Archiv für Mai 2011

Vom Stolz, Boylover zu sein

Ich bin Boylover, und das ist gut so. Trotz der inzwischen ziemlich extremen Pädoverfolgung bin ich ein glücklicher Mensch. Sicher habe ich auch einiges Unangenehme hinter mir – einschließlich Knast, Lügenartikel in der Hetzpresse, Tränen der Mutter und Scheidung. Aber mit so etwas kann man fertig werden und trotzdem glücklich sein.

Vielen anderen Boylovern geht es nicht so gut. Einsamkeit, Depression und Angst sind weit verbreitet und eben auch ziemlich natürliche Folgen der Pädoverfolgung. Wie kann man das vermeiden?

Ich kann natürlich nur sagen, wie ich das vermieden habe, was mich davor geschützt hat. Ein Teil davon ist natürliche Gegebenheit, angeborene Begabung, für die ich nichts kann, und die man nicht verändern kann. Aber ein Teil davon ist auch Erkenntnis, etwas, was ich zumindest versuchen kann, anderen Boylovern zu vermitteln. Ob es hilft oder nicht – den Versuch ist es zumindest wert.

Und da die erste Version dieses Artikels einfach zu lang wurde, habe ich das Ganze in Teile aufgespalten, die ich nach und nach veröffentlichen werde. Hier also der erste Teil meiner „Lebenshilfe für Boylover“, und das Thema ist, wie man zur eigenen Jungsliebe steht, mit den Extremen Selbshass oder Stolz:

Die größte Gefahr ist Selbsthass

Eigentlich ist es eine Trivialität – wer sich selbst hasst, kann ja wohl kaum ein glücklicher Mensch sein, selbst wenn die äußeren Umstände seines Lebens noch so ideal sind.

Hinzu kommt, dass Selbsthass auch das Verhältnis zu anderen Menschen zerstört. Denn andere lieben kann nur wer sich selbst liebt. Jemand, der sich selbst hasst, ist dazu einfach nicht fähig. Und somit ist jemand, der sich selbst hasst, auch von lauter Leuten umgeben, die er auch nur hassen kann.

Was natürlich auch Rückwirkungen hat. Denn den Hass spüren die anderen auch. Selbst wenn man ihn nicht offen zeigt – die Intuition der Menschen ist gut genug, um so etwas zu fühlen und darauf, durchaus auch völlig unbewusst, zu reagieren. Und, natürlich, wer sich selbst hasst, gibt keinen Anlass, geliebt zu werden. Und somit wird jemand, der sich selbst hasst, auch von anderen eher gehasst als geliebt.

Natürlich gibt es die verschiedensten Gründe, sich selbst zu lieben oder zu hassen, die Boylover mit allen anderen Menschen teilen. Aber für den Boylover gibt es noch einen sehr speziellen Grund für Selbsthass – die Tatsache, dass er pädophil ist, und dass Pädophile in der heutigen Gesellschaft verachtet und gehasst werden wie kaum eine andere Minderheit. Es reicht, wenn man diese allgemeine Einstellung übernimmt, und schon ist man faktisch genötigt, sich selbst zu hassen.

Und während ich, was all die sonstigen Gründe für Selbsthass betrifft, kaum allzu viel sagen kann – zuviel hängt dabei von persönlichen Eigenschaften ab – zu diesem Grund für Selbsthass gibt es einiges zu sagen, und man kann definitiv etwas dagegen tun.

Der Punkt ist: Die Mehrheitsmeinung ist in ihrem Hass auf Boylover ganz objektiv im Unrecht. Und davon kann man sich selbst überzeugen – völlig objektiv, unter Anhörung aller Argumente aller Seiten. Boylove ist nicht hassenswert, sondern eine objektiv für die Gesellschaft nützliche Begabung. Also etwas, was eher ein Grund für Stolz als für Selbsthass ist.

Nun ist Stolz auf etwas, wofür man selbst nichts kann – Aussehen, Begabungen, Herkunft und vieles andere – zwar weit verbreitet, aber eigentlich nur Ersatz für diejenigen, die keinen Grund für wirklich gerechtfertigten Stolz haben. Und dazu braucht es eigene Leistungen, eigene Entscheidungen.

Aber auch hier gibt es für Boylover natürliche Handlungsalternativen, die objektiven Grund für Stolz geben können: Einmal aktuelle Beziehungen zu Jungs (egal ob nun mit oder ohne Sex), die diesen ganz objektiv nützen. Und dann den Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit – natürlich für Boylover, aber nicht nur für sie.

