Mein erster Eintrag

Hallo,

ich habe meinen Blog nach John Henry Mackay benannt, dem Individual-Anarchisten, Stirner-Biographen, aber auch dem Boylover, der als einer der ersten unter dem Pseudonym Sagitta diese Art der Liebe verteidigt hat.

Ich bin auch all dies. Die Fragen, die mich interessieren, und die ich hier diskutieren will, sind vor allem politische. Sowohl rein anarchistische, als auch wie Boylover mit der heutigen, in dieser Hinsicht faschistoiden, Gesellschaft umgehen können oder sollten, aber auch wie beides zusammenpasst.

Als Anarchist bin ich eher marktorientiert („Anarcho-Kapitalist“), aber dies vor allem weil ich dies für das einzig realistische Programm halte, welches halt keinen „neuen Menschen“ erfordert, sondern mit den heutigen am Eigentum hängenden Menschen aufgebaut werden kann. In meiner Vorstellung wird es einfach verschiedene Gruppen geben, die einen kommunistisch, andere kapitalistisch, und andere noch anders organisiert, man die Gruppen auch frei wechseln kann, aber auch als Einzelner Beziehungen zu einzelnen Mitgliedern anderer Gruppen aufnehmen kann.

Als Boylover interessiert mich, wie wir uns am besten gegen die faschistoide Hetze und Gewalt gegen uns wehren können. Aber auch wie wir in einer freien, anarchistischen Gesellschaft leben können, auf welcher Grundlage wir mit Leuten umgehen können, die uns ablehnen. Aber natürlich will ich hier auch etwas dazu beitragen, dass den Vorurteilen und Lügen, die die Systemmedien über uns verbreiten, wenigstens etwas Wahrheit entgegengesetzt wird.

Ich nenne mich hier mal Sascha. Ich hätte auch meinen Realname hier angeben können – geoutet bin ich sowieso schon. Wenn ich das nicht mache, dann nur weil mein Vater mich drum gebeten hat. Also, wer mich hier zu outen versucht, stresst damit höchstens einen an meiner Neigung und meinen Handlungen völlig unschuldigen Rentner.

Soviel erstmal zur Einführung.

Ach so, ich bin (auch wenn ich selten dort reinsehe) unter a-m-lobov@ya.ru erreichbar.


4 Antworten auf „Mein erster Eintrag“


  1. 1 s. 18. August 2010 um 21:10 Uhr

    Hallo Sascha,

    da ich mein Blog zu wenig pflege, habe ich deines jetzt erst entdeckt und verlinkt sowie zwei deiner Kommentare bei mir freigeschaltet. Tut mir leid.

    Leider fehlt es mir gerade an Energie für eine Auseinandersetzung über den Kapitalismus, aber lass dir wenigstens eines gesagt sein: „neue Menschen“ wollen Kommunisten gar nicht, sondern sie wollen, dass die real existierenden Menschen begreifen, wie schädlich die von Staat und Kapital durch Geld und Eigentum in die Welt gesetzte Trennung der Menschen von ihren Bedürfnissen ist; eine Trennung, die es nötig macht, Arbeitskraft zu verkaufen. Anstatt dass einfach mal von Anfang an bedürfnis- und nicht profitorientiert produziert wird.

    Ich hoffe, du schreibst hier auch noch gelegentlich was. ;)

    s.

  2. 2 mackay 30. August 2010 um 2:10 Uhr

    „neue Menschen“ wollen Kommunisten gar nicht, sondern sie wollen, dass die real existierenden Menschen begreifen, wie schädlich die von Staat und Kapital durch Geld und Eigentum in die Welt gesetzte Trennung der Menschen von ihren Bedürfnissen ist;

    Ich halte diese Trennung einfach fuer eine natuerliche Folge der Arbeitsteilung. Und Arbeitsteilung halte ich fuer notwendig. Ich habe zwar keinen Anspruch auf hohen Lebensstandard, aber alles was ich brauche selbst herstellen waere mir nichts.

    Eigentum steckt tief im Menschen drin, und Geld entsteht automatisch wo Menschen ihr Eigentum tauschen, weil es die Sache vereinfacht. Selbst da wo es verboten ist, im Knast, entsteht Ersatzgeld, wie Tabak, und selbst Nichtraucher verwenden dort diese Waehrung. Der Staat ist also kein Grund fuer die Entstehung von Eigentum und Geld, der moechte es hoechstens kontrollieren, so wie er am liebsten alles, einschliesslich unserer Bettgeschichten, kontrollieren moechte. Und das Kapital kann man fuer die Entstehung von Knastwaehrungen auch kaum verantwortlich machen.

  3. 3 K13online-Dieter.Gieseking 10. September 2010 um 17:49 Uhr

    Hallo Sascha,

    auch wir haben Deinen Blog jetzt über das Jungsforum entdeckt und soeben bei K13online in die Linkliste aufgenommen. Jeder neue Blog oder Webseite etc. zum Thema Boylover ist eine Bereicherung für uns ALLE. Von Zeit zu Zeit schauen wir hier mal vorbei und wenn wir einen interessanten Artikel finden, dann werden wir sicherlich auch ein News dazu publizieren.

    Nun, Boylover gibt es bekanntlich in allen gesellschaftlichen Schichten, allen Berufen und auch politischen Einstellungen. Pädophilie/Pädosexualität ist also vollkommen unabhängig davon. Verbinden tut uns alle also „nur“ die sexuelle Orientierung/Identität. Und das allein reicht oft für politischen Aktivismus leider nicht aus. Der sexuellen Minderheit der Boylover(Girllover) fehlt es auch oft am Kollegtiv- denken und handeln. All dies und vieles mehr erschwert den wenigen Pädo-Aktivisten den Einsatz zur Verbesserung der Situation pädophil-liebender Menschen. Primär ist es die Aufgabe der Boylover selbst aktiv zu werden. Mit diesem Mackay-Blog hast Du deinen Anteil am Ganzen nun geleistet. Weiterhin viel Erfolg und Glück wünscht Dir,

    Gruß Dieter-K13

  4. 4 Sagitta 10. September 2010 um 17:51 Uhr

    Als Sagitta musste ich doch auch diese Seite besuchen.^^

    Nein, der Anarchismus ist nicht von der Bühne, er wird unter den verschiedensten Namen und Strömungen immer wieder in der Geschichte auftauchen. Die Geschichte der entwickelten Gesellschaften ist nun mal eine hin zum Individuum, und das ist auch gut so. Wenn auch mit Schmerzen verbunden.

    Anarchismus ist nichts anderes als eine Form der Ordnung, in der das Individuum diese Ordnung wählt.

    Wenn man sich überlegt, dass auch Popper, der so oft gescholten wird, den Anarchismus als ein Ideal hochhält, stellt man fest, dass er kein Randphänomen ist. Sondern ein Idealzustand: vielleicht niemals erreichbar, aber immer anstrebbar, und zwar von den meisten, da bin ich mir sicher, auch wenn sie das niemals unter diesen Begriff fassen würden.

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