Warum die Pädophilen siegen werden

Es sieht eigentlich alles so aus als hätten die Pädophilen keine Chance. Kurzfristig – ok. Aber langfristig sieht das anders aus. Da sitzen wir am längeren Hebel. Glaubt ihr nicht?

Nun, es ist einfach angewandte Soziobiologie. Ja, ok, dass ist eine politisch etwas unkorrekte, böse Wissenschaft, finden zumindest manche. Gene können ja nicht einfach so soziale Verhaltensweisen beeinflussen, das darf nur die Erziehung. Sowas würde ja unsere Schulen daran hindern, neue Menschen zu erziehen. Nur kommt es darauf glücklicherweise gar nicht an. Wissenschaftlichen Theorien kann völlig egal sein, was irgendwelche Ideologen von ihnen denken. Wenn sie richtig sind, treffen ihre Voraussagen einfach ein.

Also, meine abenteuerliche Behauptung ist, dass pädophile Gene auf dem Vormarsch sind, dass sie immer weiter verbreitet werden. Also wird es immer mehr Pädophile geben. So dass wir irgendwann einmal einfach die Wahlen gewinnen werden. (Ja klar, wenn es dann überhaupt noch diese archaische Form politischer Entscheidungsfindung in Staaten geben sollte.)

Nun, aber genetische Veränderungen dauern doch normalerweise lange – hunderttausende oder gar Millionen von Jahren. In der Regel ja, aber es gibt Ausnahmen. Die wichtige Ausnahme, bei der eine Veränderung des Genfonds sogar extrem schnell gehen kann, sind plötzliche Veränderungen der Umweltbedingungen, die dazu führen, dass die Gene, die bisher am häufigsten waren, einfach aussterben. Die neuen Gene müssen dabei nicht neu gebildet werden – sie sind schon da, vorhanden bei einer eventuell sehr kleinen Minderheit. Unter den neuen Umweltbedingungen können sich nun diese bisherigen Minderheitsgene weitaus besser verbreiten als die bisherigen Mehrheitsgene. Das Extrembeispiel wäre eine Umweltkatastrophe, bei der einfach nur eine kleine Gruppe überlebt. Diese Gruppe verbreitet sich dann einfach auf der ganzen Welt. Das dauert vielleicht etwas, aber die ehemaligen Minderheitsgene werden faktisch von einem Tag auf den anderen zu Mehrheitsgenen.

Aber keine Angst, der Sieg der pädophilen Gene benötigt keine Katastrophe, nicht mal eine eigentlich ganz wünschenswerte Erwärmung des Klimas um ein paar Grad ist dazu notwendig. Auch kein Massenmord oder Atomkrieg. Denn es gibt einen kleinen aber wichtigen Unterschied zwischen dem Aussterben von Genen und dem ihrer Träger: Ein früher Tod des Trägers ist zwar hinderlich für die Verbreitung des Gens, aber es gibt noch eine ganz andere Gefahr für die Gene: Nämlich dass der Träger zwar steinalt wird, aber trotzdem keine Kinder bekommt.

Also, die Pädophilen müssen also die Heten gar nicht umbringen, um irgendwann in der Mehrheit zu sein. Sollen die ruhig steinalt werden. Es reicht, wenn sie keine Kinder bekommen.

Warum sollten sie auch? Klar, das ist wichtig für die Gene. Die müssen sich weiterverbreiten, oder sie sterben aus. Sehen wir uns also mal an, welche Techniken die Hetengene so draufhaben, um sich weiterzuverbreiten.

Da sind beispielsweise die Gene, die man einem Don Juan zuordnen könnte. Der Träger solcher Gene hat das Bedürfnis, mit möglichst vielen Frauen zu rumzuschlafen. Ja, und das war sicherlich für lange Zeit eine höchst brauchbare Idee zur Weiterverbreitung solcher Gene, weil auf diese Art nun einmal eine Menge Nachkommen erzeugt werden.