Warum Mehrheitsmeinungen schwachsinnig sind

Vergesst vor allem erstmal das demokratische Glaubensbekenntnis, dass Mehrheiten in irgendeiner Weise recht hätten. Das ist eine völlig absurde These, die uns in der Zwangsschule eingetrichtert wird, mit dem Ziel, uns zu gehorsamen Untertanen des demokratischen Staates zu machen.

Das Gegenteil ist der Fall. Kaum eine These ist so absurd, dass Demagogen sie nicht erfolgreich einem Mob eintrichtern könnten. Dazu muss sie lediglich primitiv genug sein.

Dafür gibt es objektive Gründe. Da ist erstmal der Herdentrieb. Wenn die Herde plötzlich losrennt, ist es für den Einzelnen besser, mitzurennen, ohne erst nach den Gründen zu fragen. Es könnte eine Gefahr sein, die dann den trifft, der zuletzt wegrennt. Es könnte etwas Nützliches sein, von dem nur die Ersten etwas abbekommen. Oder es könnte der Beginn eines Machtkampfes sein, in dessen Ergebnis die stärkere Fraktion – die Mehrheit – die Minderheit umbringt.

Und wenn es nichts von alledem ist, ist man halt umsonst gerannt, aber der Schaden ist nicht allzu groß. Und es reicht, wenn die, die ohne zu fragen mitrennen, wenigstens manchmal etwas davon haben, damit der Herdentrieb als solcher vorteilhaft ist.

Damit verbunden ist außerdem das Prinzip der rationalen Ignoranz. Sich eine begründete Meinung zu bilden stellt immer einen Aufwand dar. Geht es darum, eine Entscheidung über eigenes Handeln zu treffen, lohnt sich ein solcher Aufwand – die eigene Entscheidung hat eventuell erhebliche Auswirkungen auf das eigene Leben.

Aber in einer demokratischen Abstimmung oder beim Beantworten einer Meinungsumfrage trifft dies nicht zu. Die eigene Entscheidung hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Auswirkungen auf das eigene Leben. Und damit entfällt jeder objektive Grund, sich mühsam eine objektiv gerechtfertigte Meinung zu bilden. Informationsbeschaffung und intensiveres Durchdenken ist Verschwendung, und Ignoranz wird rational.

Und daher sind Mehrheitsmeinungen, was ihre geistige Qualität betrifft, nicht einmal auf dem Niveau der Durchschnittsmenschen, von denen sie kommen, sondern deutlich darunter – im Bereich zwischen schwachsinnig und grenzdebil.

Sich in einer für einen persönlich unwichtigen Frage nach dieser grenzdebilen Meinung zu richten kann trotzdem rational sein – die Gründe dafür habe ich gerade angeführt.

Aber, wer in einer persönlich wichtigen Frage einfach nur der Mehrheitsmeinung folgt, ist selbst grenzdebil.

Warum Mediendemokratie zum Extremismus neigt

Die Instinkte der Menschen sind genetisch auf die Größe einer Urhorde zugeschnitten, und funktinieren auf dieser Größenordnung ganz gut. Trotz Herdentrieb und rationaler Ignoranz – solange die Herde nicht zu groß ist, steuert früher oder später der eine oder andere Einzelne dagegen, und kann sich damit durchsetzen.

In Staaten mit Einheitspartei und zensierten Massenmedien gibt es diese Korrekturmöglichkeit nicht, und die natürliche Folge ist Extremismus bis hin zum Massenmord. Und je größer der Staat, desto sicherer und extremer endet er im Massenmord, mit Maos China und Stalins Sowjetunion auf den Spitzenrängen.

Mehrparteiensysteme und Pressefreiheit verhindern einiges, aber keineswegs alles. Denn wo die Mehrheit die Regierung stellt, ist das natürliche, stabile Ergebnis ein Zweiparteiensystem, bei dem beide Parteien ein und dieselbe Position der Mitte vertreten. Und die Journalisten der Massenmedien sind auch nicht wirklich frei, sondern hängen von Quoten, und damit von ihrer Unterstützung der Mehrheitsmeinung, ab.

Und damit kann sich auch in Mehrparteiensystemen mit Pressefreiheit in gewissen Fragen eine Einheitsmeinung bilden.

