Archiv für August 2010

Mehr Zeit für Kinder

Plakat Ein Plakat wirbt an vielen Stellen in Berlin (und vermutlich nicht nur dort) für „mehr Zeit für Kinder“. Darauf abgebildet zwei Knaben, sportlich, im besten Alter für Boylover und echte Schönheitsideale. Besonders der Linke hat es mir angetan, aber den Rechten würde ich auch nicht von der Bettkante schubsen. Beide ein bisschen schmutzig vom Sport – aber welchen Boylover stört so etwas schon? Im Gegenteil, wilde Rabauken sind für viele Boylover das Ideal, je wilder desto besser.

Auch der Untertitel der Werbung spricht Boylover an: „Zusammen fit macht alle mit“. Der Erwachsene soll hier also nicht die klassische Rolle des Erziehers oder Beschützers spielen – die Jungs sind keine armen hilfsbedürftigen heulenden Würstchen, sondern selbstbewusste, fröhlich lachende Rabauken, die nichts dagegen haben, wenn wir mit ihnen zusammen spielen wollen, aber auch allein zurechtkommen und keine Lust auf Schulmeister haben.

Werden hier etwa gezielt Boylover angesprochen? Ich glaube nicht. Gut, man kann vermuten, dass der Fotograf auch ein bisschen Boylover ist. Er weiß zumindest ganz gut was Boylover attraktiv finden. Aber das muss nichts bedeuten, Schwule können schließlich auch Werbung machen, die Heten anspricht und andersrum. Und außerdem geht es mir gar nicht darum. Schließlich kann man in jedem Fall sicher sein, dass all die, die mit dieser Werbung auch nur im Entferntesten zu tun haben, einen solchen Verdacht aufs Schärfste zurückweisen würden.

Nein, ich denke, der Grund für diese Werbung ist ein anderer: Die Gesellschaft beginnt langsam, eine Lücke zu erkennen, eine Fehlstelle in der heutigen Gesellschaft. Jungs brauchen einfach den Kontakt zu Männern. Und dieser Kontakt fehlt heute. Es gibt immer mehr Kinder, die ohne Vater aufwachsen. Ob nun wegen Scheidung oder bereits unehelicher Geburt – die alleinerziehende Mutter wird immer mehr toleriert und akzeptiert, und das ist auch gut so. Nur die Jungs haben halt keinen Mann als Kontaktperson in der Familie. Und in der staatlichen Erziehung gibt es auch immer weniger Männer. Priester spielen eine immer geringere Rolle (was ich als Atheist auch ganz gut finde), stehen außerdem inzwischen schon unter pauschalem Pädophilieverdacht. Männliche Erzieher werden, vermute ich mal, auch immer seltener, vor allem bei kleineren Kindern. Ein männlicher Erzieher im Kindergarten ist wohl sowas wie ein weißer Rabe, und in der Grundschule haben sie auch schon bald Seltenheitswert.

Was auch noch selbstverstärkend ist. Denn je seltener ein männlicher Erzieher ist, desto plausibler wird die Vermutung, dass er nur aufgrund perverser Interessen diesen Beruf gewählt hat. Und je plausibler dieser Verdacht, desto weniger Männer trauen sich in diesen Beruf.

Wobei dies vor allem für nicht-pädophile Erzieher gilt. Warum sollte sich ein Normalo einem solchen Verdacht aussetzen? Ein Boylover ist da schon eher bereit, einen solchen Verdacht in Kauf zu nehmen, er hat ja als Entschädigung eine Menge Kontakt zu Jungs. Und damit wird der Verdacht auch noch mal selbstverstärkend – je stärker er ist, desto mehr männliche Erzieher sind in der Tat Boylover.

Erst recht gilt all dies für die informellen Kontakte, die auf der Straße, im Alltag, bei Sport und Spiel zwischen Männern und Jungs entstehen. Auch hier wird mit steigender Hysterie der Pauschalverdacht immer stärker, und auch hier wirkt der Verdacht als eine selbsterfüllende, selbstverstärkende Prophezeiung, die zuallererst Nichtpädos von solchen Kontakten abhält.

