Die Pädoverfolgung als die Judenverfolgung von heute

Nein, was heute auf dem Gebiet der Pädophilenverfolgung stattfindet, ist kein Holocaust. Noch nicht. Noch werden Menschen noch nicht aus dem einzigen Grund, dass pädophil sind, eingesperrt und vergast.

Aber dies bedeutet keineswegs, dass ein Vergleich der heutigen Pädoverfolgung mit der Judenverfolgung in irgendeiner Weise illegitim wäre. Schließlich besteht die Judenverfolgung nicht nur aus dem Holocaust. Es hat ja auch ohne den Holocaust schon genug Judenverfolgung auf der Welt gegeben, und mit diesen milderen Formen ist die heutige Pädoverfolgung durchaus vergleichbar.

Außerdem hat dieser Vergleich ja auch ein Ziel – nämlich die Verhinderung dessen, dass die heutige Pädoverfolgung in ihrer weiteren Entwicklung die Form eines neuen Holocausts annimmt.

Ja sicher, das ist ein ziemlich egoistisches Ziel – ich bin nunmal Boylover und habe keine große Lust, in ein KZ gesteckt und vergast zu werden, und versuche dies ganz eigennützig zu verhindern. Allerdings sollten auch Nichtpädos ein gewisses Interesse daran haben, einen neuen Holocaust an den Pädos zu verhindern. Das „zuerst holten sie die Pädophilen …“-Argument sollte ja bekannt genug sein. Und man braucht ja einen extrem großen und intensiven Überwachungsstaat, um alle Pädos zu kriegen, die versammeln sich ja leider nicht freiwillig in Synagogen und werden sogar in arischen und kommunistischen Familien geboren.

Also, kommen wir zu den Details des Juden- (aber nicht Holocaust-) Vergleichs.

Taten oder Gene? Ich vergleiche insbesondere gern den heutigen §176 mit den Nürnberger Gesetzen. Der erste Einwand ist dann immer, dass Pädophile nur für Handlungen bestraft werden, während die Juden unter den Nazis verfolgt waren nur weil sie Juden waren, wofür sie ja nichts konnten. Dies erledigt sich jedoch durch einen einfachen Hinweis auf den aktuellen Wortlaut des Gesetzes. Gefängnis gibt es dort nämlich auch nur für Taten wie den Geschlechtsverkehr von Juden mit Deutschen. Und was die Strafhöhe betrifft, sogar liberaler als heute. Es gab nicht mal eine Mindeststrafe, während es schon für einen Blowjob bei einem 13-jährigen Jungen heute mindestens 2 Jahre gibt.

Außerdem schließt man damit die klassische, christliche Judenverfolgung völlig aus. Die Christen wollten ja nichts weiter als dass die Juden zum Christentum konvertieren. Waren sie konvertiert, war alles in Ordnung. Es gab vielleicht noch ein paar Zweifel ob das Konvertieren wirklich ernst gemeint war oder nur zum Schein um der Verfolgung zu entgehen, aber kaum ernsthafte Verfolgung. Es waren wohl erst die Nazis (welcher ihrer Vorläufer das nun war, weiß ich nicht genau), die auf die Verfolgung der Juden aus rassischen Gründen übergingen.

Schutzideologie: Dann könnte man argumentieren, der 176 diene dem Schutz von Kindern. Nun, die Nürnberger Gesetze dienten auch dem Schutz – dem des deutschen Blutes. Das kann man zwar als ideologische Konstruktion ablehnen. Aber das tun wir Boylover im Fall der Kinderschutzideologie auch.

Der wissenschaftliche Hintergrund beider Ideologien ist auch vergleichbar. Sogar zahlenmäßig – in der Diskussion um die RBT-Studie tauchte irgendwo mal die Zahl auf, dass die Korrelation zwischen Rasse und IQ weitaus größer ist als die zwischen sexuellem „Missbrauch“ und Spätfolgen. (Wenn ich mich anstrenge, finde ich sie vielleicht noch wieder.)