Und die kann sehr leicht extremistisch werden. Es reicht, wenn sie nicht auf einen konkreten Zustand abzielt, sondern auf eine Veränderung – zum Beispiel „man muss mehr gegen Kindesmissbrauch tun“. Denn dann gibt es nichts, was eine immer weitere, immer extremistischer werdende Veränderung aufhält. Egal wie extremistisch der „Kampf gegen Kindesmissbrauch“ bereits ist, er wird weiter von allen Parteien und allen Massenmedien unterstützt werden, weil er weiterhin von der Mehrheitsmeinung unterstützt wird. Und die wird sich nicht ändern, weil sie weiterhin von allen Parteien und allen Massenmedien unterstützt wird.

Und je extremistischer der Kampf wird, desto radikaler wird gegen die vorgegangen, die in irgendeiner – noch so milden – Form dagegen sind. Denn das ist eben auch Teil des Kampfes gegen den Kindesmissbrauch.

Wer das erkannt hat, dem dürfte eins klar werden: Die einzige Hoffnung, dass das Ganze nicht in einem Massenmord endet, bei dem auch die gerontophilste Hete nachts nicht schlafen kann, aus Anst, wegen Förderung des Kindesmissbrauchs abgeholt zu werden, ist, dass die Gegenposition wenigstens noch im Internet vertreten werden kann.

Informiere Dich selbst

Die Mehrheitsmeinung zu Boylove ist also grenzdebil und extremistisch, und wenn Du ihr folgst, bist selbst grenzdebil und machst dich mitschuldig an den Verbrechen der Extremisten.

Klar, das ist erstmal nur meine Meinung. Du musst Dir Deine Meinung selbst bilden. Und deshalb – informiere Dich selbst, und denke selbst nach.

Noch gibt es dazu genügend Möglichkeiten, auch wenn sie, aufgrund der sich immer weiter verschärfenden Verfolgung, immer schwerer zu finden sind.

Da sind die Wissenschaftler. Sie sind beileibe keine Helden. Die, die offen sagen, was Fakt ist, riskieren, dass ihre wissenschaftlichen Arbeiten vom amerikanischen Kongress in einer offiziellen Resolution verdammt werden (so bereits geschehen). Sowas schreckt ab – aber immerhin konnten die Autoren in wissenschaftlichen Medien antworten (Rind, B., Bauserman, R., Tromovitch, P. (2000). Science versus orthodoxy: Anatomy of the congressional condemnation of a scientific article and reflections on remedies for future ideological attacks, Applied Preventive Psychology, 9, 211-225).
Also man erwarte nicht, dass wissenschaftliche Artikel offen schreiben: eine sexuelle Beziehung zu einem Mann ist für einen Jungen in der Regel positiv.

Aber man sehe nach, wie in einer Arbeit „sexueller Missbrauch“ definiert wird. Oft genug so, dass es der Wunschtraum des Boylovers wäre, wenn diese Definition Gesetz wäre – all unsere Sexspielchen wären dann nämlich völlig legal. Und aus so einer Definition kann man, denke ich, sehr wohl schließen, dass der betreffende Wissenschaftler eben diese unsere Sexspielchen auch für völlig harmlos hält.

Es gibt eine Menge solcher impliziter Hinweise auf das, was Wissenschaftler wirklich denken. Wenn sie beispielsweise auch einvernehmliche sexuelle Handlungen moralisch verurteilen, aber ohne auch nur das Geringste über deren Schädlichkeit oder Gefährlichkeit zu sagen, ist dies eine ziemlich klare Aussage: Solche Handlungen sind völlig ungefährlich.

Deute ich da zuviel hinein? Kaum. Wäre es gefährlich, wäre es geradezu die Plicht des Wissenschaftlers, auf diese konkreten wissenschaftlich bewiesenen Gefahren hinzuweisen, statt sich auf irgendwelche moralischen Platitüden zu beschränken, die jeder Laie absondern kann. Und es würde ihm kaum schwerfallen, dieser moralischen Pflicht genüge zu tun – es gibt schließlich tausende wissenschaftliche Arbeiten, die die verschiedensten möglichen Folgen von Kindesmissbrauch untersuchen.

Nur gibt es seltsamerweise unter all diesen keine einzige, die zeigt, dass einvernehmliche, gewaltfreie Sexspielchen zwischen Männern und Jungs für die Jungs in irgendeiner Weise gefährlich wären (safer Sex vorausgesetzt). Warum wohl?

Ich werde sicherlich mehr über solche indirekten Ergebnisse der Wissenschaft schreiben. Allerdings ist es nicht ausreichend, mir einfach zu glauben. Statt der demokratischen Mehrheitsmeinung der Meinung eines einzelnen Boylovers zu folgen, ohne eigenes Nachdenken und Nachforschen, ist nur ein anderes Extrem desselben grenzdebilen Verhaltens, und macht dich genauso mitschuldig, wenn diese Meinung Verbrechen billigen sollte.