Besser, wurden. Heute gibt es schließlich Mittel zur Empfängnisverhütung. Außerdem seltsame staatliche Gesetze, die genetische Väter zu Melkkühen für die Mütter machen, und außerdem Gentests, mit denen Vaterschaftsfragen eindeutig geklärt werden können. Wer also als Don Juan heute noch Kinder kriegt, ist einfach nur bescheuert. Es geht doch so einfach, und so teuer ist ein Kondom nun auch wieder nicht, das könnte er sich sogar mit Hartz IV leisten.

Und, der Leser ahnt wohl schon worauf das hinausläuft: Die Gene unseres geliebten Don Juan sterben einfach mal aus.

Das könnte auch einigen anderen Hetengenen so ergehen. Beispielsweise denen, deren Träger zwar schon eine Frau haben wollen, aber an Kindern einfach nicht interessiert sind. Früher kriegten sie trotzdem Kinder, erstmal schon deshalb, weil sie Sex mit ihrer Frau hatten, aber außerdem noch aus rein wirtschaftlichen Gründen – die klassische Altersversorgung funktionierte nun einmal nur über die Kinder.

Heute gibt es allerdings, neben der Empfängnisverhütung, außerdem noch staatliche Rente. Für die Altersvorsorge sind eigene Kinder also völlig unnötig geworden. Also wozu noch Kinder? Und somit sterben auch die Gene unseres eigentlich an Kindern nicht besonders interessierten Ehemanns aus.

Wer bleibt nun aber übrig? Übrig bleiben die, die an den Kindern selbst interessiert sind. Für die Kinder weder lästige Nebenwirkung von Sex noch Mittel zur wirtschaftlichen Altersvorsorge sind, sondern die irgendein anderes Interesse an Kindern haben.

Was für ein seltsames Interesse an Kindern könnte das wohl sein? Ok, da gibt es die Frauen mit ihrem Mutterinstinkt. Aber bei den Männern? Da sieht es doch etwas düster aus. Irgendwelche neuen Gene können wir vergessen – die Gene müssen als Minderheitsgene schon dasein. Neue Gene brauchen lange Zeit. Also, was an Genen für Männer ist schon da, was ein Interesse an den Kindern selbst hervorruft? Der Leser wird es schon erraten haben – die pädophilen Gene.

Die Hetze gegen Pädophile dürfte dabei sogar hilfreiche Nebenwirkungen entfalten. Was hat ein Boylover in einer extrem anti-pädophilen Gesellschaft schon für eine Chance, gesellschaftlich akzeptierten Kontakt zu Kindern zu bekommen? Einmal intensiv nachdenken, und, hurra, da ist die Idee: Selber welche machen. Mit den eigenen Kids darf man rumhängen. Und mit deren Freunden auch gleich mit. Und es ist auch unter der extremsten Hetze nicht zu erwarten, dass man Väter pauschal von der Erziehung ausschließt. Da würden sich die Mütter dann doch zu sehr ans eigene Bein pinkeln.

Und natürlich braucht man viele Kinder. Schließlich ist das Leben lang, und die Zeit des Heranwachsens eines einzigen Kindes im Vergleich dazu relativ kurz. Also ist Großfamilie angesagt. Hervorragende Bedingungen für die Weiterverbreitung der eigenen Gene. Die einen haben gar keine Kinder, die anderen sehr viele. Insgesamt kann die Bevölkerungszahl also konstant bleiben.

Und je schärfer die Hetze, um so größer wird unsere Motivation für diesen Weg. Da überwindet sich irgendwann auch der extremste Boylover zur Samenspende. Und selbst wenn es gar nicht klappen will hilft heutzutage Viagra.

Außerdem gibt es guten empirischen Grund zur Annahme, dass Jungs, die einen Erwachsenen haben, der emotional involviert ist (egal ob Vater oder Boylover) erfolgreicher im Leben sein werden. Boylover als Eltern werden also die erfolgreichen Kids hervorbringen, der Rest die Versager.

Soweit die Theorie. Was sagt aber nun die Praxis? Nun, das Bevölkerungswachstum hört überall dort auf, wo Mittel zur Empfängnisverhütung zugänglich sind und ein Rentensystem die Altersvorsorge sichert. Wie zu erwarten wäre.