Eins sei hier den Pädohassern versprochen: Ihr werdet die Jungs nicht von den Männern trennen können. Es gibt eine interessante Arbeit, in der untersucht wurde, welche Geschlechts- und Alterskombinationen in den verschiedensten Kulturen miteinander rumhängen („sich auf öffentlichen Plätzen zusammen zeigten“ im wissenschaftlichen Jargon). Sowas ist von Kultur zu Kultur verschieden, aber es gab zwei Effekte, die kulturunabhängig waren: Einmal dass Frauen mit kleinen Kindern beiderlei Geschlechts rumhingen, und dann das Männer mit älteren Jungs rumhingen. Es gab Kulturen, wo sie dabei allein waren, andere wo sie dabei mit Frauen zusammen waren, aber zusammen waren sie immer (oder fast immer, weiß nicht mehr genau).

Also, das Bedürfnis ist einfach viel zu tief drin, das sitzt in den Genen. Notfalls heiratet der Boylover halt ne alleinstehende Mutter mit einem netten Sohn, wenn es keine andere unverdächtige Kontaktmöglichkeit mehr gibt. Und was immer an Kontaktmöglichkeit überhaupt vorhanden ist, wird ausgenutzt.

Und es sitzt nicht nur in den Genen der Boylover, sondern auch in denen der Jungs. Auch die suchen freundschaftlichen Kontakt zu Männern. Sie brauchen ihn. Irgendwo habe ich sogar mal eine statistische Arbeit dazu gesehen. Die hatte ergeben, dass die Frage, ob es einen Mann gab, der mit ihm emotional verbunden war (egal ob nun der Vater oder nicht) einen starken Einfluß auf den Erfolg im späteren Leben war.

Also, völlig verhindern können die Kinderschützer nicht, dass Boylover mit Jungs rumhängen. Aber was die Hysterie durchaus bewirken kann, ist, dass solche Kontakte seltener werden. Dass es mehr Jungs gibt, die ohne Kontakt zu Männern aufwachsen, und Boylover, die sich nicht mehr trauen, mit Jungs Kontakt aufzunehmen. Und die beide drunter leiden.

Die Folgen bei den Jungs sind heute schon nicht mehr zu übersehen. Sie sind inzwischen schon als die Verlierer in der Schule erkannt worden. Das hat sich sogar schon bis zu Politikern rumgesprochen, die hier eine neue Spielwiese für staatliche Förderung (und natürlich staatliche Kontrolle) entdecken. Und immer mehr Leute kriegen auch mit, woran das liegt, und dass es nicht gut für sie ist, wenn Jungs ohne männliche Bezugspersonen aufwachsen.

Und mit der geilen Werbung möchte man wohl gar nicht Boylover ansprechen. Sondern man merkt einfach langsam, dass man Männer braucht, die bereit sind, mit diesen Bengeln rumzuhängen, gemeinsam mit ihnen Spaß zu haben, und sie dabei durch ihr Vorbild zu erziehen. Dass sie sonst verwildern, vereinsamen, oder von der peer-group „erzogen“ werden.

Pech für die Werbung ist nur, dass sie einfach mal in erster Linie Boylover anspricht. Und in erster Linie Boylover ihr folgen werden. Wir haben ja jetzt eine neue Verteidigung dafür, dass wir mit Jungs rumhängen: Wird ja überall für geworben, geradezu dazu aufgefordert. Also was wollt ihr eigentlich?

Schlimm ist das allerdings nur für Kinderschutzfanatiker. Denen egal ist, ob die Jungs vergammeln, Hauptsache sie haben keinen Sex mit Männern. (Die Straßenjungs lieber verhungern oder erfrieren sehen als auf dem Strich. Ich erinnere mich an eine Kinderschützersendung, Rumänien nach der Wende, wo sie ein paar Straßenkids bestochen haben, damit sie einen französischen Boylover ans Messer liefern. Und danach war dann alles gut, sie schliefen ja nicht mehr im warmen Bett beim Perversen, sondern in der moralisch sauberen Kälte auf der Straße. Und waren natürlich dankbar für diese Rettung – hat sicher nicht viel gekostet, sie zu überreden, sowas zu sagen, wenn überhaupt korrekt übersetzt wurde.)