Du musst Dich selbst informieren, so gut Du es kannst. Und das kannst Du – auch wenn Du mangels wissenschaftlicher Grundlage und Englischkenntnissen keine wissenschaftliche Literatur lesen kannst, auch wenn Wikipedia inzwischen kaum noch Ansprüchen von Neutralität genügt – es gibt zumindest noch Diskussionsforen, in denen all diese Fragen diskutiert werden können.

Dein Anspruch an Dich selbst sollte klar sein: Du solltest jede Gegenmeinung anhören und selbst durchdenken, und dabei nicht vergessen, dass Du geneigt sein könntest, voreingenommen zu sein.

Ich traue mir trotzdem zu, das Ergebnis wenigstens teilweise vorauszusagen: Freundschaften zwischen Boylovern und Jungs sind nützlich für die Jungs, die augenblickliche Hysterie ist extremistisch, schädlich und gefährlich, einvernehmlicher safer Sex als solcher, wenn er unentdeckt bleibt, harmlos.

Die Meinungen was verschiedene Komplikationen betrifft (Lehrer-Schüler oder Vater-Sohn-Beziehungen, Prostitution, Pornos, Verantwortung für Folgen der Aufdeckung, extremere Sexpraktiken) dürften dabei weit auseinandergehen, und es liegt bei Dir, Dir eine wohldurchdachte und wohlbegründete Meinung zu bilden.

Aber solange bei dieser wohlbegründeten Meinung herauskommt, dass zumindest asexuelle Freundschaften mit Jungs für diese nützlich sind – oder zumindest sein können – hast Du keinerlei Grund, Dich wegen Deiner Zuneigung zu Jungs in irgendeiner Form selbst zu hassen.

Boylove als Begabung

Jungs brauchen Männer die sie mögen.

Das haben sie in ihren Genen. Es waren schon immer Männer, die ihnen das beibrachten, was sie als Männer können müssen – Jagen, Kämpfen, Wissen. Männer sind Vorbilder was Kraft, Status, Können und Fähigkeiten betrifft, und Quelle von Autorität und natürlich auch materiellen Werten. Jungs, die von Männern geliebt werden, haben zu all dem besseren Zugang – ein erheblicher Vorteil für sie.

Man bedenke auch was ich oben zu Selbsthass geschrieben habe. Die beste Medizin – oder Vorbeugung – gegen Selbsthass ist, dass man selbst, als Kind, geliebt wurde, mit all seinen Stärken und Schwächen.

Der Boylover ist also vor allem jemand, der das natürliche Bedürfnis hat, den Jungs etwas Gutes zu tun – durch eine andauernde Freundschaft und Liebe, durch die positiven Emotionen, die man dem Jungen über seinen eigenen Wert vermittelt, durch all die Hilfen, Ratschläge, all die gemeinsam verbrachte Zeit, und selbst die materielle Unterstützung, die man bereit ist zu leisten, und halt auch durch den gemeinsamen Spass am Sex.

Und dass man selbst davon profitiert ist keineswegs schlecht, im Gegenteil – der Junge profitiert gerade auch dadurch, dass er spürt, dass auch der Mann vom Zusammensein mit ihm profitiert, es genießt, dass auch er selbst dem Anderen etwas geben kann.

Boylove ist gesellschaftlich nützlich, und es wird immer offensichtlicher, dass die Hysterie, die Erwachsene immer mehr vor freundschaftlichen Kontakten mit Jungs zurückschrecken lässt, vor allem auch den Jungs etwas sehr Wesentliches nimmt.

Und daher:

Gib den Jungs Deine Freundschaft

Sie brauchen sie. Gerade heute wo die Heten sie aus Angst verweigern.

Du tust ihnen damit etwas Gutes. Aber auch der Gesellschaft als Ganzes, denn die Verwahrlosung der Jungs ist ein immer größer werdendes gesellschaftliches Problem.

Und Dir selbst natürlich auch.

Und damit tust Du etwas, worauf Du wirklich und zu recht stolz sein kannst.

Aber es gibt noch eine zweite Aktivität, die für Dich als Boylover völlig natürlich ist, und die Dir einen weiteren Grund gibt, stolz auf Dich selbst zu sein:

Kämpfe für Gerechtigkeit und Freiheit

Die Verfolgung der Boylover heute ist extremes staatliches Unrecht. Du bist ihr Opfer, und so ist es das Natürlichste von der Welt, dagegen zu kämpfen.

Wie, mit welchen Mitteln, welchen Zielen?