Man könnte voraussagen, dass bei einer Ausbreitung pädophiler Gene viel mehr Väter bereit sein werden, sich schon früh um ihre Kinder zu kümmern. Na, was sagen die Soziologen dazu? War da nicht so was? Väter, die immer mehr bereit sind, Kinderwagen zu schieben oder Windeln zu wechseln?

Außerdem müsste das heterosexuelle Sexualleben zurückgehen. Wo doch unser Don Juan schon fast ausgestorben sein dürfte, schließlich gibt es ja Empfängnisverhütung schon eine Weile. Und was sagen die Sexualwissenschaftler dazu? Ich glaube, da war auch irgendwas. Gerade erst war was im Jungsforum, dass frühe Erfahrungen mit Geschlechtsverkehr eher zurückgehen. Der Nachwuchs steht halt nicht mehr auf sowas.

Was bleibt noch als Indikator? Das Interesse an Pornographie dürfte einiges an Informationen liefern. Nun ist das heutzutage schwer herauszukriegen, schließlich gibt kaum jemand einfach so zu, dass er Kinderpornos vorzieht. Schließlich illegal. Man kann also nicht einfach die Pornoschuppeninhaber nach ihren Umsatzzahlen fragen. Pech.

Aber ist die Kinderpornohysterie selbst nicht ein doch recht deutliches, wenn auch indirektes, Indiz dass sich das Interesse an sexuellen Bildern geändert hat? Als ich klein war, durfte man im Freibad bis sieben Jahre nackig rumlaufen, für Ältere war Badehose Plicht. Ein kleiner Nackedei war damals eben sexuell für kaum jemand interessant. Heutzutage läuft das etwas anders. Erwachsene können heutzutage nackig auf der Straße rumlaufen. Aber selbst kleinste Mädchen laufen schon beim Baden mit Oberteil rum. Und auf FKK-Bildern werden heutzutage die Kinder wegretuschiert (zumindest ihre Pimmel). Wenn sowas kein Wink mit dem Zaunpfahl ist, was die Leute heute sexuell anregend finden, was dann?

Ach so, da gibt es ja noch die bekannte Vermutung, dass Homophobie ein Indiz für Homosexualität ist. Analog dazu kann man gleichfalls vermuten, dass Pädophobie ein Indiz für Pädophilie ist. Beide Thesen erscheinen mir hinreichend plausibel: In einer Gesellschaft, in der die eigene Neigung verboten ist, gibt es Leute, die sich dem Verbot unterwerfen. Die Frage ist, wie rechtfertigen sie dies vor sich selbst? Eine Lösung ist, die offizielle Doktrin zu verinnerlichen. Als Motivation, zum Extremisten in dieser Hinsicht zu werden, kann dann einiges zusammenkommen: Einmal die Angst, als Perverser erkannt zu werden. Und dann, meines Erachtens nach noch viel wichtiger, der reine Sexualneid auf die, die das Gesetz brechen.

Wenn das so ist, dann dürfte ein Anstieg der Zahl der Pädophilen in einer anti-pädophilen Gesellschaft sogar zu einer Intensivierung der Hysterie führen. Was mit der Beobachtung auch ganz gut übereinstimmt. Sogar mit der regionalen Ausbreitung. Der Effekt ist dort besonders stark, wo die Leute früher Möglichkeiten zur Empfängisverhütung haben, dort, wo das Rentensystem sicherer ist, und vor allem dort, wo schon als Resultat des Effekts die Geburtenrate am geringsten ist – also in den reichen Staaten, vor allem Nordamerika (besonders die USA – Weltpitze in Pädohysterie), Europa und Australien.

Also, irgendwie passt alles zusammen. Finde ich zumindest. Was denkt ihr?

Und keine Angst – wenn wir erstmal wirklich in der Mehrheit sind, kriegen wir das mit der Hysterie schon irgendwie hingebogen. Dann schlägt das Pendel um, und es wird als notwendig für eine gute Ausbildung eines Jungen angesehen, dass er einen oder ein paar gute Boylover findet, die ihn mögen.


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