Identifizierung: Außerdem möchte ich noch was anderes in Frage stellen: Das Verbot des Besitzes von Kinderpornos mag zwar formal noch eine Tat bestrafen. Aber das Ziel ist doch ziemlich eindeutig: Pädophile als solche identifizieren und einsperren. Denn die anderslautenden formalen Begründungen sind ja so extrem doof dass sie wirklich nicht ernst genommen werden können. 1

Die amerikanische Wissenschaft arbeitet übrigens schon lange an Methoden, Pädophile unabhängig von konkreten Straftaten zu identifizieren. (Beispielsweise Kinderpornos zeigen und Erektionen messen. Funktioniert allerdings schlechter als man erwartet, weil Pädos die schon genug KP gesehen haben davon auch nicht so schnell einen Steifen kriegen, während Kids halt auch für Normalos durchaus sexuell nicht unattraktiv sind und dann vielleicht noch der Neuigkeitseffekt hinzukommt.) Legitimiert wird das für Tests von Leuten, die beruflich mit Kindern zu tun haben. Also für Berufsverbote ohne jede Tat als Voraussetzung. Und die Technik, wenn sie mal da ist, kann dann natürlich für einen Holocaust auch genutzt werden.

Judensterne: Im Vergleich zum eigentlichen Holocaust scheinbar harmlos, aber für viele Juden eine der schlimmsten Schikanen. Und wo ist nun der Unterschied zwischen dem Judenstern und den amerikanischen Seiten mit Sexualstraftätern?

Kristallnacht: Ein Pädopogrom ist nicht so einfach zu organisieren, schließlich wohnen Pädos noch nicht in Ghettos. Aber was passierte, als das englische Hetzblatt „News of the World“ Listen von Sexualstraftätern mit Adresse veröffentlichte, war nichts als ein ganz normaler Pogrom. Bei dem hohen Bildungsstand des Mobs wundert es nicht, dass dabei irgendwo sogar ein Pediater (Kinderarzt) darunter leiden musste.

Die Frage ist nun, was der Vergleich bringt. Ich denke, er bringt vor allem die Möglichkeit, aus der Geschichte zu lernen. Wie soll man eigentlich überhaupt aus der Geschichte lernen, wenn man nicht die heutigen Probleme mit ähnlichen Problemen früher vergleicht, also Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfindet, und daraus Schlussfolgerungen zieht was eine sinnvolle Strategie für das eigene Handeln ist und was in die Katastrophe führt?

Aber das werde ich später mal genauer betrachten.

  1. Ein kostenloser Tausch ist schließlich (wie sowohl die Musikindustrie als auch die Politik weiß) das beste Mittel um die Marktpreise zu ruinieren und damit die Hersteller in die Pleite zu treiben. Es dürfte schon genug Pädos geben, denen inzwischen das Internet zur Beschaffung von KP zu heiß ist und die es als sicherer ansehen, sich die Filmchen selbst zu drehen und nicht weiterzuverbreiten. [zurück]

5 Antworten auf „Die Pädoverfolgung als die Judenverfolgung von heute“


  1. 1 Stewie G 30. August 2010 um 2:19 Uhr

    Hier empfehle ich:

    http://ganymed.blogsport.de/2007/10/12/paedophile-sind-nicht-die-neuen-juden/

    Aber das Ziel ist doch ziemlich eindeutig: Pädophile als solche identifizieren und einsperren.

    Quatsch. Das Ziel ist es, zu verhindern, dass Kinder Erfahrungen mit Sex machen. Ziel ist die „ungestörte Entwicklung“ als Kind in der Kindheit, die „unschuldig“ und „weiß“ bleiben soll, so die protestantische Moral, die sich bis heute in Europa festhält. Gut zu sehen im Film „Das weiße Band“

    http://www.youtube.com/watch?v=cwFx7bzbNe0 (Szene ab 0:55).