Das musst Du selbst herausfinden. Du musst dazu die Ursachen und Mechanismen der Entstehung dieses Unrechts verstehen, herausfinden, was genau an der heutigen Gesellschaft falsch ist, herausfinden, welche Alternative solches Unrecht verhindert, oder zumindest verringert oder weniger wahrscheinlich macht.

Und dann Verbündete suchen und dafür kämpfen.

Meine Antworten findest Du hier in diesem Blog. Es ist der Staat generell, und speziell die heutige Mediendemokratie, die die Ursache dieses Unrechts ist. Und es gibt eine realistische Alternative – sie heißt Anarcho-Kapitalismus.

Es wäre schön, wenn Du das auch so siehst. Aber zu welchem Ergebnis auch immer Du kommst – Kampf gegen Unrecht und Unfreiheit gibt dem Leben einen Inhalt, und einen Inhalt, auf den man zu recht stolz sein kann. Selbst dann, wenn der Kampf mit einer Niederlage endet.

Und Freiheitskämpfer sind ohne weiteres in der Lage, schlimmere Restriktionen in Kauf zu nehmen als solche Kleinigkeiten wie sexuelle Enthaltsamkeit.

Vom Stolz, Boylover zu sein

Also, Grund sich selbst zu hassen gibt es für Boylover überhaupt keinen. Im Gegenteil, eher gibt es Grund, stolz zu sein.

Ich bin allerdings Individualanarchist, und Stolz ist etwas, was sich für mich mit eigener Leistung und eigener Entscheidung verbindet. Und so sind meine Empfehlungen vor allem Empfehlungen für eigene Entscheidungen und Handlungen, auf die man stolz sein kann:

  • Das Bilden einer gut durchdachten und begründeten eigenen Meinung zu den wichtigen moralischen Fragen, statt blind entweder der Mehrheit oder irgendwelchen Meinungsführern zu folgen;
  • Freundschaften zu Jungs, die diesen nutzen;
  • Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit.

Trotzdem, Menschen sind nun einmal Herdentiere. Wir sehen uns selbst als Mitglieder von Gruppen an, und sind stolz oder schämen uns für allgemeine, typische Eigenschaften von Mitgliedern unserer Gruppe, und Handlungen einzelner Mitglieder unserer Gruppe. Und selbst Individualanarchisten sehen sich irgendwo als Individualanarchisten an.

Also, unabhängig vom (viel wichtigeren) Stolz oder Scham für das eigene Verhalten, wie sieht es mit dem Stolz oder Scham für die Gruppe der Boylover aus?

Als Naturwissenschaftler erwarte ich nicht, dass die sexuelle Bevorzugung von Jungs als Sexualpartner mit irgendwelchen anderen menschlichen Fähigkeiten korreliert. Nicht mal mit einem angeborenen Talent, Kontakt zu Jungs aufzunehmen. Aber die Umstände, unter denen wir leben, bringen uns dazu, anders zu leben, andere Fähigkeiten zu entwickeln, als Heten. Es sind diese Umstände, die uns als Gruppe anders machen.

Einiges von dem, was uns auf diese Weise anders macht, ist sicher kein Grund, stolz zu sein: Eine höhere Wahrscheinlichkeit von Haftstrafen, Arbeitslosigkeit, Depression, Alkohol- und Drogenmissbrauch, und Selbstmord. Traurig, aber natürliche Folge von extremer Unterdrückung, und daher auch kein Grund zur Scham oder gar zu Selbsthass.

Aber es gibt auch andere Reaktionen, und auch die dürften verbreitet genug sein, dass man sie als typisch für die Gruppe der Boylover ansehen kann, eben weil auch sie eine natürliche Reaktion auf die Umstände sind, in denen wir leben.

Weil unsere Grundbedürfnisse verleumdet werden, lernen wir, dass man staatlichen Gesetzen und der Meinung der Mehrheit nicht blind vertrauen darf, und werden notgedrungen dazu gebracht, uns selbst eine Meinung zu bilden. Boylover werden also viel eher eine eigene Meinung zu den verschiedensten Fragen haben als Heten. Etwas, worauf wir als Gruppe stolz sein können.

Weil wir Jungs lieben und an Sex mit Jungs interessiert sind, lernen wir, wie man Kontakt mit Jungs knüpft, wie man mit ihnen umgeht, was sie brauchen, was sie glücklich macht, wir lernen, zusammen mit ihnen glücklich zu sein – und damit sind wir als Gruppe besonders geeignet, um uns um die Jungs zu kümmern, können besser mit ihnen umgehen als die Heten. Und das ist auch etwas, worauf wir auch als Gruppe stolz sein können.

