zeit kann hier als Beispiel dienen.

2.) Entscheiden Sie sich dafür, sachliche, inhaltliche, argumentative Kommentare auch dann nicht zu zensieren, wenn sie politische oder sonstige Richtungen unterstützen, die Ihre Zeitung selbst nicht unterstützen will. Seien Sie sich dabei darüber im Klaren, dass dies auch zu persönlichen Angriffen auf die Moderatoren führen kann, und seien Sie auf solche Angriffe vorbereitet. Sie können Ihre Moderatoren durchaus vor solchen Anschuldigungen schützen, insbesondere indem Sie klare Regeln für die Moderation vorgeben, die es verbieten, sachliche, themenbezogene Kommentare zu zensieren, selbst wenn sie Richtungen unterstützen, die die Zeitung selbst nicht unterstützt.

Wie wir reagieren könnten, wenn wir wieder ausgesperrt werden

Uns Pädophilen ist natürlich klar, dass wir mit solchen Appellen nicht viel erreichen werden. Aber wir sind nicht mehr so hilflos wie im vorigen Jahrtausend, wir können uns auch wehren. Denn es gibt inzwischen ein Internet, und das ist stark genug, sich gegen Desinformation aus den Mainstreammedien zu wehren.

Wie kann man sich gegen inhaltliche Kommentarzensur wehren? Ganz einfach, mit einem Kommentarzensur-Blog. Der könnte folgendermaßen funktionieren: Er würde Kommentare, die von der jeweiligen Zeitung zensiert werden, obwohl sie gar nicht gegen die Redaktionsrichtlinien für Kommentare verstoßen, sondern sachliche, inhaltlich wertvolle Beiträge darstellen, veröffentlichen. Einreichen könnte man Kandidaten dafür per email an die Betreiber des Blogs. Die suchen sich dann die schlimmsten Verstöße der Zeitung gegen die eigenen Richtlinien aus und veröffentlichen diese. Je mehr die Zeitung in der Kommentarzensur über ihre eigenen offiziellen Richtlinien hinausgeht, desto peinlicher wären die Einträge in diesen Blog für den Ruf dieser Zeitung.

Eine echte Chance, sich dagegen zu wehren, hat die Zeitung kaum. Das Einzige, was sie machen kann, ist, entsprechend fair nach ihren eigenen Kommentarregeln zu moderieren. Da diese Reaktion ja auch das Ziel eines solchen Blogs ist, liefe das aber nicht unter „sich dagegen wehren“.

Auf der sicheren Seite ist sie dann, wenn diese Regeln schärfer formuliert sind als die aktuelle Moderation sie dann durchsetzt. Ob dies der Fall ist, werden die Pädophilen dann in aller Ruhe ausprobieren können. Mit sehr höflichen, sehr sachlichen Kommentaren, die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten zitieren, mit Links oder Verweisen zu den Quellen. Jede Zensur eines solchen Zitats aus einer wissenschaftlichen Arbeit ist dann im Kommentarzensur-Blog willkommen. Was genau der Inhalt ist, ist dabei irrelevant – schon der Fakt, dass Zitate aus wissenschaftlichen Arbeiten zensiert werden, wäre für eine Zeitung, selbst mit nicht allzu hohen Qualitätsansprüchen, blamabel genug.

Schon dies wäre für uns Pädophile ein wichtiger Teilerfolg – denn ein sehr wichtiger Bestandteil der Hetze gegen Pädophile ist es ja, dass Ergebnisse der Wissenschaft keineswegs neutral in den Medien dargestellt werden, sondern, wenn überhaupt, dann extrem verzerrt, während wichtige Ergebnisse in den Medien gar nicht auftauchen. Die Möglichkeit, in Kommentaren die wissenschaftlichen Fakten richtigzustellen, ist uns daher wichtig genug, um uns dafür einzusetzen.

Sicher könnte die Redaktion versuchen, explizit, mit Hilfe restriktiver Regeln speziell auch gegen etwas, was man als „Legitimierung von Kindesmissbrauch“ diffamieren könnte, gegen Kommentare Pädophiler vorzugehen. Nur, wird dies helfen? Denn natürlich wird auch in diesem Fall die Grenze ausgetestet, und somit auch öffentlich gemacht, was genau die Redaktion alles zensiert unter dem Vorwand, keine „Legitimierung von Kindesmissbrauch“ zuzulassen.


6 Antworten auf „Zur Kommentarzensur in Online-Zeitungen“


  1. 1 Ovid 10. Dezember 2013 um 19:12 Uhr

    Gute Argumentation.
    Allerdings befürchte ich, dass die pädophilenfeindlichste Online-Zeitung stets siegt. Diese befinden sich ja alle in Konkurrenz zueinander und würden nicht gerne boykottiert werden.
    Darüber hinaus denke ich, dass es tatsächlich auch einige vernünftige in der Moderation gibt (bekam auch eine Redaktionsempfehlung, über die ich mich wunderte).
    Diese wurden aber sicherlich auch irgendwann von ganz oben unterwiesen eine andere Linie zu fahren.