Der Rest der Menschheit sollte besser seinen Verstand einschalten und rausfinden, was er will: Jungs von Männern ohne Rücksicht auf Verluste zu trennen, oder sich damit abzufinden, dass es in Freundschaften zwischen ihnen nicht immer völlig asexuell zugeht.

Hat man sich für die erste Alternative entschieden, wird irgendwelche staatliche Jungenförderung nicht helfen. Nimmt man die zweite, ist sie gar nicht nötig.

Die anarchistische Lösung dieses Problems ist völlig ausreichend. Freie Jungs entscheiden selbst, mit wem sie rumhängen wollen, mit wem sie spielen wollen, und wie weit sie bei Strippokerspielen gehen wollen. Anarchisten, denen das nicht gefällt, können gerne versuchen, erzieherisch auf die Jungs einzuwirken, sie davon abzuhalten. Aber Gewalt gegen gewaltfreie Boylover, wegen einvernehmlichem safer Sex mit Jungs, das dürfte mit anarchistischen Prinzipien nichts mehr zu tun haben.

Und wo die Boylover keine Angst vor nackter Gewalt haben müssen, wo niemand sie hindern kann, ihre Meinung zu sagen, und wo es ihm reicht, die Leute in seiner Umgebung zu überzeugen, dass seine konkrete Beziehung ok ist, statt ein ganzes Land argumentativ davon zu überzeugen, dass die heutige Strafverfolgung ungerecht ist, und wo die Kinderschützer nicht mehr auf staatliche Gewalt bauen können, dürfte der Hysterie der Boden entzogen sein.

Aber ohne Hysterie wird es genug Männer geben, die auch ohne Werbung und staatliche Förderung gerne mit Jungs rumhängen. Und das nicht nur Boylover. Sondern auch all die Männer, die zwar durchaus gern mit Jungs rumhängen, aber ohne deswegen an ihnen auch sexuell interessiert zu sein. Männer, die sich heute von Jungs fernhalten, weil sie Angst vor dem Verdacht der Pädophilie haben, und ihr Interesse an Jungs nicht so groß ist, dass sie dies in Kauf nehmen.

Und Jungs, die asexuelle Freundschaften zu Männern suchen, sind dann in ihrer Suche nicht mehr auf Boylover beschränkt. Was ich für eine bessere Art von Schutz der Jungs vor sexueller Belästigung halte.

Stazi – mein Vorschlag für ein Schimpfwort für Staatsgläubige

Bezeichnungen sind oft verdammt wichtig, und es gibt oft genug eine Menge Streit darüber. Mir fehlt beispielsweise ein gutes, griffiges Schimpfwort für alle Staatsgläubigen, Etatisten, Staatsanhänger. Und da habe ich nun eine Idee, einen Vorschlag dazu: Stazi.

Das ist kurz, griffig, verständlich, und liefert die richtigen Assoziationen: Da ist einmal die Assoziation Nazi, andererseits aber auch Sozi. Dann ist das Wort „Staat“ darin klar genug erkennbar, man versteht also schnell was gemeint ist – jemand, der, so wie der Nazi den Nationalismus und der Sozi den Sozialismus eben die Ideologie der Staatsgläubigkeit vertritt.

Die Assoziation mit der Stasi ist mir auch nicht unwillkommen.

Als Wissenschaftler habe ich zwar keinerlei Probleme mit langen aber dafür genauen Bezeichnungen, aber mir ist auch klar, dass solche Bezeichnungen kaum die Massen ergreifen.

Die interessantere Streitfrage dürfte allerdings sein, unter welcher Bezeichnung man denn nun die Anti-Stazis zusammenfasst. Eigentlich sollte es ja einfach sein: einfach nur Anarchisten. Als zusammenfassende Bezeichnung, die alle einschließt, von den Anarcho-Kommunisten bis zu den Anarcho-Kapitalisten.