Weil wir mit den Jungs auch illegale Sachen machen, sind wir dabei nicht diejenigen, die die Jungs vor allem zu gehorsamen Untertanen erziehen. Ein wichtiger Teil unserer Beziehungen besteht darin, den Jungs beizubringen, dass persönliche Beziehungen, persönliches Vertrauen wichtiger sind als striktes Befolgen offizieller Vorschriften. Dies ist ein wichtiger Schutz der Gesellschaft vor totalitärer staatlicher Willkür, und ist daher auch etwas, worauf wir stolz sein können.

Weil wir vom Staat verfolgt und unterdrückt werden, sind wir natürliche Feinde des Staates. Und weil unsere wichtigsten Bedürfnisse verboten sind, sind wir als Gruppe natürliche Kämpfer für Freiheit, gegen staatliche Verbote. Und das ist auch etwas worauf wir als Gruppe stolz sein können.

Und sogar der Mut im Kampf könnte etwas sein, was uns als Gruppe unterscheiden könnte. Ähnlich wie wohl vor allem das harte Leben in den Bergen eine Ursache dafür sein dürfte, dass die nepalesischen Gurkhas als die mutigsten Soldaten gelten (Klasse Jungs übrigens, die nicht Mama fragen müssen, wenn sie bei ihrem BL übernachten oder eine Bergtour mit ihm unternehmen wollen), könnte einiges dafür sprechen, dass Boylover mutigere Freiheitskämpfer sind als Heten.

Es gibt einiges was dafür spricht. Der unterdrückende Staat ist ihnen weitaus tiefer verhasst als den Heten. Die Familie ist weitaus weniger ein Hindernis – die Bindung an sie ist geringer, und somit weniger wahrscheinlich, dass familiäre Rücksichten vom Kampf abhalten. Mut im Freiheitskampf ist nebenbei auch etwas was Jungs hoch achten, weitaus höher als Ehefrauen. Und ihr Verhältnis zur Gefahr ist fast automatisch ein anderes: Ihr höchstes Glück ist mit der Gefahr langjähriger Haftstrafen verbunden. Und so lernen sie täglich, und auch in friedlichen Zeiten, mit Gefahr umzugehen, mit ihr zu leben.

Und mit ihrem speziellen Verhältnis zur nachfolgenden Generation sind sie die idealen Weiterverbreiter freiheitlichen Gedankenguts, die idealen Werber für die nachfolgende Generation von Freiheitskämpfern.

Also, seien wir stolz darauf, Boylover zu sein.

Und handeln wir so, dass wir nicht nur auf uns selbst stolz sein können, sondern dass auch alle anderen Boylover, und die Jungs, die wir lieben, stolz auf uns sein können. Handeln wir wie es für Boylover natürlich ist, weil es die natürliche Reaktion auf die Lebensumstände ist, unter denen sie leben müssen – als selbständige, unabhängige Denker, als Freunde und Helfer der Jungs, die ihnen die Werte der Freiheit und Gerechtigkeit weitergeben, und als Freiheitskämpfer, die sich durch staatlichen Terror nicht so schnell einschüchtern lassen.

Nachbemerkung

Das Ende klingt wie ein moralischer Appell. Ist es aber nicht – es ist, wie zu Anfang versprochen, Lebenshilfe, meine Empfehlung für ein glückliches Leben. Wer sich für diesen Weg entscheidet, den erwarten, selbst wenn er mal im Knast landet, keine Depressionen.

Das ist allerdings kein Zufall. Ethik is für mich, soweit sie rational begründbar ist, nichts anderes als wohl durchdachtes Eigeninteresse. Und das, was ich empfehle, ist nicht nur ein sicheres Rezept gegen Depression, es macht auch so Spaß: Forschen und Denken, Freunde haben und ihnen helfen, und für eine gute und gerechte Sache kämpfen – was kann eigentlich schöner sein?

Zeichen und Wunder

Es gab mal eine Zeit, vor der Verdammnung der RBT-Metaanalyse durch den US-Kongress 1998, in der ich die wissenschaftliche Literatur zum Thema „sexueller Kindesmissbrauch“ ziemlich intensiv verfolgt habe.