    Erstaunlich fand ich auch wie unverhohlen zugegeben wurde, dass die Zeitung eine „Agenda“ verfolge und damit rechtfertigt eine bestimmte Meinung schlicht und ergreifend wegzuzensieren. Normalerweise schmückt man sich doch immer mit journalistischer Freiheit… nicht so in diesem Fall. Es ist also schon viel schlimmer als man denkt.
    Witzig ist es auch, wenn man sich diesen Nebensatz mal genauer anschaut:

    „die se­xu­el­le Über­grif­fe auf se­xu­ell un­mün­di­ge und schutz­be­foh­le­ne Per­so­nen le­gi­ti­mie­ren“

    Ach ja? Aus der Sicht der Moderation legitimieren diese Beiträge sogenannte „sexuelle Übergriffe“ schon erfolgreich? Müsste man nicht eher sagen: „(vergeblich) versuchen zu legitimieren?“
    Sicherlich nur ein freudscher Versprecher. Ganz bestimmt. ;)

  2. 2 Dieter-K13 13. Dezember 2013 um 11:15 Uhr

    Die ZEIT-Community hat offen Stellung bezogen, dass Sie keine Pro-Pädophilie-Argumente dulden wird. Das war auch die Antwort auf meine direkte Beschwerde gewesen. Nach mehreren Postings wurde ich/K13 nun auch gesperrt. Darauf habe ich bisher noch keine Antwort erhalten. Es gab wohl unterschiedliche Meinungen in der ZEIT-Community.
    Bei der taz ist mein User-Profil zwar noch aktiv, aber es wird alles vor Freischaltung gegengelesen und mehrere Kommentare wurden nicht freigeschaltet. Diese Frau Oetken etc.. hat dort jetzt die Alleinherrschaft – niemand widerspricht Ihr, Pro-Pädophile-Argumenten werden unterdrückt.
    Dazu habe ich auf meinen Webseiten ein News publiziert und einen Link nach hier als Quelle gesetzt. Die Communitys haben das News natürlich erhalten.
    In meinem News rufe ich zum offenen Protest gegen die mediale Zensur der taz und ZEIT auf. Es müßte am Besten organisierte Protest-EMails geben, damit eine solche Zensur vielleicht aufgehoben wird. Anders wird es nicht funktionieren….

  3. 3 Dieter-K13 13. Dezember 2013 um 11:23 Uhr

    Ich muss auch etwas Kritik zum obigen Bericht anmerken. Der Text ist zu ausführlich und damit zu lang. Die meisten Menschen haben keine Zeit dafür, solch lange Texte wirklich zu lesen. Man sollte sich auf das Wesentliche beschränken.

  4. 4 Sascha 22. Dezember 2013 um 21:37 Uhr

    Mir egal, ich schreibe für Leute, die lesen können und wollen.

  5. 5 AndiDD 25. Februar 2014 um 13:01 Uhr

    Ich denke, hier liegt ein grundsätzliches Missverständnis vor, wie schon alleine der Gebrauch des Begriffs „Zensur“ zeigt. Dieses Missverständnis besteht darin, das Sascha (wie viele andere auch) glaubt, die Kommentarforen von Online-Zeitungen seien ein Ort der Meinungsvielfalt und des Austausches oder auch nur als solche gedacht oder vorgesehen.
    Das ist nicht der Fall.
    Diskussionsforen sind eine Art hoheitlicher Meinungsraum des jeweiligen Blattes und der jeweiligen Redaktion und werden auch so behandelt. Es gibt dort keine Redefreiheit und auch kein irgendwie „einklagbares“ Recht, gehört oder gedruckt zu werden.
    Die Foren dienen dazu, das Blatt für den Leser interessanter aussehen zu lassen, die Werbeeinnahmen zu steigern und sich an bestimmte Interessengruppen anzubiedern. Vor diesem Hintergrund erklärt es sich sehr leicht, in welcher Art und Weise die Moderation erfolgt – Forentrolle mit der „richtigen“ Meinung werden durchaus zugelassen, Abewichler vom Mainstream gnadenlos gelöscht. Das ist im Übrigen kein Pädophilen-Problem, sondern die Art und Weise, wie unsere Welt eben funktioniert.
    Darauf eine Diskussion über die „Zukunftsfähigkeit“ von Online-Zeitungen zu setzen, scheint mir mehr als absurd. Und Apelle, wie ein „besseres“ Forum zu gestalten sei, ebenso. Denn dies setzt voraus, das der Verfasser dieses Blogs die Zeitungsmacher für etwas dämlich hält: Nein, das Problem ist die Zielsetzung des Forums selbst.
    Um es zusammenzufassen: Wer glaubt, in einem Kommentarforum einer Zeitung sachlich diskutieren zu können oder glaubt, diese sachliche Diskussion sei von irgend einem Beteiligten gewünscht, ist reichlich naiv.

  6. 6 Sascha 11. März 2014 um 23:32 Uhr

    Dass es bei den Kommentaren Hausrecht gibt, und insofern rein juristisch keine Zensur im Sinne des GG stattfindet ist klar und geschenkt.

    Ansonsten erkläre ich mich gerne für naiv – weil ich glaube, dass eine Zeitung, die in ihren Kommentaren sachliche Diskussionen zu jedem Thema zulässt, langfristig gewinnen wird. Sie wird zuerst für Kommentatoren, die inhaltlich argumentieren wollen, interessanter. Dann für die Leser, die in den Kommentaren das finden wollen, was im Artikel fehlt. Dann für die Leser, weil auch die Artikelschreiber besser werden, wenn sie vermeiden wollen, wegen inhaltlicher Fehler von den Kommentatoren bloßgestellt zu werden.

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