Leider erheben die kommunistisch/sozialistisch orientierten Anarchisten hier einen meiner Meinung nach schädlichen Alleinvertretungsanspruch. Schädlich, weil die Fronten da stehen, wo sie meiner Meinung nach gar nicht hingehören: Links gegen Rechts, Anarcho-Sozis vereint mit Staats-Sozis auf der einen Seite gegen Anarcho-Kapitalisten vereint mit liberalen und minarchistischen Stazis auf der anderen. Sicher, da gibt es auch unterschiedliche Meinungen, die man ausdiskutieren sollte. Und zwischen den verschiedenen Varianten der Stazis sind dies nicht nur Meinungsverschiedenheiten sondern zentrale Machtfragen.

Aber ich sehe eine ganz andere politische Unterscheidungslinie als viel wichtiger an: Die zwischen allen Stazis und allen Anarchisten. Die Stazis wollen einen Staat, also eine Organisation mit Sonderrechten für sich selbst, legalen Monopolen, eine Organisation, deren wichtigste Aufgabe es ist, etwas zu tun, was sie selbst als Verbrechen bezeichnet, wenn andere es auch tun, eine Organisation, die prinzipiell gegen die grundlegendste ethische Regel, die Goldene Regel, verstößt. Und die Anarchisten wollen das nicht.

Und wenn sie das wirklich nicht wollen (also nicht nur behaupten), dann müssen sie natürlich auch akzeptieren, dass sie zwar ihren eigenen Vorschlag, wie man zusammenleben sollte, ob nun sozialistisch, kommunistisch oder kapitalistisch, für besser halten kann als den der anderen Anarchisten, aber deshalb den anderen nicht aufzwingen darf.

Und deshalb stören mich Anarchisten mit anderen Vorstellungen, wie man zusammenleben sollte, nicht. Wenn sie es ernst meinen, werden sie mich in Ruhe mein Ding machen lassen, wenn wir gemeinsam den Staat besiegt haben. Und ich werde sie in Ruhe lassen. Selbst wenn Nachbarschaftskonflikte sich als unlösbar herausstellen sollten, trennt man sich eben räumlich etwas auf. Hauptsache da ist kein Staat mehr, der mir überall Vorschriften macht wie ich leben soll.

Also, Leute: Die Frage, wie wir ohne Staat leben, ist es wert, diskutiert zu werden, dies ist sogar notwendig. Aber es gibt einen Grundkonsens – gegen den Staat – dieser Grundkonsens ist genügend klar und unstrittig definiert – der Staat als eine Organisation mit legalen Monopolrechten, insbesondere Gewaltmonopol – und dieser Grundkonsens scheint mir wichtiger als die Unterschiede zwischen uns, und im aktuellen politischen Kampf gegen die Stazis sollten die Anarchisten aller Schattierungen einfach mal zusammenhalten.

Die Pädoverfolgung als die Judenverfolgung von heute

Nein, was heute auf dem Gebiet der Pädophilenverfolgung stattfindet, ist kein Holocaust. Noch nicht. Noch werden Menschen noch nicht aus dem einzigen Grund, dass pädophil sind, eingesperrt und vergast.

Aber dies bedeutet keineswegs, dass ein Vergleich der heutigen Pädoverfolgung mit der Judenverfolgung in irgendeiner Weise illegitim wäre. Schließlich besteht die Judenverfolgung nicht nur aus dem Holocaust. Es hat ja auch ohne den Holocaust schon genug Judenverfolgung auf der Welt gegeben, und mit diesen milderen Formen ist die heutige Pädoverfolgung durchaus vergleichbar.

Außerdem hat dieser Vergleich ja auch ein Ziel – nämlich die Verhinderung dessen, dass die heutige Pädoverfolgung in ihrer weiteren Entwicklung die Form eines neuen Holocausts annimmt.