Das habe ich dann aufgegeben. Was soll man von einer im wesentlichen staatlich finanzierten Wissenschaft erwarten, wenn das höchste Machtorgan der größten Wissenschaftsmacht eine wissenschaftliche Studie nach Art des Obersten Sowjets (also ohne eine einzige Gegenstimme – der einzige Unterschied zur Stalinzeit waren einige wenige Stimmenthaltungen) verdammt, und die APA – die Wissenschaftsorganisation, in deren Journal die Arbeit publiziert worden war – offiziell verspricht (und in der Resolution dafür gelobt wird), bei der Publikation wissenschaftlicher Artikel in Zukunft auch deren „soziale, legale und politische Folgen zu evaluieren“ – oder, mit anderen Worten, wenn eine Wahrheit politisch nicht genehm ist, fällt sie durch die Evaluierung und wird nicht mehr publiziert?

Aber vielleicht war dies voreilig. Es scheint, dass die Wissenschaft sich wehrt.

Das beginnt damit, dass die vom Kongress Verdammten immerhin in der Lage waren, sich wissenschaftlich zitierfähig zu verteidigen: Rind, B., Tromovitch, P. and Bauserman, R. (2000) A chronology and refutation of the attacks and a discussion of threats to the integrity of science. Sexuality & Culture 4:2, pp. 1-62.

Außerdem haben sie nicht klein beigegeben, sondern publizieren weiterhin, und, viel wichtiger, sie können das auch: Archives of Sexual Behavior, Vol. 30, No. 4, 2001, Arch Sex Behav (2007) 36:101–106, Arch Sex Behav (2008) 37:481–484, Arch Sex Behav (2009) 38:328. Rind darf dabei positiv (Archives of Sexual Behavior, Vol. 31, No. 6, December 2002, pp. 543–554 (2002)) ein Buch von Jenkins besprechen, dass den augenblicklichen Zustand als „moralische Panik“ charakterisiert und mit früheren moralischen Paniken vergleicht. (Die „Archives of Sexual Behavior“ sind nebenbei bemerkt nicht irgendwas, sondern zumindest eines der prestigeträchtigsten Journale auf diesem Gebiet.)

Die „verdammte“ Arbeit selbst wird von anderen fleißig zitiert. Und, in einer Antwort auf eine Kritik von ihnen, weisen die kritisierten Wissenschaftler zwar die Kritik selbst zurück, aber auf geradezu demonstrativ freundliche Art: „The contribution of Rind and Tromovitch to this debate is thus encouraging and we acknowledge their thoughtful commentary.“ (Arch Sex Behav (2007) 36:107–109), also „der Beitrag von Rind und Tromovitch zu dieser Debatte ist somit ermutigend und wir erkennen ihren ideenreichen Kommentar an“. Klar, Wissenschaftler sind höfliche Menschen, auch und gerade im Streit, aber das hört sich fast schon an, als wolle man sich vom möglichen Verdacht, man habe auch nur irgendwelche Sympathien für die Kongressresolution, abgrenzen.

Dann vergleicht Malon in Arch Sex Behav (2010) 39:637–652 die Kindesmissbrauchshysterie offen mit dem Kampf gegen die Onanie.

Und dann der eigentliche Anlass für diesen Artikel: David Riegel. Der Grund, dass er ohne Angst sagen kann, was Fakt ist, ist leider keiner, der Hoffnung macht, dass er dies noch sehr lange tun kann: „On the other hand, the present author, who is closing in on his ninth decade, is not thus constrained.“ (Arch Sex Behav (2010) 39:1027–1028). Mit über 80 hat man keine beruflichen Repressionen mehr zu befürchten.

Aber, was er geschafft hat, zu veröffentlichen, ist wichtig. Es ist nunmal eine Sache, einfach nur ein paar Wahrheiten zu sagen, und eine ganz andere, diese in einem wissenschaftlichen Journal zitierfähig zu publizieren. Aber nun gibt es halt, in „Riegel, David L., ’The Role of Androphilia in the Psychosexual Development of Boys’, International Journal of Sexual Health, 23:1, 2 – 13 (2011)“, ein paar Wahrheiten, die den Missbrauchshysterikern nicht schmecken werden.

Und, noch dazu, Open Access. (Leider selten, und wenn Journale das den Autoren anbieten, dann fordern sie dafür vom Autor (oder seinem Institut) erstmal ein paar Tausender. IMO eine Unverschämtheit – die Leute zahlen die Steuern, mit denen die Wissenschaftler bezahlt werden, und deren Ergebnisse sind nicht öffentlich zugänglich, und man muss Phantasiepreise zahlen, um sie runterzuladen.)

Der Artikel selbst ist einfach super. Klar, ich weiß selbst schon vieles davon. Aber die eigene Meinung faktisch 1:1 in einem wissenschaftlichen Artikel wiederzufinden ist angenehm.