    Das kannst du in vielen Strafrechtskommentaren nachlesen, dass Kinder von Sex entfernt werden sollen, nur der Hinweis auf Gott und die Unschuld fehlt. Dieser wird dem Hinweis, der Gesetzgeber wolle dies so, ersetzt.

    Das Problem ist das unschuldige, heile, weiße Kind. Daher wird auch das sexuell aktive Kind verfolgt und daher der Pädophile oder der Heterosexuelle, der Sex mit Kindern macht und zwar unabhängig davon, ob das Kind oder der Jugendliche wollte! Wollte das Kind es, ist es gar noch schlimmer, dann ist es kein gutes Opfer, sondern ein „verhältensauffälliges“, „gestörtes“ und „psychisch krankes“ oder gar ein „traumatisiertes“ Kind (was nicht heißt, dass es diese nicht gäbe, aber das pauschal anzunehmen rührt aus der Angst um die Unschuld).

    Daher ist die Repression, die du als Pädo spürst die Auswirkung auf die Repression, die Entrechtung und die Entmündigung, die Kinder jeden Tag spüren.

    Mit dem Nationalsozialismus hat das nichts zu tun, sondern mit protestantischer Ethik, wie gesagt.

  2. 2 mackay 30. August 2010 um 2:25 Uhr

    Quatsch. Das Ziel ist es, zu verhindern, dass Kinder Erfahrungen mit Sex machen.

    Nicht beim Verbot des Besitzes von Kipo.

    Ansonsten stimme ich zu, dass die Paedounterdrueckung andere Ursachen hat als der Judenhass der Nazis, nur ist dies fuer den Vergleich unerheblich. Es ist natuerlich nicht alles gleich. Muss auch nicht.

    (Den Link kannte ich schon – er war das Motiv, den Artikel hier zu schreiben.)

  3. 3 Stewie G 30. August 2010 um 20:28 Uhr

    Nicht beim Verbot des Besitzes von Kipo.

    Doch. Sie glauben, Kinderpornos regt zum Sex mit Kindern an. So wie Schwulenpornos zum schwulen Sex. Und sie finden, dass Kinderpornos ein Dokument des Sexes mit Kindern ist, was nicht sein darf, wodurch es also vernichtet und geächtet und verboten werden muss.

    Es sind doch noch Kinder. Kleine unschuldige Vollidioten, Das musst du doch einsehen, lieber Mackay.

  4. 4 mackay 30. August 2010 um 23:39 Uhr

    Doch. Sie glauben, Kinderpornos regt zum Sex mit Kindern an.

    Das geben sie vielleicht vor, aber das nehme ich ihnen nicht mehr ab. Quatsch ist es sowieso – sonst waeren wir ja alle nach Hetenpornogucken zu Heten werden. Aber auch die Annahme, dass sie aus eigener Bloedheit solchen Bloedsinn vertreten, erscheint mir nicht mehr plausibel.

  5. 5 YanKKKee 13. Oktober 2010 um 14:29 Uhr

    Die Parallele Pädoverfolgung = Negerverfolgung und Rassismus nach US-Muster hinkt vielleicht etwas weniger als der Vergleich mit der Judenverfolgung unter den Nazis. Es wird nicht so gerne in Amerika darüber geredet, aber die Negerfeindlichkeit der nicht-schwarzen (inkl. weißen, jüdischen, arabischen und auch asiatischen) Amis beruht stark auf Sexualneid. In den letzten paar Jahren lassen die „Niggahs“, wie sie sich selbst nennen, ihre Potenz und sexuelle Aggression in ihrer HipHop-/Rap-Ghettokultur voll raushängen, aber schon lange vorher war die Penisgröße und Potenz der Afroamis berühmt-berüchtigt, ebenso die früh einsetzende Libido der Negergirls, die schon sehr früh an Sex gewöhnt werden. Wie früh, darüber streiten sich die Gelehrten, aber bekannt ist, dass ein Großteil der schwarzen Mädchen schwanger werden, sobald sie den ersten Eisprung bekommen (so zwischen 10-13Jr).