Ja sicher, das ist ein ziemlich egoistisches Ziel – ich bin nunmal Boylover und habe keine große Lust, in ein KZ gesteckt und vergast zu werden, und versuche dies ganz eigennützig zu verhindern. Allerdings sollten auch Nichtpädos ein gewisses Interesse daran haben, einen neuen Holocaust an den Pädos zu verhindern. Das „zuerst holten sie die Pädophilen …“-Argument sollte ja bekannt genug sein. Und man braucht ja einen extrem großen und intensiven Überwachungsstaat, um alle Pädos zu kriegen, die versammeln sich ja leider nicht freiwillig in Synagogen und werden sogar in arischen und kommunistischen Familien geboren.

Also, kommen wir zu den Details des Juden- (aber nicht Holocaust-) Vergleichs.

Taten oder Gene? Ich vergleiche insbesondere gern den heutigen §176 mit den Nürnberger Gesetzen. Der erste Einwand ist dann immer, dass Pädophile nur für Handlungen bestraft werden, während die Juden unter den Nazis verfolgt waren nur weil sie Juden waren, wofür sie ja nichts konnten. Dies erledigt sich jedoch durch einen einfachen Hinweis auf den aktuellen Wortlaut des Gesetzes. Gefängnis gibt es dort nämlich auch nur für Taten wie den Geschlechtsverkehr von Juden mit Deutschen. Und was die Strafhöhe betrifft, sogar liberaler als heute. Es gab nicht mal eine Mindeststrafe, während es schon für einen Blowjob bei einem 13-jährigen Jungen heute mindestens 2 Jahre gibt.

Außerdem schließt man damit die klassische, christliche Judenverfolgung völlig aus. Die Christen wollten ja nichts weiter als dass die Juden zum Christentum konvertieren. Waren sie konvertiert, war alles in Ordnung. Es gab vielleicht noch ein paar Zweifel ob das Konvertieren wirklich ernst gemeint war oder nur zum Schein um der Verfolgung zu entgehen, aber kaum ernsthafte Verfolgung. Es waren wohl erst die Nazis (welcher ihrer Vorläufer das nun war, weiß ich nicht genau), die auf die Verfolgung der Juden aus rassischen Gründen übergingen.

Schutzideologie: Dann könnte man argumentieren, der 176 diene dem Schutz von Kindern. Nun, die Nürnberger Gesetze dienten auch dem Schutz – dem des deutschen Blutes. Das kann man zwar als ideologische Konstruktion ablehnen. Aber das tun wir Boylover im Fall der Kinderschutzideologie auch.

Der wissenschaftliche Hintergrund beider Ideologien ist auch vergleichbar. Sogar zahlenmäßig – in der Diskussion um die RBT-Studie tauchte irgendwo mal die Zahl auf, dass die Korrelation zwischen Rasse und IQ weitaus größer ist als die zwischen sexuellem „Missbrauch“ und Spätfolgen. (Wenn ich mich anstrenge, finde ich sie vielleicht noch wieder.)

Identifizierung: Außerdem möchte ich noch was anderes in Frage stellen: Das Verbot des Besitzes von Kinderpornos mag zwar formal noch eine Tat bestrafen. Aber das Ziel ist doch ziemlich eindeutig: Pädophile als solche identifizieren und einsperren. Denn die anderslautenden formalen Begründungen sind ja so extrem doof dass sie wirklich nicht ernst genommen werden können. 1

Die amerikanische Wissenschaft arbeitet übrigens schon lange an Methoden, Pädophile unabhängig von konkreten Straftaten zu identifizieren. (Beispielsweise Kinderpornos zeigen und Erektionen messen. Funktioniert allerdings schlechter als man erwartet, weil Pädos die schon genug KP gesehen haben davon auch nicht so schnell einen Steifen kriegen, während Kids halt auch für Normalos durchaus sexuell nicht unattraktiv sind und dann vielleicht noch der Neuigkeitseffekt hinzukommt.) Legitimiert wird das für Tests von Leuten, die beruflich mit Kindern zu tun haben. Also für Berufsverbote ohne jede Tat als Voraussetzung. Und die Technik, wenn sie mal da ist, kann dann natürlich für einen Holocaust auch genutzt werden.