Nein, ich selbst glaube nicht an Autoritäten, auch nicht an die der Wissenschaft – aber es gibt nunmal genug Leute, denen solche Autoritätsaspekte wichtig sind, und somit ist es einfach mal ein Fakt unseres Lebens als Herdentiere, dass Wahrheiten, die in wissenschaftlichen Journalen publiziert sind, eine größere Chance haben, von den Leuten akzeptiert zu werden.

Und gerade für Außenseitermeinungen ist dies wichtig. Gerade auch weil die wissenschaftliche peer-review ziemlich eindeutig den Mainstream bevorzugt, zeugt es durchaus von guter Qualität, wenn es eine Außenseiterposition schafft, publiziert zu werden.

Aber so sehr Außenseiter ist diese Position in der Wissenschaft vermutlich gar nicht. Die meisten ziehen ja einfach vor, zu schweigen, wo klar ist, dass die Wahrheit politisch nicht korrekt ist. Man hat ja Familie und will die Karriere nicht gefährden.

Auch dies übrigens ein Punkt, der explizit im Artikel beschrieben und belegt wird: Der Krieg der Pseudowissenschaft der Viktimologie (nach einer treffenden Bemerkung von Money eine „Wissenschaft nur bezüglich der Etymologie ihres Namens“) gegen die Wahrheit, und ihre Auswirkungen.

Den Artikel gibt es auch in Deutsch, in pdf hier zum Runterladen. Wer englisch kann, kann sich auch direkt auf boyandro.info umsehen.

Kleiner Hinweis

Auf libertarian.blogsport.de/eine-geschaeftsidee wurde eine Geschäftidee vorgestellt, die wegen ihrer politischen Auswirkungen für Libertäre besonders interessant sein könnte.

Der Grund dafür, dass die Idee für Libertäre interessant ist, ist einfach der, dass die Idee für alle interessant ist, die kluge Minderheitsideen vertreten.

Eine kluge Minderheitsidee ist eine, die vielleicht insgesamt nur von 5% der Bevölkerung unterstützt wird, unter der dümmeren Hälfte jedoch nur von 1%, unter der klügeren Hälfte hingegen von 9%.

Libertäre Ideen sind dafür sicherlich ein gutes Beispiel.

Aber wie ist das mit Boylove?

Dafür, dass die Boylover selbst dümmer oder klüger als die Durchschnittsbevölkerung wären sehe ich keine Hinweise. Aber, was das Verhältnis zur Anti-Pädo-Hysterie angeht, sieht das schon deutlich anders aus.

In meinem Bekanntenkreis ist die Korrelation zwischen Klugheit und Ablehnung der Hysterie jedenfalls deutlich und erheblich. Am deutlichsten war die Korrelation zwischen Dummheit und Pädohass jedoch im Knast: Es gab eine sehr kleine Gruppe Intellektueller, in der das Verhältnis am unproblematischsten war, dann Vietnamesische Zigarettenhändler – also Leute, die nicht wegen ihrer kriminellen Natur, sondern wegen zivilisierten aber illegalen Handelns einsaßen – die freundlich zu mir waren, im Gegensatz zum Rest der dortigen Menschheit, bei dem sich die besonders aktiven Hasser noch durch besondere Primitivität auszeichneten. Aber auch außerhalb des Knastes: Die weitere Verwandschaft (Durchschnitt) will nichts mit mir zu tun haben, die eigene Bekanntschaft und die meiner (geschiedenen) Frau – Hochschulabschluss ist weit verbreitet – sieht mich deutlich positiver.

Und die Geschäftsidee ist einfach, Kluge und Dumme getrennt zu befragen. Wenn man liest, nur 5% sind gegen was auch immer, ist man natürlich dafür. Liest man hingegen, nur 1% der Dummen, aber 10% der Klugen sind dagegen, sieht das schon anders aus – man möchte schließlich lieber zu den Klugen gehören. Und Journalisten wie Politiker werden ähnlich reagieren – heute heulen sie mit der Mehrheit, aber werden sie auch die Meinung der Dummen verteidigen wollen?

Also, wenn die Geschäftsidee funktioniert, dürften wir Boylover davon profitieren.

Versuchen wir es doch einfach mal. Entweder jemand macht es selbst. Oder, wie ich hier, einfach die Idee weiterverbreiten. Wenn sie gut ist, und ich denke das ist sie, wird sie schon jemand realisieren. Und je früher das passiert, desto besser.

Und beim Weiterverbreiten müsst ihr ja nicht sagen, dass ihr die Idee hier gefunden habt.