    Die weißen Bosse hielten sich schon immer kleine, schwarze Sklavengirls, und nach der Abschaffung der Sklaverei ca. 1865 hörte das nicht auf. Es gab viele Kuppelmütter und Kinderpuffs (wo es aber auch weiße & asiatische girls gab). Der schwarze Bürgerrecht-Märtyrer Malcolm X, selber ein Enkel einer Euro-Afrikanischen Vereinigung, deutete in seiner Autobiografie (sehr taktvoll von Alex Haley umschrieben) an, dass er im New York der 1950er Jahre als Zuhälter reichen weißen Kunden Kontakte zu solchen blutjungen girls in Harlem organisierte. Im Roman+Film „The Color Purple“ wird ausgiebig eine Inzest-/Vergewaltigungs-Situation in einer Negerfamilie ausgemalt. – Viele alte Blues- und Jazzsongs haben dieses Leitmotiv, z B „Hello, Little Schoolgirl“ und „Hey Little Red Ridinghood (= Rotkäppchen)“, James Baldwin und andere schwarze AutorenInnnen!

    Dass Männer auch in Europa ihre Partnerinnen „Baby“ (wörtl.= Säugling) nennen, geht wohl auch auf solche Praktiken zurück.

    Erst in den 20er Jahren bekamen in USA die Frauen das Wahlrecht, das Alkoholverbot folgte auf dem Fuße (ein Disaster, dessen Folgen noch heute akut sind), ebenso das Verbot der Prostitution und die Heraufsetzung des sog Schutzalters (‚age of consent“). War es in vielen US-Bundesstaaten bis dahin z B erlaubt, eine 8-jährige zu ehelichen, mussten die Brautleute bald 14, dann16 und jetzt 18 sein!

    Die Segregation der Schwarzen und Lynchjustiz (wegen Kleinigkeiten wie einer weißen Frau nachgucken oder -pfeifen) dauerte bis in die 1970er. Rassengleichheit gibt es faktisch noch immer nicht. Dass ein weißes Topmodel wie Heidi Klum einen Schwarzen heiratete und ihm 2 Kinder gebar, ist für Amis immer noch skandalös, auch wenn der derzeitige Präsident ein Produkt einer solchen Mischehe ist. Nachdem die dt Schauspielerin Nastassja Kinski den schwarzen Starmusiker und Universalgenius Quincy Jones heiratete, der auch noch >1 Generation älter war als sie, war sie in Hollywood OUT. Und dann kam noch dasGerede, dass sie mit ihrem coolen Daddy als Kind intime Beziehungen gehabt haben sollte….

    Rassismus ist in Amerika derzeit nicht mehr salonfähig, also projiziert man diesen Hass auf die Pädophilen. Nirgendwo sonst ist die Hexenjagd und Medienhetze gegen sie so intensiv. Durch amerikanisch dominiertte sog Kinderschutzorganisationen und fundamentalistische Sekten wird dieser Hass weltweit getragen, auch in Länder, die traditionell Pädo-tolerant sind, wie z B Thailand, Kambodscha, Vietnam und Japan.

    Aber die amerikanischen Pädos lassen sich nicht alles gefallen. Sie machen fleißig Gegenpropaganda, und es wird sogar zurückgeschossen: Beim Versuch, zwei Pädo-Pornografen in Florida zu verhaften, verbarrikadierten diese sich in ihrem Haus und knallten 4 Sheriffs und dann sich selber ab. Die heutigen Amis haben zwar sehr wenig Sexualfreiheit, aber das Grundrecht, Waffen zu tragen (‚bear arms‘) lassen sie sich nicht nehmen, und das ist auch gut so.

    Die amerikanischen Praktiken haben seit ca 1990 fast schlagartig (hat das etwa was mit dem DDR- Anschluss zu tun?) und das angeblich so aufgeklärte und tolerante Europa übergegriffen, besonders in der BRD, wo fast alle Medien fest in der Hand des global-anglo-amerikanischen Monopolkapitalismus sind, und damit auch die Systemparteien.

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