Judensterne: Im Vergleich zum eigentlichen Holocaust scheinbar harmlos, aber für viele Juden eine der schlimmsten Schikanen. Und wo ist nun der Unterschied zwischen dem Judenstern und den amerikanischen Seiten mit Sexualstraftätern?

Kristallnacht: Ein Pädopogrom ist nicht so einfach zu organisieren, schließlich wohnen Pädos noch nicht in Ghettos. Aber was passierte, als das englische Hetzblatt „News of the World“ Listen von Sexualstraftätern mit Adresse veröffentlichte, war nichts als ein ganz normaler Pogrom. Bei dem hohen Bildungsstand des Mobs wundert es nicht, dass dabei irgendwo sogar ein Pediater (Kinderarzt) darunter leiden musste.

Die Frage ist nun, was der Vergleich bringt. Ich denke, er bringt vor allem die Möglichkeit, aus der Geschichte zu lernen. Wie soll man eigentlich überhaupt aus der Geschichte lernen, wenn man nicht die heutigen Probleme mit ähnlichen Problemen früher vergleicht, also Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfindet, und daraus Schlussfolgerungen zieht was eine sinnvolle Strategie für das eigene Handeln ist und was in die Katastrophe führt?

Aber das werde ich später mal genauer betrachten.

  1. Ein kostenloser Tausch ist schließlich (wie sowohl die Musikindustrie als auch die Politik weiß) das beste Mittel um die Marktpreise zu ruinieren und damit die Hersteller in die Pleite zu treiben. Es dürfte schon genug Pädos geben, denen inzwischen das Internet zur Beschaffung von KP zu heiß ist und die es als sicherer ansehen, sich die Filmchen selbst zu drehen und nicht weiterzuverbreiten. [zurück]

Mein erster Eintrag

Hallo,

ich habe meinen Blog nach John Henry Mackay benannt, dem Individual-Anarchisten, Stirner-Biographen, aber auch dem Boylover, der als einer der ersten unter dem Pseudonym Sagitta diese Art der Liebe verteidigt hat.

Ich bin auch all dies. Die Fragen, die mich interessieren, und die ich hier diskutieren will, sind vor allem politische. Sowohl rein anarchistische, als auch wie Boylover mit der heutigen, in dieser Hinsicht faschistoiden, Gesellschaft umgehen können oder sollten, aber auch wie beides zusammenpasst.

Als Anarchist bin ich eher marktorientiert („Anarcho-Kapitalist“), aber dies vor allem weil ich dies für das einzig realistische Programm halte, welches halt keinen „neuen Menschen“ erfordert, sondern mit den heutigen am Eigentum hängenden Menschen aufgebaut werden kann. In meiner Vorstellung wird es einfach verschiedene Gruppen geben, die einen kommunistisch, andere kapitalistisch, und andere noch anders organisiert, man die Gruppen auch frei wechseln kann, aber auch als Einzelner Beziehungen zu einzelnen Mitgliedern anderer Gruppen aufnehmen kann.

Als Boylover interessiert mich, wie wir uns am besten gegen die faschistoide Hetze und Gewalt gegen uns wehren können. Aber auch wie wir in einer freien, anarchistischen Gesellschaft leben können, auf welcher Grundlage wir mit Leuten umgehen können, die uns ablehnen. Aber natürlich will ich hier auch etwas dazu beitragen, dass den Vorurteilen und Lügen, die die Systemmedien über uns verbreiten, wenigstens etwas Wahrheit entgegengesetzt wird.

Ich nenne mich hier mal Sascha. Ich hätte auch meinen Realname hier angeben können – geoutet bin ich sowieso schon. Wenn ich das nicht mache, dann nur weil mein Vater mich drum gebeten hat. Also, wer mich hier zu outen versucht, stresst damit höchstens einen an meiner Neigung und meinen Handlungen völlig unschuldigen Rentner.

Soviel erstmal zur Einführung.

Ach so, ich bin (auch wenn ich selten dort reinsehe) unter a-m-lobov@ya.ru erreichbar.